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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (783)

Sehr verehrtes Brautpaar, werte Trauzeugen, liebe Gäste! Ich heiße Sie herzlich willkommen hier in den Räumen des Trauungssaales der Gemeinde ........ Bevor Sie sich gleich das JA-Wort geben, möchte ich noch ein paar persönliche Worte an Sie beide richten. Die Tatsache, dass Sie heute vor mir erschienen sind, zeigt, dass Sie sich entschlossen haben, nun auch vor dem Gesetz und ihrem Lebensumfeld mit all ihren Freunden und Bekannten als Mann und Frau zu gelten. Dies ist in der heutigen Zeit, in der immer mehr Menschen in Beziehungen ohne Trauschein zusammen leben, um so vielleicht modern zu erscheinen und vermeintliche Freiheiten zu genießen, ja gar nicht mehr so selbstverständlich. Sicher haben Sie sich diesen Schritt gründlich überlegt, denn schon Franz Kafka sagt: Heiraten, eine Familie gründen, alle Kinder, die kommen, hinnehmen, in dieser unsicher Welt erhalten und gar noch ein wenig führen, ist meiner Überzeugung nach das Äußerste, das einem Menschen überhaupt gelingen kann. Diese etwas nachdenklichen Worte eines großen Mannes zeigen schon, dass die besondere Partnerschaft in einer Ehe auch von Ihnen in Zukunft Besonderes abverlangen wird. Denn der Grundstock einer harmonischen, dauerhaften Beziehung ist sicher, neben Liebe, Vertrauen und dem Gefühl der Geborgenheit, das Rücksichtnehmen auf den anderen und manchmal auch das Aufgeben einiger kleiner Gewohnheiten. Das bedeutet natürlich nicht, dass einer seine Persönlichkeit aufgibt und sich dem anderen unterordnet, sondern, dass man versucht, miteinander zu leben und seine Beziehung gemeinsam aufzubauen und zu erhalten. Genau dieses Miteinander, dieses sich blind auf den anderen verlassen können, ist unabdingbar, denn im Laufe ihrer Ehe werden Sie sicher viele glückliche Momente und Stunden erleben und diese genießt man ja bekanntlich zu zweit um so mehr. Aber es werden auch Zeiten der Bewährung auf Sie zukommen, in denen Sie Probleme, welcher Art auch immer, meistern müssen. Und dieses Bewältigen von Schwierigkeiten ist nur möglich, wenn einem der andere eine Stütze ist, für den Partner einen Halt darstellt und einem auch in Krisenzeiten zur Seite steht. Bedenken Sie jedoch bei allem immer, dass jeder Mensch, neben vielen Vorzügen und liebenswerten Eigenschaften – sonst hätten Sie sich ja nicht füreinander entschieden – eben auch seine Fehler und Schwächen hat. Und gerade diese Fehler und kleinen Unebenheiten sind es auch, die einen Menschen liebenswert machen, um derentwillen man ihn noch um so mehr liebt. Und auch ihr gemeinsames Kind ...... soll in diesem Klima von Sicherheit und Geborgenheit aufwachsen. Sie alle werden diese Geborgenheit zu schätzen wissen und genießen. Zum Schluß möchte ich Ihnen noch ein kleines Zitat mit auf den gemeinsamen Lebensweg geben: Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann. Um ihre Ehe jetzt zu schließen, bitte ich Sie beide und die Trauzeugen, dass sie sich von den Plätzen erheben. Und so will ich Ihnen dann die kleine, aber doch bedeutungsvolle Frage stellen. In Gegenwart der Trauzeugen frage ich nun Sie, Herr ...... ist es Ihr freier und eigener Wille, mit der hier anwesenden Frau ......... die Ehe eingehen zu wollen, dann antworten Sie mit einem deutlichen Ja. Wollen auch Sie, Frau ......... aus freiem und eigenem Willen mit dem hier anwesenden Herrn .......... die Ehe eingehen, dann antworten auch Sie mit einem deutlichen Ja. Nachdem Sie beide nun meine Frage übereinstimmend bejaht haben, stelle ich fest, dass Sie damit rechtlich verbundene Eheleute sind. Gemäß ihrer Erklärung in der Niederschrift zur Ermittlung der Ehefähigkeit führen Sie beide den Namen .......... als gemeinsamen Familiennamen. Die Ringe sind schon in alten Zeiten das Symbol für die Ehe gewesen, weil ein Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so wie ihre gegenseitige Zuneigung auch kein Ende haben soll, werden Sie sich nun gegenseitig die Ringe anstecken. Anschließend daran darf ich Sie beide und die Trauzeugen bitten, durch die Unterschrift im Ehebuch das gesetzmäßige Zustandekommen dieser Eheschließung zu bestätigen. Sehr verehrtes Ehepaar! Ich darf nun die Erste sein, die Ihnen Alles Gute für ihre gemeinsame Zukunft und ein besonders, glückliches und erfülltes Eheleben wünschen darf.
 
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