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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (767)

Alles GLÜCK der EHE besteht im gegenseitigen VERTRAUEN und in gegenseitiger ZUVORKOMMENHEIT. Die tolle LIEBE ist bald dahin - man muß einander a c h t e n und eines muß dem anderen d i e n e n , man muß wahre FREUNDSCHAFT für einander empfinden, um in einer EHE g l ü c k l i c h zu leben. Mit diesem ZITAT unserer wohl unvergessenen Kaiserin Maria Theresia darf ich Sie heute hier am STANDESAMT in BALDRAMSDORF sehr herzlich willkommen heißen. Verehrte HOCHZEITSGÄSTE, Liebe ELTERN, werte ZEUGEN, verehrtes BRAUTPAAR, liebe XXX, lieber XXX! Nach reiflicher ÜBERLEGUNG habt IHR EUCH entschlossen, die Ehe miteinander einzugehen und den BUND fürs LEBEN heute am STANDESAMT in BALDRAMSDORF zu schließen. Ein glückliches Eheleben beruht wohl auf der unbedingten HOCHACHTUNG und vor allem RÜCKSICHTNAHME zueinander. Ich möchte EUCH als Standesbeamter keine Belehrungen über Sinn und Zweck des gemeinsamen Ehelebens erteilen, einige GEDANKEN erscheinen mir aber sehr wichtig und daher auch nennenswert. Durch die Eheschließung legt IHR nun heute das SCHICKSAL von beiden zu einem GEMEINSAMEN, somit wird das Schicksal des einen, wohl das des anderen werden. Kein Tag, kein Ereignis im menschlichen Leben ist für EUCH mit so viel LIEBE umgeben, als der h e u t i g e und verpflichtet EUCH wohl, diesen BUND täglich neu zu schließen, täglich neu zu beginnen, mit der selben HERZLICHKEIT, wie h e u t e . VERTRAUEN heißt das Wort, auf dem IHR EURE GEMEINSCHAFT baut, und LIEBE ist das KLEID, mit dem Ihr sie umgeben wollt. Wie wenig hat eigentlich schon die heutige Zeit dafür übrig, was wir uns oft so sehnlich wünschen: GÜTE, GUT des HERZENS! Nämlich, die FAMILIE ist es, die uns nottut, sie tut mehr not als alles, das begehrenswert erscheint! Die FAMILIE ist die natürlichste, festeste und innigste GEMEINSCHAFT unseres Staates. Aus ihr, wenn sie gut ist, geht die höchste Würde des menschlichen Geschlechtes hervor! Die Eheschließung wird in der Weise erfolgen, daß IHR in Anwesenheit zweier ZEUGEN hier feierlich erklären werdet, daß es EUER ernster und freier WILLE ist, die EHE miteinander zu schließen. Mit dem wohl kurzen Wörtchen „JA“, mit dem IHR EUREN Willen kundtun werdet, schließt IHR einen Abschnitt IHRES Lebens ab und treten in einen neuen, bedeutsameren - aber sicherlich auch pflichtreicheren Abschnitt ein. Mit der Eheschließung erwirbt IHR heute nicht nur RECHTE - sondern IHR übernehmt auch ernste PFLICHTEN. FREUD - aber vielleicht manchmal wohl auch LEID wird EUCH auf diesem Wege begegnen, beides aber sollt IHR g e m e i n s a m t r a g e n ! Eine schwierige, aber vielleicht wohl auch die schönste Aufgabe wird es sein, sich gemeinsam der ERZIEHUNG Eurer Kinder XXX und XXX zu widmen. Ich bin der festen ÜBERZEUGUNG, daß DU, sehr verehrter Herr BRÄUTIGAM, lieber XXXX , ein guter und sorgender Ehegatte sein wirst und DU, verehrte BRAUT, liebe XXX , es sicherlich verstehen wirst, Euer gemeinsames Leben angenehm zu gestalten. Ich werde nun an EUCH die im Gesetze vorgeschriebenen FRAGEN einzeln und nacheinander richten, ob IHR die EHE miteinander eingehen wollt und bitte alle Anwesenden, sich von den Sitzen zu erheben: Ich richte an DICH, sehr verehrter Herr BRÄUTIGAM, lieber XX , die FRAGE: Ist es DEIN freier und ernster WILLE, die EHE mit Frau XX eingehen zu wollen? Ich richte an DICH, sehr verehrte BRAUT, liebe XX , die FRAGE: Ist es DEIN freier und ernster WILLE, die EHE mit Herrn XX eingehen zu wollen? R I N G W E C H S E L : Zum sichtbaren Zeichen EURER dauernden Verbindung überreiche ich diese RINGE und bitte, sie sich gegenseitig anzustecken. NICHT ANFANG hat noch ENDE der RING - ER ist wie EWIGKEIT und trägt in seinem goldnen KLEID den ANFANG und das ENDE! Nachdem IHR in Anwesenheit zweier ZEUGEN meine Fragen bejaht habt, spreche ich im Namen der REPUBLIK ÖSTERREICH aus, daß IHR nunmehr rechtmäßig verbundene EHELEUTE seid. EUER herzliches VERSPRECHEN, nunmehr in einer EHEGEMEINSCHAFT leben zu wollen, wurde im EHEBUCHE des Standesamtes BALDRAMSDORF beurkundet; die URKUNDEN, die darüber errichtet wurden, werde ich jetzt vorlesen und EUCH und darnach die ZEUGEN bitten, zu unterfertigen. Verehrtes EHEPAAR! IHR sind nun rechtmäßig verbundene EHELEUTE geworden; damit hat für EUCH ein neuer LEBENSABSCHNITT begonnen. Zu diesem neuen und schönen ANFANG werden EUCH heute viele GLÜCK wünschen; ich möchte EUCH als EUER STANDESBEAMTER für EURE gemeinsame Zukunft, für EUER gemeinsames ZUSAMMENLEBEN, alles GUTE und viel GLÜCK wünschen, vor allem wünsche ich EUCH, daß das, was IHR EUCH für EUER gemeinsames EHELEBEN vorgenommen habt, auch in ERFÜLLUNG gehen möge (gratulieren). Ich darf aber auch die besten WÜNSCHE der GEMEINDEVERTRETUNG von BALDRAMSDORF, insbesondere des Herrn BÜRGERMEISTERS übermitteln und EUCH diesen HOCHZEITSTELLER überreichen. Er soll EUCH recht oft in geistiger und körperlicher Frische an die vergangenen Minuten hier am Standesamt errinnern!(Überreichung des Hochzeitstellers) Mit einem Zitat von Heinrich HEINE möchte ich diesen Trauungsakt schließen, der meinte: „Die LIEBE bedarf der FREIHEIT, um zu bestehen und zu gedeihen!“ „EINS GEB EUCH GOTT IN GNADEN: DASS IHR WERDET KAMERADEN! WER DEN KAMERADEN FAND, GRIFF DIE SONNE MIT DER HAND!“ Ich wünsche Ihnen allen für den weiteren Verlauf des heutigen Tages noch recht frohe und vor allem angenehme Stunden!

 
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