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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (714)

Wo einst der Müller Korn zu Mehl gemahlen kann heute der Standesbeamte Brautpaare nach dem Ja-Wort fragen

und so darf ich Sie, Herr ... und Sie Frau ..., ihre Eltern und Gäste als Bürgermeisterin der Gemeinde ... und heute gleichzeitig , und für mich auch erstmalig ,als ihre Standesbeamtin auch im Namen der Pächter dieses altehrwürdigen Gebäudes auf das Herzlichste zu Ihrer Eheschließung in der Kulturmühle Bischheim begrüßen.

Liebes Brautpaar,

Ein bedeutsamer und feierlicher Anlass führt Sie heute hierher, denn Sie haben beschlossen, ab heute in der Gemeinschaft der Ehe Ihr Leben miteinander zu gestalten.
Damit vollendet sich nach außen hin, was Sie einander schon lange gelobt haben.

Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche verbinden Sie mit dem heutigen Tag.
Einige Erwartungen die Sie haben sind vorhersehbar und deshalb planbar.
Andere werden Ihnen unverhofft begegnen.
Gemeinsam können Sie alles meistern, was auf Sie zukommt.

Nutzen Sie den Augenblick und schauen Sie einmal zurück.
Zurück auf die Zeit, die bereits hinter Ihnen liegt, in der Sie sich kennen und lieben lernten und die Ihr Leben wesentlich veränderte.

Herder schrieb in seinem „Eid“:

Es ist immer ein Glück, wenn sich zwei Menschen finden und einander so gut verstehen, dass sie zusammenbleiben wollen, denn das Glück geliebt zu werden, ist das höchste Glück auf Erden.

An einem Tag wie heute ist es sicherlich wichtig nicht nur nach vorn sondern auch einmal zurückzublicken.
Zurück auf die Tage Ihrer Kindheit, die Sie wohlbehütet im Elternhaus verbringen konnten.
Denken Sie daran, wie viel Dank Sie all denen schulden, die dazu beigetragen haben Ihr Leben zu fördern, die einfach für Sie da waren und die Sie bis heute mit Rat und Tat begleiten.

Denken Sie auch daran, wie Sie durch Ihr gemeinsames Hobby, die Musik aufeinander aufmerksam wurden, wie Sie immer näher zueinander fanden, sich lieben und schätzen lernten und entdeckten wie schön Zweisamkeit sein kann.
Während unseres Gespräches erzählten Sie mir, das Sie die gemeinsame Freude an der Musik im Jahr 1999 zusammengeführt hat.

Trotzdem erschien Ihnen beiden die Wartezeit zwischen den Freitagen viel zu lang, deshalb war das Telefon sehr oft, um nicht zu sagen für Ihre Familien, zu oft in Beschlag genommen.
Somit musste ein eigener Telefonanschluss her.

Bald reichten aber die Telefonate nicht mehr aus und am 9.9.2005 hielten Sie ... um die Hand von ... bei Ihren Eltern an.
Das ist auch der Grund für Ihren gewählten Hochzeitsztermin.

Sie erzählten mir auch, das Sie Kraft für den Alltag aus Ihrer gemeinsamen Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen bei den Pfadfindern schöpfen.
Menschen wie Sie können sich an kleinen Dingen, die von anderen gar nicht bemerkt werden, erfreuen.
Da ist der Gesang eines kleinen Vogels, das muntere Sprudeln einer Quelle oder die bunte Blumenpracht einer Wiese. Auch aus diesem Grund möchte ich heute das Bild des Wassers aufgreifen, um das menschliche Leben zu beschreiben.

Auf unserem Planeten wäre ein Leben ohne Wasser undenkbar.
Das Wasser erfrischt uns, löscht den Durst, lässt die Pflanzen gedeihen und macht so unsere Erde grün.
Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Ohne Wasser wäre die Welt öde und leer.

Doch der Mensch kommt nicht allein mit Wasser und Nahrung aus.
Er braucht um glücklich zu sein die Liebe eines anderen Menschen.

Der liebende Mensch ist erfüllt von Lebensenergie, tatkräftig und voller Ideen.
Diese Lebensenergie ist gleich einer Wasserquelle, die immer neues Wasser hervorbringt.

Eine Quelle, ein kleines Rinnsal wird gespeist von anderen Wassern, von der Schneeschmelze oder den Regenschauern.
Ein kleiner Bach strebt auf einen Fluss zu, mit dem er sich verbindet und schließlich ins Meer mündet.
So bekommt das Wasser immer mehr Kraft und Macht.

So kann es auch mit Ihrer eigenen Lebensenergie sein.
Mit einem liebevollen Partner an Ihrer Seite erfahren Sie positive Gefühle, werden gestärkt und erfahren Zuspruch, wenn es gilt, Tiefen im Leben zu überwinden.

Wir alle wissen, wir haben nicht alles in der Hand, doch mit einem liebenden Partner an der Seite erfahren wir Verständnis und Geborgenheit.

Wie ein Rinnsal mit anderen Wassern gespeist wird, um nicht zu versiegen, so braucht eine Beziehung ebenfalls stets neue Kraft.
Sie kennen sich gut und wissen, was Ihre Beziehung belebt und stärkt, denn dadurch ist sie groß und fest geworden.




Von Wiebke Herich stammt das Zitat:

Eine Freundschaft beweist sich wenn sie wächst.
Sonst bleibt es eine Bekanntschaft.

Aus Ihrer Bekanntschaft ist Freundschaft, Liebe und schließlich nun eine feste partnerschaftliche Beziehung geworden.
Viel Kraft und Zuneigung strömt bei Ihnen zusammen.
Sie sind bereit, eine Ehe einzugehen, und damit einen festen Lebensbund zu schließen.
 
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