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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (695)

Liebes Brautpaar !
Es freut mich sehr, dass Sie beide sich entschlossen haben hier in die Ehe zu schließen und ich werde mich bemühen, als eigentlich ahnungslose unverheiratete Standesbeamtin Sie mit ein paar Gedanken sanft in Ihre Ehe zu führen.
Bei der Vorbereitung auf eine Trauung ist es nicht immer leicht das Passende zu finden, da man nicht immer so genau weiß, was sich das Brautpaar vorstellt.
Beginnen möchte ich daher die heutige Trauung mit einem Gedicht, das die Grundlage für Ihre Ehe werden sollte:

Ich kann dich nur lieben,
nicht haben, nicht fassen
ich kann dich nur lieben
und dich du sein lassen.
Ich kann dich nur lieben,
nicht formen nicht biegen
ich kann dich nur lieben
und still bei dir liegen.
Ich kann dich nur lieben,
nicht halten, nicht binden,
kann ich doch nur liebend
im Lassen dich finden.
Versuchen Sie die Gedanken dieses Gedichtes zu leben und Sie werden sicher das Erreichen, was Sie sich von Ihrer Verbindung erhoffen.
Vor einiger Zeit haben Sie sich entschlossen, den sogenannten Bund fürs Leben zu schließen. Mit diesem Bund fürs Leben schließen Sie den innigsten Bund, den zwei Menschen miteinander schließen können, oder so wie Goethe sagt:
Eine Eheschließung ist eigentlich nichts anderes als einen Ring anzufügen, an des Daseins unendliche Kette.
Diese unendliche Kette findet Ihren Anfang mit dem Kennenlernen, der ersten Verliebtheit.
Mit der heutigen Eheschließung fügen Sie dieser Kette einen ganz bedeutenden Ring an.
Sie sagen heute bewußt JA zueinander, d.h. Sie erklären sich bereit, den Partner so anzunehmen wie er ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen, aber auch mit seinen Talenten und Stärken.
Der heutige Tag führt aber nicht nur rechtlich an einen bedeutsamen Wendepunkt in Ihrem Leben - nach außen hin wird sich, bis auf die Änderung des Familiennamens nicht sehr viel verändern und für andere erkennbar werden.
Sie haben in der bisher gemeinsam verbrachten Zeit Gelegenheit gehabt, die Vorzüge, aber auch die kleineren und größeren Schwächen des Partners kennenzulernen, haben Meinungsverschiedenheiten ausgetragen und sich wieder versöhnt. Sie haben somit bereits vieles genossen, was zum Wesen einer Ehe gehört.
D.h. Sie sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Sie zueinander sagen können - i mog die so wie du bist - oder um es schöner auszudrücken - ich liebe dich so wie du bist.
Am Anfang meiner Rede habe ich vom Bund fürs Leben gesprochen und dieser Bund fürs Leben wird in der Regel mit dem kleinen unscheinbaren Wörtchen JA geschlossen.
Und um Ihnen dieses JA-Wort zu entlocken, darf ich nun das Brautpaar und die Trauzeugen sich bitten zu erheben.

Ich frage nun Sie, Herr.............................



Da Sie beide meine Frage mit JA beantwortet haben, haben Sie nun die Ehe nach den Vorschriften des Gesetztes geschlossen - Sie sind Mann und Frau geworden.

Ihre heutige Eheschließung ist im Ehebuch eingetragen worden. Ich verlese nun die Urkunde und darf danach das Ehepaar und die Trauzeugen bitten Sie mir zu unterschreiben.

Mit dem heutigen Tag beginnt für Sie beide ein neuer Lebensabschnitt und so oft bei so großen Ereignissen wird einem viel Gutes, viel Neues prophezeit. In Zukunft soll alles noch viel besser, noch viel schöner werden. Doch sollten Sie den heutigen Tag nicht nur zum Anlass nehmen um nach vorne zu schauen, sondern sich auch zu besinnen auf das Gewesene und das Gute daraus für die Zukunft zu bewahren.

Da ich nun am Ende der standesamtlichen Trauung angelangt bin, darf ich Ihnen zur heutigen Eheschließung recht herzlich gratulieren und wünsche Ihnen für Ihren zukünftigen gemeinsamen Lebensweg alles erdenklich Liebe und Gute.

 
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