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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (65)
Sehr geehrte Frau __________,
sehr geehrter Herr __________,
liebe Trauzeugen,
verehrte Angehörige und Gäste,

- persönliche Begrüßung des Brautpaares, der Trauzeugen und der Gäste

- persönliche Vorstellung des Standesbeamten

Vor nicht allzu langer Zeit kamen Sie in unser Standesamt, um die Eheschließung anzumelden. Wir haben Ihre Unterlagen geprüft, Ehehindernisse konnten nicht festgestellt werden. Somit steht einer Eheschließung am heutigen Tage nichts mehr im Wege.

Und bereits bei der Anmeldung der Eheschließung wurden Ihnen die verschiedensten Varianten der Namensführung in der Ehe erläutert.
Sie haben sich entschieden, den Geburtsnamen des Mannes als Ehenamen zu führen und ich frage Sie nun, ob es bei dieser Entscheidung geblieben ist?
Dann lese ich Ihnen jetzt die vorbereitete Erklärung zur Namensführung in der Ehe vor; diese bestätigen Sie dann bitte anschließend mit Ihrer Unterschrift.
Verlesen der Erklärung zur Namensführung
(Unterschrift komplett mit "altem" Namen)

Liebes Brautpaar,
sicher haben Sie sich auf den heutigen Tag gefreut, und auch für mich als Standesbeamtin ist eine Trauung immer wieder etwas Besonderes.

Doch bevor wir zur eigentlichen Zeremonie kommen, möchte ich noch ein paar persönliche Worte an Sie richten.
Von Leo Tolstoi stammt folgendes Zitat:
Die wichtigste Stunde in unserem Leben ist immer der gegenwärtige Augenblick;
der bedeutsamste Mensch in unserem Leben ist immer der, der uns am nächsten steht;
das notwendigste Werk in unserem Leben ist stets die Liebe.

Ich meine, dies ist ein Zitat, das gerade auf einen Tag wie heute gut passt.
In Ihrem bisherigen Leben haben Sie schon manch\' wichtige Stunde erlebt. Wenn Sie nun auf Ihr Leben zurückblicken, werden Ihnen einige Erlebnisse einfallen, die Sie geprägt haben, die Ihnen wichtig waren. Da mögen schöne, aber auch schwierige Zeiten dabei gewesen sein. Doch bei diesem Rückblick in die Vergangenheit müssen Sie feststellen, dass Sie nichts mehr daran verändern können. Sie können nur die Ereignisse in Gedanken abschließen, die schönen in Ihrem Gedächtnis bewahren und die schlechten aus Ihrer Erinnerung streichen oder Sie als geschehen annehmen und akzeptieren.
Mit der Zukunft ist es ähnlich. Für die Zukunft können Sie zwar planen, Sie können Sie jedoch nicht gestalten.
So musste Leo Tolstoi ganz konsequent zu dem Schluss kommen: Die wichtigste Stunde in unserem Leben ist immer der gegenwärtige Augenblick.
Nur die Gegenwart lässt sich gestalten. Hier bietet sich Ihnen ganz konkret eine Situation, auf die Sie reagieren können.
Dies ist zum Beispiel heute der Fall. Auf eine Eheschließung bereitet man sich schon lange in Gedanken vor. Im Kopf und im Herzen entsteht der Entschluss zu heiraten. Man will einen besonderen Tag daraus machen und hat daher viel zu organisieren. Doch die wichtigste Stunde ist nun der gegenwärtige Augenblick. Gleich nach meiner kleinen Ansprache werde ich Sie fragen, ob es Ihr freier Wille ist, die Ehe miteinander einzugehen. Sie werden meine Frage hoffentlich mit einem eindeutigen \"Ja\" beantworten. Durch diesen Augenblick ist Ihre Beziehung auf eine Weise neu gestaltet, Sie sind dann rechtlich verbundene Ehegatten mit allen Rechten und Pflichten.
Dies ist aber nur die eine Seite. Ihr Gefühl zueinander wird dadurch nicht verändert. Leo Tolstoi sagt: Der bedeutsamste Mensch in unserem Leben ist immer der, der uns am nächsten steht.
Mit Ihrem Jawort bringen Sie auch zum Ausdruck, dass Sie sich besonders nahe stehen. Sie wollen einen festen Lebensbund schließen und sagen damit auch Ihrem Partner, ich will dir zur Seite stehen, für dich da sein.
Und damit komme ich zum dritten Abschnitt des Zitats: Das notwendigste Werk in unserem Leben ist stets die Liebe.
Ohne die Liebe, wäre es auf unserer Welt nicht so schön zu leben. Dieses Gefühl ist auch nicht an irgendein Alter gebunden. Es lebt vom gegenseitigen Geben und Nehmen. Damit wird die Liebe zur Sonne in unseren Herzen, die dafür sorgt, dass wir den grauen Alltag nicht sehen. Und wo Liebe ist, da gibt es auch das Glück.
Ich wünsche Ihnen für Ihre Ehe alles Gute, tiefes Vertrauen zueinander, gegenseitige Toleranz und ganz viel Aufmerksamkeit für den anderen Partner.

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil Ihrer Trauung.
Eine Ehe wird dadurch geschlossen, dass die Verlobten einzeln und nacheinander vor dem Standesbeamten persönlich erklären, dass sie die Ehe miteinander eingehen wollen. Diese Erklärungen können nicht unter einer Bedingung oder einer Zeitbestimmung abgegeben werden.

Ich werde Sie daher jetzt in Anwesenheit der Trauzeugen einzeln und nacheinander befragen, ob Sie die Ehe miteinander eingehen möchten.
Hierzu bitte ich Sie, sich kurz von Ihren Plätzen zu erheben.


Ich frage Sie, Herr ______________ ist es Ihr freier Wille, mit der hier anwesenden Frau ______________ die Ehe einzugehen, so beantworten Sie meine Frage bitte mit "Ja".
Und ich frage auch Sie, Frau _____________ ist es Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Herrn _____________ die Ehe einzugehen, so beantworten Sie meine Frage bitte ebenfalls mit "Ja".

Nachdem Sie beide meine Frage mit "Ja" beantwortet haben, stelle ich fest, dass Sie nunmehr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind. - Herzlichen Glückwunsch!

Eventuell:
Bei uns ist es üblich, dass die eheliche Verbundenheit nach außen durch das Tragen eines Eheringes sichtbar gemacht wird.
Auch Sie möchten sich diesem schönen Brauch anschließen. Ich bitte Sie daher, sich nun gegenseitig die Eheringe anzustecken.
Diese Ringe sollen ein Symbol für die Ehe sein. Wie ein Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so soll auch Ihre gegenseitige Zuneigung kein Ende haben.

Ihr soeben ausgesprochenes "Ja" füreinander wird nun im Heiratseintrag festgehalten.
Ich darf Sie bitten, sich noch einmal zu setzen.

Ich lese Ihnen jetzt den Heiratseintrag vor, den Sie und Ihre Trauzeugen anschließend als Bestätigung des "Ja-Wortes" unterschreiben.
Verlesen Heiratseintrag
Unterschrift Heiratseintrag mit "neuem" Namen
Überreichung Stammbuch - Unterlagen

Wir sind nun am Schluss Ihrer Trauung angelangt.
Ich möchte Ihnen beiden noch einmal ganz herzlich gratulieren und für Ihr zukünftiges Miteinander alles Gute wünschen.
Genießen Sie den heutigen Tag, denn es ist Ihr Tag!

 
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