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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (775)

BEGRÜSSUNG Ich möchte Euch beide mit Euren Trauzeugen und vielen Freunden und Verwandten hier bei mir im Trauungssaal des Standesamtes ….. begrüßen und willkommen heißen. Ein bedeutsamer Schritt führt Euch heute zum Standesamt her, um im Kreise Eurer Verwandten und Freunde den Bund fürs Leben zu schließen. Die Eheschließung ist bereits ein altes Ritual und hat eine lange Tradition. Für glaubende Menschen ist die Eheschließung ein Zeichen dafür, daß sie in ihrer Liebe zueinander die Liebe zwischen Gott und Mensch spüren und diese Liebe widerspiegeln möchten. Jeder von Euch beiden ging bisher seinen eigenen Weg, allein auf sich gestellt oder wohlgeborgen im Schutze seiner Eltern. Von heute an wollt Ihr gemeinsam Euren Lebensweg zurücklegen, erfüllt von dem Bewußtsein, damit Euren Lebensinhalt gegenseitig zu erweitern und zu bereichern. Ihr habt Euch diesen Schritt ins Standesamt sicherlich gut überlegt und alles durchdacht und nun soll dieser Schritt auch rechtlich umgesetzt werden. Natürlich werden Eure Zuneigung und die gegenseitige Liebe durch diesen rechtlichen Vertrag allein weder kleiner noch größer, und doch geschieht damit in Eurem Leben etwas neues und besonderes: Ihr übernehmt in weit gestecktem Rahmen für einen anderen erwachsenen Menschen, für Euren Partner, Verantwortung. Wir können die Ehe als Reise betrachten, auf der wir Tag für Tag etwas Neues sehen und erleben, aber immer gemeinsam. Es wird auf dieser Fahrt durch reiche, fruchtbare wie karge Landschaften gehen, es werden sonnige und auch regnerische Tage kommen und Ihr werdet angenehme Windstille und genauso tobende Stürme erleben können. Damit müßt Ihr beide und wir alle leben. Gemeinsam damit zu leben, ohne Wenn und Aber. Darauf entwickeln wir innere Sicherheit, daraus gewinnen wir Kraft, darauf schöpfen können wir Trost und Mut schöpfen. Wenn ich nun einige Gedanken zur Ehe und Zusammenleben von Mann und Frau sage, möchte ich meinen Worten vorausschicken, daß das natürlich meine eigenen und persönlichen Gedanken sind, die aber zumindest zum Teil auf Euch beide zutreffen werden. Meine Worte sollen aber weder eine Belehrung noch eine Erklärung sein für Euer Eheleben, denn darüber habt Ihr sicher selbst schon Pläne geschmiedet, hat sich jeder seine Gedanken gemacht und wurden sicher auch gemeinsame Gespräche geführt. Und gemeinsame Gespräche sind für die Harmonie Voraussetzung. In fast keiner Beziehung wird und kann es aber immer nur harmonisch zugehen. Es können überall und jederzeit Probleme auftauchen, Meinungsverschiedenheiten entstehen oder ein Streit entfacht werden, schon allein deshalb, weil wir Menschen alle verschieden sind und gar nicht gleich sein wollen und sollen. Aber solche Ungereimtheiten sollen immer gleich bereinigt, beseitigt und ausgesprochen und nicht hinuntergeschluckt und dazu geschwiegen werden, weil es sonst irgendwann einmal zum Ausbruch dieser aufgestauten Gefühle kommen kann, was dann meistens weitreichendere Folgen nach sich zieht. Inneren Halt geben einer harmonischen und funktionierenden Familie ethische und moralische Grundsätze. Das sind Grundsätze, die aber nirgends niedergeschrieben und auch in keinem Gesetz verankert sind. Diese Regeln muß jedes Paar für sich selbst herausfinden und draufkommen. Eine gut funkt. Familie ist nach wie vor auch in der heutigen modernen und schnelllebigen Zeit die Keimzelle unseres Staates und unserer Gesellschaft und in unseren Idealvorstellungen bedeutet die Gemeinschaft von