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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (752)

Liebes Brautpaar, sehr geehrte Gäste, ich begrüße Sie ganz herzlich hier im Standesamt. Bevor ich zum eigentlichen Teil der Eheschließung komme, möchte ich ein paar persönliche Worte an Sie richten. Auf unserem wunderbaren Planeten, der Erde, gibt es unzählige Bäume, Sträucher, Seen, Berge und Wege. Sie, liebes Brautpaar trafen auf Ihren unterschiedlichen Lebenswegen eines Tages aufeinander. War es Schicksal – Vorbestimmung – ein Zufall – ein Glücksfall? Ihre Pfade kreuzten sich. Sie blieben stehen, erkannten, dass Ihre Wege von nun an in dieselbe Richtung führen werden. Vielleicht empfinden Sie jetzt Ihren Weg als einen breiten, der einfach zu gehen ist, mit schönen Blumen am Wegrand, Frühlingsdüften, Vogelgezwitscher, Sonnenschein – ein Weg ins Glück, auf dem Sie harmonisch Hand in Hand nebeneinander wandern. Liebes Brautpaar, ich wünsche Ihnen heute, dass Ihr Weg weiterhin so harmonisch verläuft, doch vergessen Sie nicht, dass auch Hindernisse, Felsstürze, Baumstämme, Sturzbäche auftauchen können und so manchen Weg schwierig, rutschig, gefährlich werden lassen. Manchmal werden Sie nicht nebeneinanderher gehen können oder Sie müssen einen neuen Weg finden, um einem Hindernis auszuweichen. Mitunter sind Umwege nötig, die Geduld, Mut und viel Lebenskraft erfordern. Wie stolz kann man sein, wenn man gemeinsam unwegsames Gelände überwunden hat, das sorgfältiges und behutsames Gehen erfordert hat. Wie schätzt man es dann wieder, einen breiten, gut gepflasterten Weg vor sich zu haben, auf dem man wieder Hand in Hand nebeneinander weiterwandern kann! Liebes Brautpaar, ich freue mich, dass Sie die gleiche Richtung gewählt haben. Wandern Sie weiter gemeinsam mit viel Zuversicht, Optimismus, einer guten Portion Vertrauen und Humor im Rucksack. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die verschlungenen, engen Trampelpfade wie auch so manche Durststrecke im Leben Seite an Seite meistern und dabei den Blick für die Schönheiten am Wegesrand nicht verlieren.

 
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