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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (782)

Ich begrüße Sie alle sehr herzlich zur standesamtlichen Eheschließung!
Es freut mich besonders, dass sie das Standesamt …….. gewählt haben und ich Sie als Ihr Standesbeamter hier in unserem altehrwürdigem Trauungssaal trauen darf. Mein besonderer Gruß gilt natürlich dem Brautpaar. Daher heiße ich Sie, Frau ……… und Sie Herr …….., sowie Ihre Trauzeugen Frau …………… und Herrn ……………… willkommen. Einleitung: Sehr geehrte Frau ………, sehr geehrter Herr ………! Als Standesbeamter ist man immer wieder gefordert einen geeigneten Inhalt für eine Trauungsansprache zu finden. Bei der Suche bin ich auf ein Zitat von Albert Schweizer gestoßen, das mir im Zusammenhang mit Ihrer Eheschließung sehr gut gefällt. Es lautet: „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“ Heute wünschen Ihnen alle Hochzeitsgäste, die mitgekommen sind, viel Glück. Das soll aber nicht eine oberflächliche Floskel sein, sondern einen tieferen Sinn haben. Ich will nun versuchen, Ihnen nahezubringen, was damit gemeint sein könnte: Hauptteil Zum gemeinsamen Glück und Glücklichsein gehört zweifellos die Zuverlässigkeit und Treue des Partners, gegenseitiges Verständnis, gegenseitiges Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz. Die Ehe ist die innigste Gemeinschaft von zwei Menschen, und daher müssen Eheleute besonders rücksichtsvoll zueinander sein. Akzeptiert euren Partner so wie er ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen, vertraut ihm ganz einfach. Denn nichts kann einen Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt. Eure Meinungen und Wünsche werden mitunter manchmal auseinander gehen, aber mit gutem Willen, Liebe und Vertrauen beidseits, werdet ihr immer wieder den Weg zueinander finden. Ich möchte euch an dieser Stelle ein kurzes Gedicht vom österreichischen Dichter Erich Fried vorlesen: Was es ist Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist was es ist, sagt die Liebe. Es ist Unglück, sagt die Berechung. Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst. Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht. Es ist was es ist, sagt die Liebe. Es ist lächerlich, sagt der Stolz. Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht. Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung. Es ist was es ist, sagt die Liebe. Wenn ihr euch jetzt euer Ja-Wort gebt, so tut dies • mit dem Bewusstsein, die Verantwortung füreinander und für eure Kinder die vielleicht aus dieser Ehe entstehen zu übernehmen, • mit der Bereitschaft, einander zu verzeihen, • mit dem Vorsatz, eurem Partner treu und selbstlos zur Seite zu stehen, • und vor allem dann, wenn es Schwierigkeiten gibt, den guten Willen zu bewahren und einander glücklich zu machen Schlussteil Alle diese Gedanken sind in einem Gedicht von Rudolf Weiß, das den Titel „Dumm“ trägt sehr treffend zusammengefasst: Es wäre dumm ein Herz und eine Seele zu werden wenn wir miteinander doch zwei von jedem haben können. Ich wünsche Ihnen: Werden Sie zwei Herzen und zwei Seelen in einer glücklichen Ehe! Gesetzlicher Teil: Somit wende ich mich nun den gesetzlichen Bestimmungen zu. Ich stelle fest, dass Sie alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt haben und ich ersuche Sie, sich zur Abgabe Ihrer Erklärungen von den Plätzen zu erheben. Ich frage Sie, Herr ………., wollen Sie aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Frau …….. eingehen, dann antworten Sie bitte mit „Ja“ Ich frage auch Sie, Frau ………, wollen Sie aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Herrn ……… eingehen, dann antworten Sie bitte mit „Ja“ Nachdem Sie nun vor Ihren Zeugen erklärt haben, die Ehe miteinander einzugehen, spreche ich aus, dass Sie von nun an rechtsmäßig verbundene Eheleute sind. -Vorlesen des Ehebucheintrages- -RINGWECHSEL- Bitte nehmen Sie nun den Ringwechsel als äußeres Zeichen Ihrer Verbundenheit vor. Sehr geehrtes Ehepaar! Sie haben nun die Ehe geschlossen. Ich persönlich finde den Begriff „schließen“ im Zusammenhang mit der Ehe gar nicht so passend. Das klingt nach „abgeschlossen“, „fertig“, „da braucht man nichts mehr dazu beitragen!“ Sie beide wissen es sicher besser und vor allem all jene, die heute mitgekommen sind und selbst verheiratet sind, werden das bestätigen können: Nämlich, es ist genau umgekehrt! Man muss ständig an der Partnerschaft arbeiten und immer etwas dazu beitragen! Deshalb meine ich, dass Sie heute Ihre Ehe „eröffnet“ haben! Ich wünsche Ihnen daher abschließend, dass Sie auch in späteren Jahren Ihre Ehe täglich von neuem so wie heute, mit Liebe eröffnen. Ich wünsche Ihnen allen alles Gute! Dem Ehepaar, Herrn und Frau …….., wünsche ich viel Glück, Freude, Erfolg und vor allem Gesundheit! Unterschriften im Ehebuch:
 
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