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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (748)

Liebes Brautpaar !
Sie treten heute vor den Standesbeamten, um vor dem Gesetz ein Bündnis zu schließen, das Bündnis der Ehe. Damit beginnt auch nach außen hin, was Sie sich einander wohl schon seit Längerem insgeheim gelobt haben, ein neuer Abschnitt in Ihrem Leben, tief einschneidend in Ihre gesamten Rechtsverhältnisse. Doch so bedeutungsvoll diese Stunde auch für Ihr weiteres Leben ist, - so werden in diesem Moment eben nur diese Rechtsverhältnisse geregelt, nicht aber auch Ihr nun gemeinsames Leben, Ihre Ehe im tieferen Sinne dieses Wortes. Diese zu formen, obliegt Ihnen ganz allein. Sie haben die Brautzeit wie man so sagt genutzt einander kennen zu lernen, waren bemüht Ihre Herzen aufeinander abzustimmen und haben gegenseitiges Verständnis gesucht und gefunden. Sie haben den Glauben und das Vertrauen, künftig gemeinsam Ihr Schicksal zu meistern. Dies ist sicher keine leichte Aufgabe. Wenn Ihre Ehe Bestand haben soll, und das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen so ist gegenseitige Rücksichtnahme, -Achtung, -Liebe und Treue unbedingte Voraussetzung. Liebe und Treue bilden die Grundpfeiler ehelicher Gemeinschaft. Wenn die Eheleute ihre Pflichten und Rechte hierauf gründen, wird ihnen ein harmonisches und glückliches Zusammenleben beschieden sein. Die Ehe verpflichtet aber auch zu gegenseitiger Hilfe im Kampfe des Lebens und gegen die Mühen und Sorgen des Alltags, die niemanden erspart bleiben. Sie gehen künftig einen gemeinsamen Weg, um miteinander die kleinen -- und die großen Aufgaben des Lebens zu lösen. Sie teilen Freud und Leid, die Tage der Sonne und die Tage schweren Schicksals, Ich hoffe und wünsche, dass Sie beide stets fest zusammenhalten, besonders wo wir alle wissen, wie wechselvoll das Leben, ganz besonders in der heutigen Zeit ist. Bedenken Sie immer: Einigkeit macht stark Unter diesem Leitsatz werden Sie viele, der in grauen Alltag auf Sie wartenden Klippen überwinden.
 
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