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TRAUUNGSREDEN
 

Trauungsrede: (692)

Liebes Brautpaar!
Verehrte Trauzeugen und Hochzeitsgäste!

Mein Name ist ... und ich darf Sie alle hier im Standesamt ... recht herzlich willkommen heißen.

Einen besonderen Gruß möchte ich allerdings an das Brautpaar richten.

Heute ist für alle Anwesenden ein besonderer Tag, denn eine Eheschließung ist nicht alltägliches, sondern sie ist etwas zum Feiern und alle tragen dazu bei, dass eine festliche und fröhliche Stimmung herrscht.

Liebe Frau ...! Lieber Herr ...!

Ein bedeutender Schritt führt Sie heute zum Standesamt, um im Kreise Ihrer Eltern, Verwandten, Bekannten und Freunde den Bund der Ehe zu schließen.


Heute schenken Sie sich vor versammelter Hochzeitsgesellschaft das JA-Wort.
Ein JA für einen gemeinsamen künftigen Weg, für eine gemeinsame Zukunft. Mit diesem JA schließen Sie allerdings auch einen Vertrag – den Bund fürs Leben – der Sie auch verpflichten sollte, von nun an die Wege gemeinsam zu gehen.

Am Anfang einer Beziehung spielt die Faszination eine wichtige Rolle. Der andere ist einem besonders aufgefallen. Vielleicht waren es die Augen, die so ein ganz bestimmtes Lächeln ausstrahlten. Vielleicht war es die Stimme, die gleich zu Anfang so vertraut klang. Oder es waren alle Details zusammen, die dem anderen so eine anziehende Ausstrahlung gaben.

Jedenfalls wurde die Neugierde geweckt, den anderen kennen zu lernen. Sie entdeckten schließlich einander: Ihre Eigenschaften, Vorlieben und Hobbys. Daraufhin konnten Sie feststellen, wir passen zueinander, wir wollen zusammenbleiben, für unsere Partnerschaft lohnt es sich Zeit zu investieren.

Aus der anfänglichen Faszination ist Zuneigung, ja Liebe gewachsen. Sie wissen, dass Sie sich aufeinander verlassen können, jeder für den anderen da ist, wenn er ihn braucht.

Schöne Erlebnisse haben Sie zusammengeschmiedet und Sie wissen, dass Sie sich aufeinander verlassen können. Und die Liebe zueinander hat nun Ihren Entschluss bewirkt zu heiraten.
In Ihren Herzen haben Sie wohl schon früher zueinander JA gesagt, Ja gesagt, einen gemeinsamen Lebensweg zu gehen. Und nun wird’s heute auch ganz offiziell.


Sie sind nun schon einige Zeit zusammen und Sie wissen, dass es nicht immer nur Glück, Zufriedenheit und Harmonie geben kann.

Es sind nicht die großen Taten, die Sie fürs Leben zusammenschweißen, sondern mehr die unscheinbaren Gesten:

In einem Gedicht von Wiebke Herich kommt das auch zum Ausdruck:

Nur einen Augenblick Zeit haben
Für ein Gespräch
Für einen Händedruck
Für ein Lächeln

Nur einen Augenblick Zeit haben
Für den anderen
Für seine Gedanken
Für seine Ängste
Für seine Freude.

Diese kleinen Augenblicke Zeit halten Ihre Beziehung immer lebendig, lassen die Faszination füreinander bis ins hohe Alter überdauern.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie alles, was Ihnen im Leben widerfährt, gemeinsam bewältigen und dass es viele Stunden des Glücks gibt, die Sie gemeinsam genießen können.

Liebes Brautpaar!

Sie haben hier auch zwei wunderschöne Ringe mitgebracht, die Sie sich gleich gegenseitig anstecken werden. Der Ring ist ein altes Symbol für die Liebe und Partnerschaft. Er ist Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue. Er hat keinen Anfang und kein Ende. Und so soll auch Ihre Ehe sein.

Es gibt hier ein Gedicht von Rudolf Weiß, das den Titel trägt:

Gedanken beim Betrachten einen Eheringes:

Manchmal ringen miteinander
Manchmal ge-ring-schätzen
Manchmal um den Finger wickeln
Niemals aber einander ein Ende finden.

All jene, die heute mitgekommen sind und verheiratet sind, werden dies bestätigen können, dass mit diesen Zeilen das Wesen der Ehe sehr realistisch und umfassend beschrieben wird.

Liebe Frau ..., lieber Herr ...!

Ich wünsche Ihnen wirklich alles Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit für Ihre Zukunft, dass sie so werde, wie Sie es sich in Ihren Wünschen vorstellen und dass Ihre Zeiten des „ringens“ sehr selten vorkommen werden.

Denken Sie daran, dass es verlorene Stunden in Ihrem Leben sind, wenn Liebe, Friede und Vertrauen in Ihrer Ehe fehlen.

Nach diesen Worten kommen wir nun zum eigentl. Akt der Eheschließung, zum sogen. Konsensgespräch. Ich darf das Brautpaar bitten nun aufzustehen.

MUSIK

Frage an den Bräutigam:

...ist es Ihr freier und ungezwungene Wille mit Ihrer hier anwesenden Braut – ... – die Ehe einzugehen, dann antworten Sie bitte mit JA

..., ist es Ihr freier und ungezwungene Wille mit Ihrem hier anwesenden Bräutigam –...– die Ehe einzugehen, dann antworten Sie bitte auch mit JA

Nachdem Sie nun meine Frage mit einem deutlichen JA beantwortet und dadurch den Willen zur Ehe bekundet habt, erkläre ich diese Ehe für geschlossen.

Reichen Sie nun einander die Ringe als Zeichen Ihrer Verbundenheit und als Symbol ewiger Treue.

Küssen

Unterschreiben

Musik aus

Vorlesen






Es freut mich ganz besonders, Ihnen nun die herzlichsten Glückwünsche aussprechen zu dürfen. Wie diese Eheschließung ein großes Ereignis in Ihrem Leben ist, so soll es eines der schönsten in eurem ganzen Leben sein und ihr sollt oft und gerne an diesen Tag denken.

In einem Gedicht von Rudolf Weiß heißt es:

Es wäre dumm ein Herz und eine Seele zu werden, wenn wir miteinander doch zwei von jedem haben können.

Ich wünsche Ihnen:
Werden Sie zwei Herzen und zwei Seelen in einer glücklichen Ehe!

In diesem Sinne möchte ich mich für die Aufmerksamkeit bedanken, allen noch einen schönen Tag, eine lustige Hochzeitsfeier wünschen
 
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