logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (786)

Die wichtigste Stunde in unserem Leben ist immer der gegenwärtige Augenblick. Der bedeutsamste Mensch in unserem Leben ist immer der, der uns am nächsten steht. Das notwendigste Werk in unserem Leben ist stets die Liebe. Liebes Brautpaar ! Mit diesen Zeilen begrüße ich Euch, eure Eltern, eure Trauzeugen sowie alle Hochzeitsgäste sehr herzlich hier im Standesamt. Ihr seit heute mit einem großen und auch ernsten Vorsatz ins Standesamt gekommen und nun ist der Augenblick hier, in dem eure Gefühle füreinander auch einen rechtlichen Boden erhalten sollen. Ihr gebt euch heute das Eheversprechen durch das JA-Wort. Alle die mit euch mitgekommen sind freuen sich gemeinsam mit Euch dieses schöne Ereignis feiern zu dürfen. Die wirklich großen Feiertage stehen nicht im Kalender, es bringt sie das Leben. Ein großer Festtag für euch ist wohl dieser Tag, an dem ihr euch einander das JA-Wort gebt. Ein JA-Wort, dass euch zur innigsten Gemeinschaft zweier Menschen verbindet. Ein JA-Wort, mit dem ihr aber auch neue Rechtsverhältnisse eingeht, die euch so manche Rechte bringen und Pflichten auferlegen. Ein solch schönes Ereignis sollte aber auch die Möglichkeit geben, die sogenannte Alltagshektik ganz einfach einmal zu vergessen und nachzudenken. Mit eurem JA-Wort, dass ihr euch heute gebt, beginnt nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, viel mehr noch, ihr macht gemeinsam einen großen Schritt in eurem Leben, ihr bekennt euch dazu, euren bisherigen Lebensweg in der Öffentlichkeit und vor dem Gesetz zu bekunden. Bei jedem Schritt den man macht ändert sich etwas. Auch wenn der Schritt noch so klein ist. So wie sich beim Wandern die Landschaft rings herum ändert, so ändern sich im Laufe der Zeit auch die Menschen. Diese Wanderung durch das künftige Eheleben wird über viele Hügel und Täler führen und von schönen Erlebnissen geprägt sein. Die Freuden des Einen werden verstärkt vom anderen, ebenso wird das Leid vom Partner geteilt. Aus Erfahrung wissen wir alle, das gemeinsame Leben bringt viele gute und manchmal auch weniger gute Tage. Aber es wird immer die Gelegenheit zum Miteinander Reden geben. Und dieses miteinander Reden ist an weniger guten Tagen noch viel wichtiger als an guten. Die Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach hat einmal unter anderem geschrieben: „Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben“ Dieser Satz ist ein sehr schönes Bild für die Ehe – und nicht nur für die Ehe, sondern auch für die Familie. Den es zeigt, dass in einer Beziehung zwischen zwei Menschen nichts einseitig ist. Halt geben und Halt bekommen ist eins. Jeder Partner schenkt dem anderen etwas von sich und wird von diesem in gleichem Maße wieder beschenkt. Wenn die Menschen, die zusammengehören, sich auf diese Weise gegenseitig eine Stütze sind, dann ist die Familie der Ort, an dem sich jeder wohl fühlt und zu hause ist. Liebes Brautpaar, Ihr habt in der Zeit eures Kennenlernens eure Partnerschaft sicher gut erprobt. Kennt die Vorlieben des Partners – kennt die kleinen und vielleicht größeren Schwächen voneinander. Ihr habt euch sozusagen im alltäglichen Leben „getestet“, was ja bei ehrlicher Einschätzung nicht immer ganz so einfach sein kann. Eure Wünsche und Ziele habt ihr in dieser Zeit sicher erkunden und auch verwirklichen können. Ihr habt gemeinsam ein schönes Heim errichtet und mit der Geburt eurer Kinder ………… ein sehr schönes und vor allem erstrebenswertes Lebensziel erreicht. Heute habt ihr zwei Eheringe mitgebracht. Die Ringe sind ein altes Symbol für die Liebe und die Partnerschaft. Dazu gibt es ein paar Zeilen – sie stammen von Rudolf Weiss und tragen den Titel. „Gedenken beim Betrachten eines Eheringes“ Manchmal - ringen - miteinander Manchmal - ge-ring – schätzen Manchmal – um den Finger wickeln Niemals aber einander ein Ende finden Gerade heute an eurem Hochzeitstag sollte eine Dankbarkeit in euch geweckt werden. Eine Dankbarkeit, die euren Eltern gelten soll. Eine Dankbarkeit für alles, was sie euch bisher auf euren Lebensweg mitgegeben haben. Den ….. dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder, sie geben das empfangene zehnfach zurück. Heute sitzen Trauzeugen an eurer Seite. Trauzeugen die eine sehr schöne Aufgabe übernommen haben. Sie werden nun anschließend euer JA Wort bezeugen. Sie sollen aber auch, wann immer ihr es braucht, euch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und in Anwesenheit eurer Trauzeugen, in Anwesenheit aller Hochzeitsgäste darf ich an euch nun eine kleine aber doch so große Frage stellen, eine Frage, die euer ganzes zukünftiges Leben einschließen soll. Eine Frage, die ihr mit den Lippen beantworten aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahr machen sollt. Liebes Brautpaar ! Ihr wollt euch heute das JA-Wort geben. Ich bin gerne bereit diese Erklärung entgegenzunehmen und bitte euch, die Fragen die ich an euch stelle mit einem JA zu beantworten. Ich frage zuerst den Bräutigam ……………..willst du mit deiner Braut ……………………..die Ehe eingehen, dann antworte bitte mit JA Ich frage die Braut ……………., willst du mit deinem Bräutigam …………………. die Ehe eingehen, dann antworte bitte mit JA Euer gegenseitiges JA habe ich mit Freude vernommen. Damit habt ihr ein schönes aber auch ein verantwortungsvolles Gelöbnis über euer zukünftiges Leben abgelegt. Ich bitte euch nun, einem alten Brauch folgend, dass ihr euch diese Ringe ansteckt. Der Ring ist das Sinnbild der Einheit und der Treue. Nehmt diese Ringe als äußeres Zeichen eurer Verbundenheit und immerwährenden Bereitschaft füreinander und miteinander zu leben. Liebes Brautpaar ! Reicht euch nun zum Zeichen der Verbundenheit die Hände: „Sich gegenseitig vertrauen, sich gegenseitig Freiheit geben verbindet mehr als Treueschwüre es vermöchten es macht uns stark es spannt den Bogen der Freundschaft noch größer auf dem wir gehen dürfen Mit diesen Zeilen ist es mir nun eine Freude aussprechen zu können, dass ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid. EHEBUCH Eine bedeutungsvolle Stunde geht nun zu Ende Ein neuer Lebensabschnitt hat seinen Anfang genommen. Dazu werdet ihr heute noch viele Glückwünsche bekommen. Auch ich möchte mich zu den Gratulanten stellen und euch für den weiteren gemeinsamen Lebensweg alles Gute, viel Glück und Erfolg wünschen. Als erstes sichtbares Zeichen vom Standesamt darf ich euch die Heiratsurkunde mit den besten Glückwünschen eurer Gemeinde überreichen. Mit den Glückwünschen an das Brautpaar darf ich die Standesamtliche Trauung beenden und wünsche euch allen noch einen schönen weiteren Hochzeitsverlauf
 
zurück zur Übersicht