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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (684)

Sie sind heute zum Standesamt gekommen, um den Bund der Ehe miteinander einzugehen. “Auch eine Reise von 1000 Meilen fängt mit einem ersten Schritt, im rechtlichen Sinne, an”, so ein einleitendes Sprichwort aus China.
Sie tun nun gemeinsam diesen Schritt und wir hier Anwesenden sind sicher und hoffen mit Ihnen, dass diesem noch unzählige folgen werden.

Wir werden in kurzer Zeit Augen- und Ohrenzeuge werden, dass Sie sich beide dieser gemeinsamen Verantwortung freiwillig stellen und zum Ehebund bekennen wollen.

Lassen Sie mich zunächst die Stützpfeiler - Verantwortung, Pflicht, Treue - näher definieren.

Eine Verantwortung eingehen heißt, für jemanden da zu sein, für das Tun und Handeln des Partners bewusst miteinzustehen. Die Verantwortung in der Ehe bedeutet von nun an aber nicht, dass die eigene “Selbstverantwortung “ konkludent an den Partner übergeht. Bewahren Sie Ihre eigene Persönlichkeit in der Ehe und machen Sie diese zum Bestandteil Ihrer Partnerschaft.

Ehe bedeutet aber auch Pflichten zu übernehmen. Die Pflicht vielleicht gegenüber dem Partner, in allen Dingen des Lebens für Ihn zu sorgen, ihn in Krankheit auch zu versorgen und ihm ein Partner mit Rat und tat zu sein. Diese Pflicht sollte in vertretbaren Dosen verordnet werden. Bildlich orientieren wir uns hierbei am Gärtner, der seine Blumen pflegt und hegt, düngt und gießt und das Maß an Zuwendung fürsorglich bestimmt. Ein zu starkes in die Pflicht nehmen, fordert den Umkehreffekt nahezu heraus. Ebner-Eschenbach definiert die Pflicht so: “Tue deine Pflicht so lange, bis sie deine Freude wird”. Selbstverständlich sind nicht alle Pflichten der freudigen Natur zuzuordnen. Doch bemühen und versuchen Sie sich daran und finden Sie ein gesundes Maß an der Selbsterfahrung. Die Partnerschaft wird dann fruchtbarer, akzeptabler und ertragreicher sein.

Als letztes Element möchte ich noch die Treue ansprechen. Treue in der Liebe. Herder stellt fest: “der Liebe ist treu sein die schönste Pflicht”. Treue heißt, in allen Dingen des Lebens mit dem Partner mit offenen Ohren und Herzen zu begegnen, Entscheidungen des gemeinsamen Lebensweges vorzubereiten und im Grunde seiner Persönlichkeitsstruktur immer offen zueinander zu sein, offen miteinander zu reden und offen aufeinander zuzugehen.

Trauungsrede:
Sie sind heute zum Standesamt gekommen, um den Bund der Ehe miteinander einzugehen. “Auch eine Reise von 1000 Meilen fängt mit einem ersten Schritt, im rechtlichen Sinne, an”, so ein einleitendes Sprichwort aus China.
Sie tun nun gemeinsam diesen Schritt und wir hier Anwesenden sind sicher und hoffen mit Ihnen, dass diesem noch unzählige folgen werden.

Wir werden in kurzer Zeit Augen- und Ohrenzeuge werden, dass Sie sich beide dieser gemeinsamen Verantwortung freiwillig stellen und zum Ehebund bekennen wollen.

Lassen Sie mich zunächst die Stützpfeiler - Verantwortung, Pflicht, Treue - näher definieren.

Eine Verantwortung eingehen heißt, für jemanden da zu sein, für das Tun und Handeln des Partners bewusst miteinzustehen. Die Verantwortung in der Ehe bedeutet von nun an aber nicht, dass die eigene “Selbstverantwortung “ konkludent an den Partner übergeht. Bewahren Sie Ihre eigene Persönlichkeit in der Ehe und machen Sie diese zum Bestandteil Ihrer Partnerschaft.

Ehe bedeutet aber auch Pflichten zu übernehmen. Die Pflicht vielleicht gegenüber dem Partner, in allen Dingen des Lebens für Ihn zu sorgen, ihn in Krankheit auch zu versorgen und ihm ein Partner mit Rat und tat zu sein. Diese Pflicht sollte in vertretbaren Dosen verordnet werden. Bildlich orientieren wir uns hierbei am Gärtner, der seine Blumen pflegt und hegt, düngt und gießt und das Maß an Zuwendung fürsorglich bestimmt. Ein zu starkes in die Pflicht nehmen, fordert den Umkehreffekt nahezu heraus. Ebner-Eschenbach definiert die Pflicht so: “Tue deine Pflicht so lange, bis sie deine Freude wird”. Selbstverständlich sind nicht alle Pflichten der freudigen Natur zuzuordnen. Doch bemühen und versuchen Sie sich daran und finden Sie ein gesundes Maß an der Selbsterfahrung. Die Partnerschaft wird dann fruchtbarer, akzeptabler und ertragreicher sein.

Als letztes Element möchte ich noch die Treue ansprechen. Treue in der Liebe. Herder stellt fest: “der Liebe ist treu sein die schönste Pflicht”. Treue heißt, in allen Dingen des Lebens mit dem Partner mit offenen Ohren und Herzen zu begegnen, Entscheidungen des gemeinsamen Lebensweges vorzubereiten und im Grunde seiner Persönlichkeitsstruktur immer offen zueinander zu sein, offen miteinander zu reden und offen aufeinander zuzugehen.

 
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