logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (678)

Liebes Brautpaar, liebe Trauzeugen und sehr geehrte Gäste, ich darf Sie, liebe Frau ______________, lieber Herr ___________________ und alle Ihre Angehörigen und Freunde, heute am _________________ im Trauzimmer der Stadt Leipheim recht herzlich begrüßen.
ich darf Sie und Ihre Trauzeugen, sowie alle anwesenden Verwandten und Bekannten, im Namen des Standesamtes Mindelheim recht herzlich begrüßen.

Heute, ja heute ist ein ganz besonderer Tag…, der 03.03.03, Ihre Eheschließung.
…ein Tag, der für Sie unvergesslich bleiben sollte.

Zur zweifelsohne schönsten Aufgabe des Standesbeamten gehört die Durchführung der Eheschließung. Ich freue mich ganz besonders, heute Ihre Eheschließung, als den wohl wichtigsten Lebensabschnitt gestalten zu dürfen Namensformalitäten!

Sie, liebes Brautpaar sind heute hier, weil Sie vor längerer Zeit den Entschluß gefasst haben Ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen und ab heute in der Gemeinschaft der Ehe.
Wenn ich mir Sie beide genauer anschaue, dann stelle ich fest, dass Sie heute besonders chic und rausgeputzt sind. Ich schließe daraus, dass dieser Tag für Sie nicht gleich wie jeder andere Tag ist; nein, er ist etwas besonderes für Sie beide. Aber ist nicht jeder gemeinsame Tag mit dem Menschen den man liebt, etwas besonderes?

Dafür, wie Sie das Besondere auch im Alltag bewahren können, gibt es aber keine Anleitung. Ebenso gibt es für eine gute Ehe auch keine Gebrauchsanweisung. In welche Richtung sich Ihre Ehe entwickelt, in welche Richtung sie schauen soll, hierfür sind Sie selbst verantwortlich. Das Glück von dem alle sprechen, nach dem sich jeder so sehnt, besteht denke ich, aus vielen kleinen Teilchen die erst im Ganzen das wahre Glück und die Geborgenheit ergeben. Sie beide sind sich bewußt, das Sie von „Luft und Liebe“ allein nicht leben können. Sie wissen, dass mehr dazu gehört: Achtung, Vertrauen, Verständnis und Verantwortungsbewußtsein sind sicherlich eine gute Basis für das Eheversprechen. Aber auch das alleine genügt nicht.

Liebe Frau_____________, lieber Herr ____________________, Sie werden in Ihrer Ehe vieles gemeinsam erleben, Freud und auch Leid wird nicht ausbleiben. Bemühen Sie sich immer, auch wenn Sie sich über den anderen geärgert haben, miteinander zu reden. Lassen Sie nichts Unausgesprochenes zwischen ihnen stehen.
Bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten in der Ehe, wird es notwendig sein, das eigene Verhalten zu überprüfen und auch eine, von der eigenen Überzeugung abweichende Meinung, zu dulden. Begegnen Sie ihrem Partner hier mit Freundlichkeit und Gelassenheit. Haben Sie Mut und Überwindungskraft Kompromisse zu schließen, und vor allem haben Sie Toleranz dem Partner gegenüber. Toleranz, so sagt man, heißt nicht alles zu begreifen, aber vieles zu verstehen. Seien Sie aufgeschlossen Ihrem Partner gegenüber und nehmen Sie Anteil an dem was den anderen freut oder bedrückt. Seien Sie nicht nur Ehepartner, sondern werden Sie beste, unzertrennliche Freunde, die durch dick und dünn gemeinsam gehen.

Der Sinn und Zweck der Ehe ist es nicht, aus zweien eins zu machen, in dem die eigene Persönlichkeit aufgegeben wird, sondern jeder soll seinen gewissen Freiraum behalten, um sich zu verwirklichen und selbst entfalten zu können, denn ihr Partner hat sich in Sie verliebt, weil Sie so sind, wie sie jetzt sind.

