logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (56)
Herzlich willkommen hier im Trauungsraum des Standesamtes ........ Ich begrüße auch alle Verwandten und Freunde, die mitgekommen sind, um das Brautpaar heute bei diesem wichtigen Schritt in deren Leben zu begleiten und mit ihnen zu feiern. Ich habe mir nun ein paar Gedanken gemacht, die ich mit auf den Weg geben möchte.

Jeder Mensch ist auf der Suche nach dem passenden Gegenstück, einem Partner, der einen als ganze Persönlichkeit annimmt, der viele Bilder von einem sieht, und nicht nur Momentaufnahmen, der die Entwicklung des Partners nachvollzieht, der einen unterstützt und reifen lässt, Zuneigung und Achtung entgegenbringt.

Heute sind Sie glücklich am Ende Ihrer Suche, stehen aber auch am Anfang einer großen Herausforderung.

Das Leben ist ein Prozess ständiger Entwicklung. Jeder Tag prägt uns auf irgendeine Weise neu. Wir machen Erfahrungen, sind ein-gebunden in ein Netz von Beziehungen verschiedenster Art. Der Beziehung zum Partner kommt dabei eine große Bedeutung zu.
Und nicht nur, weil Sie viel Zeit miteinander verbringen, sondern auch weil sich zwischen Ihnen eine enge Vertrautheit entwickelt hat.

Bestimmt haben sie sich einen Teil Ihrer Lebensgeschichte gegenseitig erzählt. Verständnis für das Wesen des anderen ist daraus erwachsen, tiefe Zuneigung hat sich daraus entwickelt, die zum Entschluss führte, den Bund für´s Leben zu schließen.

Ich fand kürzlich einen Spruch auf einem Kalender:
"Wer allein reist, bringt sich um das Schönste, was uns Reisen schenken können: Das "Weißt Du noch?"
Eben die Möglichkeit, sich Jahre später zurück zu erinnern und den anderen anzutupfen und zu fragen: "Weißt Du noch?"
Unser Leben ist ja wie eine Reise und die Eheschließung - weil ihr eine weitreichende Entscheidung zugrunde liegt - ist wie ein Meilenstein auf ihrem gemeinsamen Lebensweg.

Ich möchte nun zum eigentlichen Teil der Trauung kommen und ich darf Sie bitten, nun aufzustehen.

Ich richte nun meine Frage an Sie, Herr ........ ist es Ihr freier und eigener Wille mit der hier anwesenden ......... die Ehe einzugehen, dann antworte Sie mit "JA".

Wollen auch Sie, Frau ......, aus freiem und eigenem Willen mit dem hier anwesenden ......... die Ehe eingehen, dann antworte auch Sie mit "JA".

Nachdem Sie beide meine Frage, vor den beiden Trauzeugen übereinstimmende bejaht haben, stelle ich fest, dass Sie damit kraft Gesetzes rechtlich verbundene Eheleute sind.

Sie dürfen sich nun Ihre Ringe gegenseitig anstecken zum Zeichen, dass Sie nunmehr fest verbundene Eheleute sind.

Sie stehen nun am Anfang Ihres Ehelebens, und ich möchte an dieser Stelle das Quäntchen Glück wünschen, das neben dem eigenen Dazutun in einer Partnerschaft nie fehlen darf.

Abschießend möchte ich Ihnen noch einen Spruch eines unbekannten Verfasser mit auf den Weg geben:

Der Lebensweg ist oft schmal, aber nie so schmal, dass ihn nicht zwei, die guten Willens sind, nebeneinander gehen können.

Ich freue mich, Ihnen als erster gratulieren zu können.

 
zurück zur Übersicht