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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (735)

Liebes Brautpaar! Verehrte Trauzeugen! Liebe Hochzeitsgäste!

Nach dieser musikalischen Einstimmung möchte ich euch zur standesamtlichen Trauung im Gemeindeamt … herzlich willkommen heißen. Ganz besonders freut es mich, dass ich heute eine liebe Kollegin trauen darf. Liebe …., lieber … heute ist der …… – euer Hochzeitstag, ein für euch sehr bedeutungsvoller und wie ich meine, sehr glücklicher Tag. Glück und glücklich sein, das sind ganz wichtige Dinge im Leben. Denn nur wer glücklich ist, dem geht es auch gut und der kann dieses Glücksgefühl dann auch an den anderen weitergeben. Glück zu erfahren wünschen wir uns alle. Mit dem richtigen Partner an der Seite ist es sicher leichter es zu finden. Über das Glück hat Jörg Zink ein Gedicht geschrieben, das ich euch nun vorlesen möchte: „Ich wünsche dir Glück! Was soll ich dir Besseres wünschen können? Es ist wichtig, dass du glücklich bist. Ein glücklicher Mensch ist schöner, er ist freundlicher, gütiger. Er ist einverstanden mit sich und seinem Geschick. Es geht mehr Frieden von ihm aus und mehr Weisheit. Es ist wichtig, dass wir glücklich sind. Aber wo sind die Quellen des Glückes? Das müsste man wissen. Denn es ist nicht leicht es zu finden, und manchmal sieht es anders aus, als wir es und ausmalen. Ich wünsche dir aber, dass du es findest.“ Um glücklich zu sein braucht man nicht viel, diejenigen die glücklich sind, müssen nicht immer das Schönste und Teuerste haben, sie versuchen aber aus dem was sie auf ihrem Weg finden, das Beste zu machen. Ihr habt euch gefunden, und es liegt nun an euch, das Beste daraus zu machen um gemeinsam glücklich zu sein. Gemeinsames Glück ist jedoch kein Dauerzustand, keine Garantie auf immer und ewig, sondern etwas Flüchtiges, das schon morgen vorbei sein kann. Tagtäglich muss es deshalb von euch gefestigt werden. Das kann auch schon einmal viel Kraft kosten. Aber das Schöne daran ist: Es lohnt sich immer! Das Rezept einer erfüllten Partnerschaft besteht aber auch aus Wertschätzung, Zärtlichkeit, gegenseitiger Unterstützung, Spaß, Humor und Offenheit. Überhaupt bin ich der Meinung, dass Lachen und Humor in der Partnerschaft eine wesentliche Rolle spielen. Man könnte sagen, der Humor funktioniert wie ein umgedrehtes Fernglas – mit Humor betrachtet sieht jedes Problem gleich viel kleiner aus. Und Charly Caplin hat schon gesagt: „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“ Achtsamkeit in der Partnerschaft heißt, das Positive betonen und darauf achten, dass das Negative nicht überhand nimmt. Und eines ist sicher: Ein ehrliches Kompliment tut immer gut! Gegenseitige Anerkennung ist wie Wasser und Dünger für eine Pflanze: Es bringt sie zum Blühen. Liebe …, lieber …., anfangs habe ich auch gesagt, dass heute ein sehr bedeutungsvoller Tag für euch ist. Ihr gebt euch heute das Eheversprechen und sagt JA zu einander. Das bedeutet, dass ihr den anderen annehmt so wie er ist, mehr noch, das bedeutet, dass ihr den anderen auch so wollt, wie er ist. Euer heutiges JA-Wort bedeutet auch, dass ihr eine große Verantwortung übernehmt. Ihr seid nun nicht mehr nur für euch selbst, sondern auch für den Partner verantwortlich. Verantwortung wird manchmal mit Last, Mühe und Pflicht gleichgesetzt, in eurem Fall heißt Verantwortung jedoch, einander vertrauen, einander helfen und respektieren. Verheiratet sein bedeutet auch, dass ihr für euer Leben einen Zeugen habt. Es gibt auf der Erde so viele Milliarden Menschen, wer kann da auf ein kleines Leben achten. Wenn man verheiratet ist, dann hat man jemanden der alles mit einem teilt. Die guten Dinge, die schlimmen Dinge und die normalen Alltagsdinge. Also einfach alles immer und jeden Tag. Mit einem Partner an der Seite verläuft euer Leben nicht ohne gesehen zu werden und ihr lebt nicht unbemerkt. Weil ihr einen Zeugen für euer Leben habt. Damit möchte ich jetzt zum gesetzlichen Teil eurer Eheschließung kommen. Die Ehe wird ja durch einen Vertrag gegründet, in welchem die Verlobten gesetzmäßig erklären, in unzertrennlicher Gemeinschaft zusammen leben zu wollen und sich gegenseitig Beistand zu leisten. Deshalb werde ich euch jetzt nacheinander fragen, ob es euer ernster und freier Wille ist, die Ehe miteinander einzugehen. Dazu bitte ich euch nun aufzustehen. - Musik Bundeshymne – Herr ….., ist es dein ernster und freier Wille, mit deiner Verlobten, Frau …, die Ehe einzugehen, Freud und Leid mit ihr zu teilen und ihr die Treue zu halten, dann antworte mit JA. Ebenso frage ich dich, Frau ……, ist es dein ernster und freier Wille, mit deinem Verlobten, Herrn …., die Ehe einzugehen, Freud und Leid mit ihm zu teilen und ihm die Treue zu halten, dann antworte ebenfalls mit JA. Aufgrund eurer vor mir und den beiden Trauzeugen ausgesprochenen JA-Wortes erkläre ich euch als Standesbeamtin der Gemeinde … für rechtmäßig verbundene Eheleute. - Ringwechsel – Zum äußeren Zeichen eurer Verbundenheit, bitte ich euch nun gegenseitig die Trauringe anzustecken. - Musik – Die Brautleute dürfen sich nun küssen! - Fotos – Die Brautleute und Hochzeitsgäste können sich nun wieder setzen. Zum öffentlichen Beweis, dass ihr heute geheiratet habt, habe ich euer gegenseitiges Gelöbnis ins Ehebuch des Standesamtes der Gemeinde....... eingetragen. Ich werde euch diesen Eintrag nun vorlesen und bitte dann zuerst den Ehemann, dann die Ehefrau und anschließend die Trauzeugen diesen zu unterschreiben. -………….. Als Standesbeamtin der Gemeinde ….. darf ich euch nun als Erste gratulieren. Ich wünsche euch, dass eure Ehe viele Momente des gemeinsamen Glückes hat und eure Hochzeit ein so glücklicher Tag ist, an den ihr euch immer wieder gerne zurückerinnert.

 
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