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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (799)

Sehr geehrtes Brautpaar ! Ich darf Sie und Ihre Gäste zur standesamtlichen Eheschließung in _________________ herzlich begrüßen. Ein bedeutsamer Schritt führt Sie heute zum Standesamt, um im Kreise Ihrer Verwandten und Freunde den Bund der Ehe zu schließen. Von heute an wollen Sie gemeinsam Ihren Lebensweg zurücklegen, erfüllt von dem Bewusstsein, dass Sie damit Ihren Lebensinhalt gegenseitig erweitern. Als Standesbeamter ist man immer wieder gefordert, einen geeigneten Inhalt für eine Trauungsansprache zu finden. Bei der Suche bin ich auf ein Zitat von Albert Schweitzer gestoßen, das mir im Zusammenhang mit Ihrer Eheschließung sehr gut gefällt. Es lautet: Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.! Über die Ehe gibt es viele Sprüche oder Zitate, die sich mit dem Problem des Zusammenlebens der Ehepartner beschäftigt. Ein amerikanischer Schauspieler hat jedoch die Ehe in einer sehr humorvollen Betrachtungsweise wie folgt cha¬rakterisiert: Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine niemals gehabt hätte. Damit wird aufgezeigt, dass die Eheschließung zwar in erster Linie den Schritt ins große Glück bedeutet, dieser Schritt aber, bei ehrlicher Einschätzung, in der weiteren Folge auch einmal mit dem einen oder anderen Problem verbunden sein kann. Wenn Ihre Meinungen und Wünsche auseinander gehen, werden Sie mit Geduld und gutem Willen auf beiden Seiten immer wieder den gemeinsamen Weg finden, für den Sie sich entschieden haben. Darum geben Sie einander jetzt das Ja-Wort mit dem ernsten Vorsatz, füreinander immer liebevoll zu sorgen und einander in den frohen und vor allem in den trüben Stunden stets ein treuer, angenehmer und guter Kamerad zu sein. Liebes Brautpaar ! Das gesetzmäßige Zustandekommen einer Ehe erfordert die Mitwirkung eines Standesbeamten. Ich habe heute die ehrenvolle Aufgabe, in dieser Funktion vor Ihnen zu stehen und bin nun gerne bereit, Ihre Erklärungen entgegenzunehmen. Ich darf Sie beide bitten, sich zu diesem Zweck von den Plätzen zu erheben. Ich frage Sie, Herr ______, sind Sie bereit, die hier anwesende Frau ________________________ nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss zur Ehefrau zu nehmen, so antworten Sie mit „JA“. Ich frage auch Sie, Frau ____________, sind Sie bereit, den hier anwesenden Herrn ___________________ nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss zum Ehemann zu nehmen, so antworten Sie mit „JA“. Den Ausdruck Ihres Willens, ein Ehepaar zu werden, haben wir soeben ver¬nommen. Damit haben Sie vor sich selbst und allen hier Anwesenden ein schönes, aber auch verantwortungsvolles Gelöbnis über Ihr zukünftiges Leben abgelegt. Ich bitte Sie, dies nun äußerlich zu bezeugen, indem Sie sich gegenseitig die Ringe anstecken. Hiermit erkläre ich Sie für rechtmäßig verbundene Eheleute. Ich darf Ihnen nun die Eintragungen im Ehebuch vorlesen und Sie und die Trauzeugen danach um die Unterschriften bitten. Ein neuer Lebensabschnitt hat nun seinen Anfang genommen. Zu diesem neuen und schönen Anfang werden Ihnen heute und in den nächsten Tagen viele Leute Glück wünschen. Auch ich möchte mich in diese Reihe stellen und Ihnen sagen, dass es mir ein herzliches Bedürfnis ist, Ihnen für Ihre gemeinsame Zukunft alles Gute und Schöne zu wünschen. Sind Sie sich immer bewusst, dass Ihr Tun und Lassen von nun an das Glück zweier Menschen bestimmt und beeinflusst. Nehmen Sie in allem Rücksicht auf den Partner, bemühen Sie einander zu verstehen und Ihre Meinungen und Wünsche aufeinander abzustimmen. Lassen Sie mich die Worte eines unbekannten Dichters Ihnen auf Ihren weiteren Lebensweg mitgeben: Glück zu haben ist Schicksals Gunst, glücklich zu sein ist Lebenskunst !! Möge der heutige Tag in Ihrer Erinnerung fortleben als der Anfang eines glücklichen Lebens !
 
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