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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (700)

• Begrüßung:
Ich möchte Sie alle zur standesamtlichen Eheschließung sehr herzlich willkommen heißen. Besonders begrüßen möchte ich als Braut Frau XXXXXXXX und als Bräutigam Herrn XXXX, ebenso die beiden Trauzeugen, Frau XXXXX und Herrn XXXXXX.

• Einleitende Worte:
Wertes Brautpaar, Ihr seit heute hierher gekommen, um nach den Buchstaben des Gesetzes die Ehe zu schließen.

• Ansprache:
Doch bevor es so weit ist, möchte ich noch kurz ein paar Worte an Euch richten. Ich bin mir sicher, dass Ihr, so wie auch alle anderen Ehepaare, die hier ihren Bund fürs Leben schlossen, bereits Erfahrungen auf Euren Lebensweg gesammelt habt, sowohl positive als auch negative. Und ich bin mir auch sicher, dass ich Euch Punkto Liebe, Partnerschaft und Treue nichts wirklich Neues erzählen kann. Nichts desto trotz, möchte ich Euch einen Spruch vorlesen, einen Spruch, wo ich glaube, dass er für jede Partnerschaft von Bedeutung ist. Er lautet wie folgt:

„Das gefährlichste Ehejahr in der Ehe ist das erste. Dann kommt das zweite, das dritte, das vierte, das fünfte ...

Obwohl dieser Spruch sicherlich nicht aus der Feder eines berühmten Dichters stammt, so wird er doch gerne verwendet. Der Grund dafür dürfte wohl in der inneren Aussage liegen. Wie läuft es denn leider bei vielen Ehen? Zuerst das perfekte Glück, und natürlich das Versprechen, einander glücklich machen zu wollen.

Doch wie sieht es oft schon nach nur einigen Jahren aus ? Der Alltag hat das Ehepaar eingeholt und aus dem Versprechen ist eine lästige Pflichtübung geworden. Aber warum sollte man sich jetzt auch noch so um den Partner kümmern? Die sogenannten „gefährlichen“ Jahre sind ja schon vorbei und der Partner ist ja sowieso hier.

Und dies will uns hier dieser Spruch veranschaulichen. NICHT irgend ein gewisser Zeitabschnitt ist mehr oder weniger „gefährlich“ – ALLE Ehejahre sind gleich „gefährlich“ – oder viel besser ausgedrückt „gleich wichtig“.

Wertes Brautpaar, das anfängliche Bemühen, einander glücklich machen zu wollen, muss auch später vorhanden sein. Dieses „JA – Ich will“, was Ihr in ein paar Minuten sprechen werdet, müsst Ihr nicht nur heute, sondern von nun an jeden Tag innerlich neu sprechen. Denn nur wer es versteht, den Partner immer so zu lieben, zu achten und zu schätzen, wie am Anfang der Beziehung, nur dem wird ein perfektes Glück ein ständiger Begleiter sein.

Nach diesem Denkanstoß darf ich Euch nun bitten, zur Abgabe der Erklärungen aufzustehen.
Ich konnte feststellen, dass Ihr alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt haben. Deshalb .....

• Eheschließungsformel:
... frage ich Dich, Herr XXXX, willst Du aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Frau XXXXX eingehen, dann antworte mit „JA“:
Ich frage auch Dich, Frau XXXXX, willst Du aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Herrn XXXXX eingehen, dann antworte mit „JA“.

Nachdem Ihr nun vor Euren Zeugen und ohne Vorbehalt erklärt haben, dass Sie die Ehe miteinander eingehen wollen, ist Euer Ehebund geschlossen. Mir, als Euren Standesbeamten, obliegt es nun auszusprechen, dass Ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seit.

• Ringwechsel:
Zum äußeren Zeichen Eurer Verbundenheit, wollt Ihr bitte nun die Ringe wechseln.

• Setzen Brautpaar und Standesbeamter:
Ihr dürft Euch jetzt wieder setzen.
Zum jederzeitigen Beweis dieses bedeutungsvollen Beginns eines neuen Lebensabschnittes wurde Euer gegenseitiges Gelöbnis in das Ehebuch eingetragen, welchen Eintrag ich Ihnen nunmehr vorlesen werde. Herr .....

• Nach der Verlesung:
Ich bitte nun das neuvermählte Paar und die Zeugen, Ihre Unterschriften unter diesen Eintrag zu setzen.

• Nach der Unterfertigung:
Mit Eurer Unterschrift, Herr und Frau XXXXXX, habt Ihr nun Eure Ehe standesgemäß beurkundet. Am Ende der Trauung wünsche ich Euch herzlich, dass mit dieser Stunde eine wirklich gute Ehe nun beginne, Ihr einander immer so wie heute lieben, Euch dieser Tag durchs ganze Leben bis zum späten Lebensabend als der schönste im Gedächtnis bleibe und Sie Glück und Frieden in der Ehe findet, so wie Ihr es Euch ersehnt und erträumt.

Ich beende hiermit die Trauung, möchte mich bei Ihnen allen verabschieden und darf Ihnen noch einen schönen Tag und natürlich noch viel Spaß beim Feiern wünschen.
 
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