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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (727)

Liebes Brautpaar, liebe anwesenden Trauzeugen und Hochzeitsgäste,

wir sind heute zu einem ganz besonderen Ereignis im Leben von Frau (Name der Braut) und Herrn (Name des Bräutigams) zusammengekommen und darum möchte ich Sie recht herzlich im Trauzimmer der Marktgemeinde (Name des Standesamtes) zur standesamtlichen Trauung begrüßen zu dürfen.

Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist (Name der Standesbeamtin) und ich bin Standesbeamtin im hiesigen Standesamt.

Liebe Frau (Name der Braut), lieber Herr (Name des Bräutigams),

heute ist für alle Anwesenden ein besonderer Tag, denn eine Eheschließung ist nichts Alltägliches. Sie ist die Erfüllung eines Lebenszieles, und sie ist etwas, was das Leben verändert. Ihre Beziehung bekommt nun vor der Gesellschaft und dem Gesetz die größtmögliche Verbindlichkeit.

Das kleine unscheinbare Wörtchen „Ja“ – heute ist es von ganz großer Bedeutung.

Mit diesem Wörtchen lässt sich gerade in der heutigen Zeit viel ausdrücken. Man erlebt immer wieder, dass dieses Wort für Zuneigung und Liebe steht.
Sie sagen bewusst „Ja“ zu Ihrem Partner, d.h. Sie erklären sich bereit, Ihren Partner so anzunehmen, wie er bzw. sie ist, mit allen seinen Fehlern und Schwächen, aber auch mit seinen Talenten und Stärken. Sie werden die Höhen und Tiefen im Leben gemeinsam erleben und durchstehen und auch den ganz normalen Alltag zusammen verbringen.

Sie sind schon seit einiger Zeit ein Pärchen und mit (Name des Kindes) zusammen eine kleine Familie.
In einer Familie wird es immer lebendig zugehen. Sie und der kleine (Name des Kindes) bringen etwas mit ein: Ihre Erfahrungen und Sorgen, Ihre Freude und Überzeugungen, Ihre Bereitschaft, auf die anderen einzugehen und für sie einzustehen. Eine Familie ist wie eine Welt im Kleinen, mit allen positiven und negativen Seiten, aber auch eine Welt, die allen Rückhalt gibt.
Seitdem Sie zusammen leben bis zum heutigen Tage, an dem Sie nun die Ehe miteinander eingehen, haben Sie schon einiges gemeinsam erreicht. An erster Stelle steht da natürlich der kleine (Name des Kindes). Er ist momentan der Mittelpunkt im Leben von Ihnen beiden. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt dem kleinen (Name des Kindes), damit er sich bei Ihnen sicher und geborgen fühlen kann. Sie sind zusammen wie eine Familie und dass Sie auch eine glückliche Familie sind, zeigt Ihren Wunsch zu heiraten und damit die schon bestehenden Familienstrukturen unter den Schutz des Gesetzes zu stellen.

Schon heute nach Ihrer Kennenlernphase können Sie von sich sagen, dass Sie Weggefährten und Partner geworden sind und ab heute nun auch ein Ehepaar.

Dies geschieht allein durch das kleine Wörtchen „Ja“. Nicht durch das Unterschreiben des Heiratseintrages entsteht die Ehe, sondern durch Ihr übereinstimmendes „Ja“, das Sie beide gleich vor mir aussprechen werden.

Dieses kleine Wörtchen „Ja“ schließt aber noch mehr ein.
„Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden“.

Keine leichte Aufgabe, eher eine große Herausforderung. Gemeinsam alt werden, bedeutet, dass noch eine sehr lange Partnerschaft vor Ihnen liegt.

Für eine gute Partnerschaft ist es wichtig, den anderen daran teilhaben zu lassen. Fragt man Paare, die schon sehr lange verheiratet sind, nach ihrem Patentrezept für eine dauerhafte Ehe, so sagen viele „Wir haben sehr viel miteinander geredet.“

D.h. sie haben den anderen teilhaben lassen am eigenen Leben. Man kann auch verschiedene Meinungen austauschen und so vom anderen lernen. Miteinander Reden kann viele Qualitäten haben, es hängt davon ab, wie man sich gegenseitig zuhört.

Gute Gespräche brauchen vor allem Zeit, gerade dann wenn schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen, Urlaubspläne oder große Zukunftsentscheidungen besprochen werden.

Zum Abschluss meiner kleinen Ansprache wünsche ich Ihnen, dass Sie stets füreinander Zeit finden für gute Gespräche über Kleinigkeiten, aber auch über große Dinge, die Sie bewegen.

Das waren ein paar Gedanken, die ich Ihnen an diesem wichtigen Tage als Ihre Standesbeamtin gerne mit auf den Weg geben wollte.
Um nun zur eigentlichen Trauungszeremonie zu kommen, möchte ich Sie bitten, sich von den Plätzen zu erheben.
 
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