Dies alles zusammen, kann dann die Geborgenheit vermitteln die jeder in der heutigen Zeit so notwendig braucht. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass sich ein Ehepaar seine kleine heile Welt bewahrt. Nur dann kann jeder die Aufgaben bewältigen, die ihm das Schicksal stellt.

Der dänische Philosoph Soren Kierkegaard hat gesagt: „Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann“.

So werden Sie auf Ihrer Lebensreise - durch Wüsten wie durch Oasen ziehen, sie werden Stürme, Regen und Sonnenschein erleben. In Ihrer Ehe wird es mal langweilige Momente und mal abenteuerliche, spannende Begebenheiten geben. Mal wird in Ihrer Ehe alles viel zu schnell vorübergehen und ein andermal werden Sie auf der Stelle treten und nicht vorwärts kommen. In diesen Momenten werden Sie umdenken und neue Wege einschlagen müssen, die Selbstvertrauen erfordern und Sie aus dem Stillstand befreien und neues Glück versprechen…..und dann wird Ihre Lebensreise auch weiter gehen….
Alles in allem steht Ihnen beiden, also eine aufregende Reise bevor und auf diese – eben Ihre Lebensreise - würde ich Sie gerne schicken – eine Reise in die Zukunft als Eheleute. Das Ticket dafür, bekommen Sie wenn Sie sich Ihr gegenseitiges Eheversprechen geben. Ich darf Sie deshalb bitten sich von Ihren Plätzen zu erheben, denn ich werde jetzt die Frage an Sie richten, mit deren Beantwortung Sie selbst nach dem Gesetz den Bund Ihre Ehe schließen:


Herr ____________________ ist es Ihr freier Wille mit
Frau ____________________ die Ehe zu schließen ? dann antworten Sie bitte mit J A
Und Sie Frau______________ ist es auch Ihr freier Entschluß, mit
Herrn ____________________ die Ehe zu schließen? dann antworten Sie bitte mit J A

Nachdem Sie beide vor mir, dem zuständigen Standesbeamten und Ihren Trauzeugen und allen Anwesenden Ihren Willen kundgetan haben, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, erkläre ich Sie nunmehr kraft Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute.

Die Ringe sind schon in alten Zeiten das Symbol für die Ehe gewesen, weil ein Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so wie Ihre gegenseitige Zuneigung kein Ende haben soll. Als äußeres Zeichen Ihrer Verbundenheit tauschen Sie nun die Ringe Da Amtshandlungen immer amtlich besiegelt werden müssen, bin ich der Meinung, dass Sie mit Ihrem ganz besonderen eigenen Stempel, einem kräftigen Kuss, Ihre Ehe besiegeln sollen. Bitte nehmen Sie wieder Platz.

Zu dieser Trauung ist im Heiratsbuch folgende Niederschrift aufgenommen worden, die ich Ihnen jetzt vorlese. Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, bitte ich Sie, mich darauf aufmerksam zu machen. Leipheim, den (war alles Ordnung? Unterschriften: ausreichend ist der ausgeschriebene Rufnamen mit FN, keine Abkürzungen)

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen, Ihnen eine kleine Starthilfe für die Ehe gegeben zu ha¬ben und wünsche Ihnen für den gemeinsamen Lebensweg alles erdenklich Gute.

Mit auf Ihren gemeinsamen Weg geben möchte ich Ihnen jetzt noch einen Satz aus der Geschichte vom kleinen Prinzen, wo der kleine Prinz zu den vielen Rosen sagt:
Meine Rose, die ich in der Hand halte gleicht euch zwar, aber meine Rose ist die schönste, die schönste weil ich sie gegossen und gepflegt habe, sie behütet und beschützt habe, weil ich viel Zeit für sie geopfert habe. Sie gleicht zwar den hundertausend anderen, aber sie ist die schönste, weil es meine Rose ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Ihr Partner für Sie immer die schönste Rose ist. Halten Sie sie gut fest!

Alles Gute und herzliche Glückwünsche!






 
zurück zur Übersicht