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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (60)
Liebes Brautpaar, verehrte Trauzeugen, sehr geehrte Hochzeitsgäste,

Ich darf Sie zunächst einmal herzlich im Trauzimmer des Standesamtes ... recht herzlich willkommen heißen.
Mein Name ist ...

Es ist für mich eine große Freude, Ihre Eheschließung hier vornehmen zu dürfen.

Lassen Sie mich vorab eines zum weiteren Verlauf erläutern.

(Hinweis fotografieren etc. Frage nach dem Ringtausch)

Sie, verehrte Frau ..., und Sie, geehrter Herr... sind heute freiwillig und ohne Zwang zu unserem Standesamt gekommen, um die Ehe zu schließen.

Es steht mir nicht zu, Ihnen Belehrungen über Rechte und Pflichten einer Ehe zu erteilen. Es liegt mir auch fern, Sie über die Sinnhaftigkeit der Ehe aufzuklären. Dies alles kann nur und darf nur durch Ihre persönliche und individuelle Bewertung erfolgen.

Lassen Sie mich lediglich ein paar gedanken zu diesem Thema \"Ehe\" aufgreifen.

Jeder Mensch hat irgendwo den Wunsch, seine ihm gegebenen Fähigkeiten und Kräfte so zu entfalten, um auf diese Weise zu einer Erfüllung seines Lebens zu kommen. Dies kann er meist nicht alleine leisten. Er braucht zu seinem Glück stets einen Partner.
Die intensivste Form einer menschlichen Beziehung ist da gegeben, wo sich eine Frau und ein Mann für ein ganzes Leben aneinander binden.

Man wünscht sich einen Partner, dem man vertrauen, auf den man sich verlassen kann. Der durchhält und zu einem hält in guten und in schlechten Tagen.

Man sucht nicht nur eine Partnerin oder einen Partner, der seine eigenen Vorteile sucht, sondern einen der sagt:\"
\"Es ist gut, dass es Dich gibt.
Ich will Dich so annehmen, wie Du bist, mit Deinen Vorzügen und mit Deinen Schwächen.
Ich will Dir Gutes.
Ich will, dass Du glücklich bist.
Ich will mit Dir mein Leben teilen.\"

Um diesen Wünschen und Vorstellungen gerecht zu werden, muss man sich die Frage stellen: \"Woher weiß ich denn, ob ich den richtigen Menschen gefunden habe, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will?\"

Und man muss Begriffe definieren: Vertrauen, Toleranz, Achtung, Treue und vor allem Liebe.
Diese Begriffe stellen die Grundpfeiler einer Ehe dar.
Vertrauen ist der Glaube und die Hingabe, dass alles richtig ist, was wir erleben.
Vertrauen ist Sicherheit ohne das Vorhandensein von Beweisen.

Darauf kann jeder Partner bauen.

Toleranz kennen wir als den zulässigen Spielraum, der Abweichungen von der Norm zulässt, ohne jedoch das gesamtwerk zu gefährden.

Toleranz heißt in der Ehe das Geltenlassen anderer Anschauungen. Das Schaffen von Spielräumen bei allem Respekt füreinander.

Toleranz ist nicht von Anfang an gegeben. Man muss sie erlernen und, da das Alltagsleben sie abfordert, sie erleben.

Tolerieren Sie ihren Partner mit all seine Ecken und Kanten, seinen kleinen liebenswerten Macken, Das Schnarchen, die falsch ausgedrückte Zahnpastatube, die lange Verweildauer im Bad.

Haben Sie Achtung vor ihm.

Was jedoch nie bedeuten darf, dass man alles gebeugt und widerspruchslos hinnehmen muss, was der Partner einem auflädt. Lernen und fetsigen Sie den Umgang miteinander.

Es ist wichtig, das gemeinsame Gespräch miteinander zu führen, ohne den anderen zu verletzen. Gleichwohl muss es möglich sein, Dinge anzusprechen, ohne gleich verletzt zu sein.

Nur der alltägliche Austausch hilft es einem Paar den Alltag gemeinsam zu bestehen.
Nur so kann man nach innen und nach außen dokumentieren: Wir gehören zusammen!!!

Aus diesem \"Wir-Gefühl\" erwächst eine Stärke, die es einem wesentlich leichter macht, den Problemen des Alltages zu begegnen.

Ich kann Sie nur bitten, dass miteinander reden in Ihrer Ehe nicht zu vergessen. Es darf nicht dazu kommen, dass Sprachlosigkeit eintritt.

Nur über Gemeinsamkeiten, bei denen die Individualität des Einzelnen nie verdrängt werden darf, wird das gemeinsame Erleben des täglichen Lebens leichter und erträglicher.

Genießen und nutzen Sie aber auch persönliche Freiräume, um ihren sehr persönlichen Interessen und Hobbies nachzugehen.

Besonders wenn man sich diese Freiräume erhält, hat man anschließend um so mehr Freude, wieder mit seinem Partner zusammen zu sein.

Es hängt von Ihnen ab, wie sich der weitere Weg Ihrer Ehe gestaltet. Ihr guter Wille, Ihre Rücksichtnahme, Ihre Bereitschaft zur Gemeinsamkeit werden die wesentlichen Faktoren Ihrer Beziehung sein.

Sie haben sich füreinander entschieden. Als Zeichen gemeinsamer Liebe und gemeinsamen Verständnisses.

Wenn Sie nach Abschluss derr Eheschließung gleich das Stammbuch erhalten werden und wenn Sie es später einmal durchblättern, finden Sie eine Liste von Ehejubiläen.

Streben Sie nach dem Maximum. Machen Sie es den Olympioniken nach.
Ich meine nicht\"Dabeisein ist alles,,..
Ich meine\"Streben Sie nach Silber, Gold oder noch mehr.

Ich hodde und wünsche Ihnen, dass Ihre Vorstellungen und Hoffnungen in Erfüllung gehen werden, vor allem, dass gesundheit und Glück Ihren gemeinsamen Weg begleiten werden.

Anschließend Abnehme des Ja-Wortes, ggfs. Ringtausch, Gratulation, Verabschiedung
 
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