logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (687)

Sehr verehrtes Brautpaar, geschätzte Trauzeugen, liebe Hochzeitsgäste!

Ich begrüße Sie sehr herzlich hier beim Standesamt in ...........
Ihr, liebes Brautpaar, wollt geloben, daß Ihr in Zukunft ein Ehepaar sein wollt, mit allen Konsequenzen, mit allen Schönheiten dieses Zusammenseins.
Einer der bedeutendsten Augenblicke im Leben eines jungen Menschen ist jener, an dem er einem anderen seine Liebe und Zuneigung gesteht, jener wo er sich mit einem anderen verbindet, um eine Familie zu gründen.
Dieses Ereignis ist von so weittragender Bedeutung, daß selbst der Staat als Hüter unserer Gemeinschaft der Ehe seinen Schutz angedeihen läßt.

Lieber ........, liebe ....!

Schon lange besteht Eure Freundschaft. Ihr kennt Euch von Kindheit an und seid in der Dorfgemeinschaft aufgewachsen.
Es ist einer auf den anderen aufmerksam geworden und so hat sich Eure Bindung entwickelt. Ihr habt bis zum heutigen Tag auf Grund Eurer gegenseitigen Zuneigung und Liebe eine schöne Zeit verbracht. Gemeinsam habt Ihr bereits Euer Heim, ein schönes Haus in ...... geschaffen.
Ihr seid davon überzeugt, daß Ihr den richtigen Partner für Euer gemeinsames Leben gefunden habt.

Euer Hochzeitstag ist ein besonderer Freudentag, den Ihr mit Eurer Familie feiern werdet.
Aber Euer Hochzeitstag ist auch ein ungemein ernster Tag, weil er Eure Zukunft bestimmt.
Ihr gebt einander das Versprechen, miteinander durchs Leben zu gehen.
Aus dem ICH soll nun ein WIR werden. Um es mit dem Dichter Grillparzer auszudrücken: Es ist schön für andere zu leben.
Liegt darin nicht das ganze Geheimnis der Ehe verborgen, das herzliche Wollen zum gemeinsamen Schaffen und schließlich zum gemeinsamen Glück?

Nicht geschriebene Gesetze und Ordnungen sind es, die das Glück einer Ehe ausmachen, sondern Liebe und Treue, Achtung und Vertrauen sind die festen Stützen einer echten Ehegemeinschaft. Und in solch einer Ehe wächst auch jene Kraft, die notwendig ist, wenn einmal nicht alles nach Plan läuft und das eine oder andere Problem zu bewältigen sind.

Ihr übernehmt mit Eurem JA-Wort nun die Verantwortung füreinander, aber auch die Verantwort der Gesellschaft gegenüber, nämlich Vorbild zu sein und hilfreichen Beistand allen jenen zu leisten, die ihn brauchen.

Wenn Euch ein Kind Vater und Mutter nennt, ist es eine wichtige Aufgabe, es zu einem vollwertigen Mitglied unserer Gesellschaft zu erziehen, so wie es Eure Eltern an Euch getan haben. Schenkt Euren Kindern Liebe und Geborgenheit und vor allem Zeit, und sie werden Euch ein Leben lang dafür danken.

Wenn in der Ehe der Alltag einkehrt, gibt es nicht immer Sonnenschein. Auch in einer guten Ehe gibt es Mißverständnisse und Meinungsverschiedenheiten. Sie werden sich auch bei Euch nicht ganz vermeiden lassen. Aber mit Geduld, guten Willen auf beiden Seiten und etwas Verständnis füreinander werdet Ihr immer wieder den gemeinsamen Weg finden. Wenn es zu einer gegenseitigen Verstimmung kommt, versucht diese noch am gleichen Tag durch ein versöhnendes Wort oder durch ein Zeichen der Liebe zu beenden. Denn es sind verlorene Stunden Eures Lebens, in denen Ihr nicht gut miteinander seid.

Lieber ...., liebe .........

Ich stelle jetzt an Euch eine kleine, aber doch so bedeutende Frage, eine Frage die Euer ganzes zukünftiges Leben einschließt, eine Frage, die Ihr mit den Lippen beantworten, aber mit dem Herzen und dem guten Willen zum gemeinsamen Leben wahr machen müßt.
Deshalb ersuche ich Euch nun aufzustehen.

Ich frage nun Dich, lieber Bräutigam Herr ........ bist Du gewillt, mit der hier anwesenden Frau ......... die Ehe zu schließen, so antworte „JA“.
Und nun frage ich Dich, liebe Braut Frau ........., bist auch Du gewillt mit dem hier anwesenden Herrn ........., die Ehe einzugehen, dann antworte auch Du mit „JA“.

Mit diesem gegenseitigen „JA“ habt Ihr vor Euren Zeugen und Euren Festgästen ein schönes, aber auch verantwortliches Gelöbnis über Euer zukünftiges Leben abgelegt.
Ihr habt nun die Ehe nach den Vorschriften des Gesetzes geschlossen. Es ist mir eine Freude, aussprechen zu können, daß Ihr nunmehr RECHTMÄSSIG VERBUNDENE EHELEUTE seid.

Zum sichtbaren Zeichen Eurer dauernden Verbindung überreiche ich Euch Eure Eheringe und bitte Euch, sie sich gegenseitig anzustecken.
Die Ringe sind Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue.
Sie haben keinen Anfang und kein Ende und können ohne Gewalt nicht getrennt werden. Und so soll es auch in Eurer Ehe sein.

Zum jederzeitigen Beweis dieses bedeutungsvollen Beginns eines neuen Lebensabschnittes wurde der Eintrag im Ehebuch beim Standesamt .......vorbereitet:
Ich darf diesen nun (auszugsweise) vorlesen ....

Ihr habt den Familiennamen des Mannes als gemeinsamen Familiennamen bestimmt. Ihr führt ab heute den gemeinsamen Familiennamen „............“.

Ich darf nun das Brautpaar und die Trauzeugen bitten, nacheinander zu mir zu kommen und unter diesen Heiratseintrag die Unterschrift zu setzen.

Bräutigam Braut Trauzeuge Bräutigam Trauzeuge Braut

Liebes Brautpaar!

Ihr habt nun die Ehe geschlossen. Ich persönlich finde den Begriff „schließen im Zusammenhang mit der Ehe gar nicht so passend. Das klingt so nach „abgeschlossen“, „fertig“, „da braucht man nichts mehr dazu beitragen!“ Ihr beide wißt es sicher besser, und vor allem all jene, die heute mitgekommen sind und selbst verheiratet sind, werden das bestätigen können:
Nämlich, es ist genau umgekehrt! Man muß ständig an der Partnerschaft arbeiten und immer etwas dazu beitragen!
Deshalb meine ich, daß Ihr heute Eure Ehe „ERÖFFNET“ habt.
Ich wünsche Euch daher abschließend , daß Ihr auch in späteren Jahren Eure Ehe täglich von neuem, so wie heute, mit Liebe eröffnet.

Nochmals herzlichen Glückwunsch. (Gratulieren )

Abschließend überreiche ich Euch Eure Heiratsurkunde .



 
zurück zur Übersicht