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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (769)

Liebes Brautpaar, sehr verehrte Trauzeugen, sehr verehrte Hochzeitsgäste ! Zu Ihrem Hochzeits- und Familienfest darf ich Sie als Standesbeamter der …………….. recht herzlich begrüßen. Ich freue mich darüber, dass ich an der Gründung Ihres Ehebundes mitwirke und Sie auf einem kleinen Teil dieses bedeutsamen Lebensabschnittes begleiten darf. Sehr geehrte Frau ……………., sehr geehrter Herr ……………….. Als Standesbeamter ist man immer wieder gefordert einen geeigneten Inhalt für eine Trauungsansprache zu finden. Bei der Suche bin ich auf ein Zitat von Albert Schweitzer gestoßen, das mir im Zusammenhang mit Ihrer Eheschließung sehr gut gefällt. Es lautet: ”Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.” Heute wünschen Ihnen alle Hochzeitsgäste, die mitgekommen sind, viel Glück. Das soll aber nicht eine oberflächliche Floskel sein, sondern einen tieferen Sinn haben. Ich will nun versuchen, Ihnen nahezubringen, was damit gemeint sein könnte: Glück ist sicher zunächst einmal mit einer gesicherten Existenz gleichzusetzen. Es wäre bestimmt nicht ehrlich zu sagen: ”In einer glücklichen Ehe spielen materielle und finanzielle Dinge überhaupt keine Rolle!” Im Gegenteil, ich finde es sinnvoll Ihnen eine gesicherte Basis für Ihr gemeinsames Leben zu wünschen. Gesund zu sein und auch zu bleiben ist ebenfalls etwas, das mit dem Glück in enger Verbindung steht. Eine interessante sozialwissenschaftliche Studie hat aber ergeben, daß die Gesundheit gar nicht das wichtigste Lebensziel der Österreicherinnen und Österreicher ist, sondern überraschend nur an zweiter Stelle liegt. Das wichtigste und erstrebenswerteste Lebensziel in unserer Gesellschaft ist laut dieser Umfrage eine funktionierende Partnerschaft. Offenbar setzen wir alle eine hohe Erwartung in eine erfüllende Beziehung. Nachdem Sie beide entschlossen sind, eine Ehe einzugehen, bitte ich Sie liebes, Brautpaar sowie die Trauzeugen, aufzustehen. Ich frage Sie, Herr ………….. ist es Ihr eigener und fester Entschluss, mit der hier anwesenden Frau ………………. die Ehe einzugehen. So antworten Sie mit „JA“ Ist es auch Ihr unbeirrte Wille, Frau ………………. mit dem hier anwesenden Herrn ………………… die Ehe zu schließen. So antworten auch Sie mit „JA“ Darf ich nun bitten, zum äußeren Zeichen Ihrer Verbundenheit die Ringe zu tauschen. Es ist mir eine Freude, aussprechen zu können, dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Zum jederzeitigen Beweis, dass Sie heute hier nach gesetzlicher Vorschrift die Ehe geschlossen haben, wird Ihr ernstes Versprechen nun in das Ehebuch eingetragen, welches ich Ihnen nunmehr vorlesen werde. Ich bitte nun das neuvermählte Paar und die Trauzeugen, ihre Unterschriften unter diesen Eintrag im Ehebuch zu setzen. UNTERSCHRIFT DES STANDESBEAMTEN Sehr geehrtes Ehepaar! Sie haben nun die Ehe geschlossen. Ich persönlich finde den Begriff ”schließen” im Zusammenhang mit der Ehe gar nicht so passend. Das klingt nach ”abgeschlossen”, ”fertig”, ”da braucht man nichts mehr dazu beitragen!” Sie beide wissen es sicher besser, und vor allem all jene, die heute mitgekommen sind und selbst verheiratet sind, werden das bestätigen können: Nämlich, es ist genau umgekehrt! Man muss ständig an der Partnerschaft arbeiten und immer etwas dazu beitragen! Deshalb meine ich, daß Sie heute Ihre Ehe ”eröffnet” haben! Abschließend wünsche Ihnen daher, dass Sie auch in späteren Jahren Ihre Ehe täglich von neuem, so wie heute, mit Liebe eröffnen.

 
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