Vat./Mut./Kd Geborgenheit, Teilen von Freud und Leid, geben und empfangen von Liebe. Im Leben eines jeden Menschen gibt es Stunden und Momente, die seine Zukunft entscheiden und die sein weiteres Schicksal bestimmen. Eine solche Stunde war Euer Kennenlernen, ein solcher Moment, als der Funke von einem auf den anderen übergesprungen ist. Diese beiden Ereignisse sind vergangen und jetzt, hier und heute wollt Ihr beide öffentlich sagen und erklären: Wir haben uns gefunden, wir lieben uns, wir möchten nach Möglichkeit für immer zusammenbleiben, und, wir haben uns dafür gemeinsam entschieden. Diese Entscheidung, die nun bald getroffen werden soll, gehört sicherlich zu den größten Entscheidungen im Leben eines Menschen, obwohl jeder Mensch im Laufe seines Lebens vor sehr vielen Entscheidungen steht. Zuerst werden ihm diese Entscheidungen noch großteils von den Eltern abgenommen, später aber dann, wenn der Mensch heranwächst und heranreift, kommt zuerst die Berufswahl und später die Partnerwahl. Und diese Entscheidung für den Partner, die kann und wird einem kein anderer Mensch abnehmen, die muß jeder für sich treffen und ist auch jeder dafür selbst verantwortlich. Und diese Entscheidung soll nun mit dem kleinen unscheinbaren Wörtchen Ja besiegelt werden. Fragen: Herr .., willst Du die neben Dir stehende Braut, Frau …, zu Deiner Ehefrau nehmen, dann antworte mit einem Ja. Und bist auch Du, …, bereit, mit dem neben Dir stehenden Bräutigam, … die Ehe zu schließen, dann antworte auch Du auf meine Frage mit einem Ja. Ihr beide habt nun vor mir als Standesbeamten Euren Ehewillen erklärt, Ihr habt Euch gegenseitig das Ja-Wort versprochen und vor uns allen ausgesprochen. Ich kann und darf deshalb als erster verkünden, daß Ihr beide eine rechtmäßig verbundenes Ehepaar seid, weil Ihr nach den Vorschriften unserer Gesetze die Ehe geschlossen habt. Vor Ringwechsel Betrachten Eurer Ringe folgenden Spruch sagen: Manchmal ringen miteinander, manchmal um Finger wickeln, niemals aneinander Ende finden! Der Ring ist Sinnbild in sich geschlossenen, der Einheit und der Treue. Nehmt deshalb kleinen Reifen zum äußeren Zeichen Liebe, Verbundenheit immerwährenden Bereitschaft, miteinander vor allem füreinander leben! Ringwechsel Zum jederzeitigen Beweis, daß Ihr beide heute in Schladming geheiratet habt, habe ich dieses Ehebuch vorbereitet. Ich werde diese Urkunde verlesen bitte Euch beide sowie Trauzeugen um Unterschrift Niemand weiß, was uns bestimmt ist was Zukunft bringen wird. Ohne Unterbrechung formt und knetet das Schicksal uns Menschen, stellt uns immer wieder vor neue Situationen. Beginnt Ihr beide Euren gemeins.Lebensweg mit ernsten Vorsatz, mit viel Liebe, gutem Willen und Geduld beiden Seiten immer gemeins.Weg finden, um alle Schwierigkeiten gemeinsam meistern. Ich hoffe, Ihr könnt oft an diesen heutigen „Schönsten Tag“ in Eurem Leben, Euren Hochzeitstag, in guter und froher Erinnerung zurückdenken, zurückdenken ganz besonders dann, wenn Euch Alltagssorgen belasten, wenn Pflichten zu erfüllen sind oder vielleicht die Gefühle Eurer Liebe in der Nüchternheit unseres täglichen Lebens zu schwinden drohen. Zum Abschluss kleinen Feier Beginn eines neuen Lebensabschnittes wünsche ich Euch alles erdenklich Gute. Möge Euer Leben Euren Wünschen und Vorstellungen ablaufen, alle Pläne, die Ihr geschmiedet habt, verwirklicht werden können und alle Wünsche in Erfüllung gehen. Das Wichtigste aber wird sein, daß Ihr ein glückliches Ehepaar werdet, das eine gute, lange harmonische Ehe führen kann!

 
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