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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (701)

Liebe Frau ……, lieber Herr …….!
Ich habe die schöne Aufgabe, Euren Entschluss, Euch heute gegenseitig auch offiziell das Ja-Wort zu geben, amtlich zu besiegeln. Und ich freue mich dass ich diese Funktion vornehmen darf, noch dazu, wo Euere zwei Zeugen schon in den Startlöchern für dieselbe Aktion stehen.

Zum Thema Ehe formulierte der Dichter Ferstl für seine Frau Die Zeit, die wir einander schenken und geschenkt haben die wir uns füreinander nehmen und genommen haben die wir miteinander verbringen und verbracht haben sie verbindet uns untrennbar und verdichtet sich, langsam und sicher zu einer wunderbaren wertvollen Perlenkette unvergesslicher Augenblicke!
Daher sei unser JA ein Ja – und kein Vielleicht unser Nein ein Nein – und kein Eventuell unser Amen ein Amen – und kein Möglicherweise und unser Wort sei ein Wort, auf das wir bauen können.

Aus Liebe habt Ihr die Entscheidung getroffen, das Leben miteinander zu teilen. Ihr wisst, die Ehe ist mehr als eine Liebesbeziehung. Mit heutigen Gelöbnis setzt ihr einen ganz bewussten Schritt. Ihr bekennt euch auch RECHTLICH zur Verantwortung gegenüber dem Partner.

Ihr habt Euch schon seit einigen Jahren einen gemeinsam Haushalt eingerichtet, dabei zweifellos schon viele Erfahrungen gemacht, Ihr seid miteinander gewachsen und aneinander gereift. Und besonders mit Eurem Baby in Kürze habt Ihr bereits bewiesen, dass ihr zueinander steht.
Ich möchte aber ein paar Gedanken bringen, die mir persönlich für eine glückliche Ehegemeinschaft von großer Bedeutung scheinen.
Ihr „TRAUT“ Euch, um die Zukunft gemeinsam anzupacken.
Trauen ist vom Vertrauen abgewandelt.
Das Vertrauen ist das Klima, in der Euere Liebe immer weiter gedeihen kann.
Zu vertrauen heißt, das Gefühl zu haben, in der Gegenwart des anderen sicher zu sein, dass er uns im Moment der Angst, der Verletzlichkeit, der Schwäche oder aber auch der Freude und des Triumphs zur Seite steht.
Vertrauen ist eine Reaktion auf Taten, Worte und Verhaltensweisen, und Vertrauen ruft Vertrauen hervor.
Wie ein Kunstwerk wird die Schönheit einer Beziehung mit der Zeit und durch das Vertrauen erschaffen.
Ich wünsche Euch ein unerschütterliches Vertrauen zueinander und gegenseitiges Verständnis, um nicht nur in den großen Dingen, sondern vor allem bei den tausend lästigen kleinen Dingen des täglichen Lebens immer den Weg zum anderen zu finden.
Dann ist da noch – wie im Gedicht angesprochen - die Zeit: diese für alle offensichtlich immer knapper, immer wertvoller.
Annette und Christian - denkt auch in etlichen Jahren noch daran, Euch neben Euren Verpflichtungen bewusst Zeit füreinander zu schenken.
Zweisamkeit bedeutet niemals, die Zeit miteinander zu verbringen, weil man ja ohnehin zusammen wohnt, es geht darum, dass Ihr Euch gegenseitig Aufmerksamkeit schenkt.
Denn das ständige „in Kontakt“ bleiben bringt mehr als den Austausch von Informationen. Es gibt Euch die Möglichkeit, beiderseitig und regelmäßig Euere Zuneigung zum Ausdruck zu bringen, den Mut zum Ausdruck von Gefühlen - und die Zeit, sie auch zu formulieren.
Euch gegenseitig Zeit zu schenken bedeutet, Eueren Partner als etwas Besonderes zu behandeln, sich daran zu erinnern, dass Euere Zuneigung etwas ganz wertvolles und die Liebe etwas Lebendiges ist. Es wird Euch davor feien, den Partner als selbstverständlich hinzunehmen.
Zeit für Nähe schafft immer wieder Gelegenheiten für liebevolle Gesten, schöne Momente, romantische Stunden und erfüllte Jahre.
Es gibt –zig gute Ratschläge und Themen, wie es gelingt, Euere Ehe glücklich und erfüllt miteinander zu gestalten, wie ich aber meine, sind gerade das Bemühen Vertrauen zu pflegen und Zeit füreinander zu nehmen, gute Grundsteine.



Es folgt der offizielle Teil
 
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