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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (805)

Sehr geehrte Frau ….., geehrter Herr ….. - liebes Brautpaar! Werte Trauzeugen, liebe Eltern, werte Gäste! Zu diesem bedeutungsvollen Höhepunkt in Ihrem Leben, heute am Montag, den ... Mai 2011 - möchte ich Sie ganz besonders herzlich - im Namen der Stadt Hoyerswerda und in meinem eigenen Namen begrüßen. Sie, sehr geehrte Frau ….., als Braut und Sie, sehr geehrter Herr ….., als Bräutigam, haben sich entschlossen, von heute an gemeinsam als Eheleute durch das Leben zu gehen und dieser Entschluss zur Ehe ist etwas ganz besonderes. Man muss nicht nur wissen ob man sich gern hat, denn heiraten heißt – sich gegenseitig das weitere Leben anzuvertrauen. Die Ehe ist eine für das Leben geschlossene Gemeinschaft, die auf gegenseitiger Liebe, Achtung und Treue, auf Verständnis, Vertrauen und uneigennütziger Hilfe füreinander beruht. Sie haben sich beide am ??. September 20?? kennen- und später auch lieben gelernt und das ist nun schon ?? Jahre her. Damit haben Sie das sogenannte „verflixte 7. Jahr“ auch schon hinter sich, und in Ihrer Ehe kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. In den vergangenen ?? Jahren haben Sie sich geprüft, als Paar zueinander gefunden und festgestellt, dass Sie beide für immer miteinander leben möchten. Aus Ihrer Ehe soll eine Familie erwachsen, die ihre Erfüllung im gemeinsamen Zusammenleben und in der Freude mit Ihren Kindern findet. Denken Sie immer daran – Kinder gehören zum schönsten im Leben, geben Ihm erst den richtigen Sinn. Das Zusammenleben mit Kindern macht reifer, öffnet neue Seiten des Lebens und regt an, verantwortungsvoller zu handeln. Doch Zusammenleben bedeutet auch, zum geliebten Partner halten, alle Freuden und Leiden miteinander zu teilen, gemeinsame Verantwortung zu tragen, Verantwortung gegenüber sich selbst, aber auch gegenüber dem Anderen. .. 2 - 2 - Liebes Brautpaar! Mit der Entscheidung für Ihren Ehepartner, haben Sie zweifellos eine der wichtigsten Entscheidungen in Ihrem Leben getroffen, denn alle weiteren Entscheidungen Ihres gemeinsamen Zusammenlebens, werden Sie immer im beiderseitigen Einvernehmen treffen, und das wird nicht immer leicht sein! Es erfordert - Gegenseitige Rücksichtnahme, aber auch Verständnis sowie ein großes Maß an Einfühlungsvermögen. Doch die Grundlage Ihrer Ehe, muss vor allem die Achtung vor der Persönlichkeit des Anderen sein. Jeder von Ihnen sollte dazu beitragen, die Ehe zu einer wirklichen Gemeinschaft zu gestalten und das gilt nicht nur für alle grundsätzlichen Fragen, sondern auch für die vielen kleinen Dinge des Alltags. Wer sich zur Ehe entschließt sollte sicher sein, dass er bei seinem Partner Verständnis, Vertrauen, Wärme und helfende Kritik findet. Der Dichters Heinrich von Kleist sagte einmal: „Vertrauen und Achtung – das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe ohne welche sie nicht bestehen kann, denn ohne Achtung hat die Liebe keinen Wert und ohne Vertrauen – keine Freude.“ Die Gestaltung Ihrer Ehe hängt auch davon ab, wie Sie es verstehen, Schwierigkeiten, vor die Sie im täglichen Leben gestellt sind, zu meistern. Auch in Ihrer Ehe werden sicher einmal ein paar kleine Probleme auftreten, denn kein Mensch ist fehlerfrei. Dabei sollten Sie versuchen, Kompromisse einzugehen und kleine Differenzen zu tolerieren. Lassen Sie nie ein Problem unausgesprochen, setzen Sie sich immer zusammen und tauschen Sie alle Probleme und Meinungen miteinander aus. Jedes unausgesprochene Wort, könnte zu einem Hindernis für Sie werden, doch Sie sollten in Ihrer Ehe nicht nur miteinander, sondern füreinander leben. Anstelle des bisherigen „Ich“, steht jetzt das gemeinsame „Wir“. .. 3 - 3 - An diesem bedeutungsvollen Tag, denken Sie liebes Brautpaar, heute auch ganz besonders an Ihre lieben Eltern und Großeltern, die immer für Sie da waren und Ihnen stets liebevolle Hilfe und Unterstützung gegeben haben. Ihren Eltern gebührt heute, an solch einem besonderen Tag, auch ein besonderer Dank, Achtung und auch Liebe, denn es ist auch Ihren Eltern mit zu danken, dass Ihr Partner jene Eigenschaften und Interessen entwickeln konnte, die jeder am anderen schätzt und aus denen die Liebe zueinander entstand, und der schönste Dank für Ihre Eltern wird sicher sein, wenn Ihre Ehe glücklich und dauerhaft wird. Wenn Sie liebes Brautpaar - in späteren Jahren einmal auf Ihre Ehe zurückblicken – vielleicht in 25 Jahren – zu Ihrer Silberhochzeit – dann sollten Sie sagen können: Wir haben schöne und schwere Stunden gemeinsam erlebt, wir waren gemeinsame glücklich – manchmal betrübt – aber wir haben immer zueinander gehalten. Wir haben gemeinsam viel geschafft und ein Teil des Geschaffenen wird auch einmal in unseren Kindern weiter leben, dann wird Ihre Ehe auch eine Vollkommene sein. Zum Abschluss möchte ich Ihnen das „Hochzeitsgedicht“ von Theodor Storm mit auf den Weg geben: Hochzeitsgedicht von Theodor Storm Vergesst die Liebe nicht bei Eurem Schritt sie muss dabei sein sie muss immer mit. Denn alles Tun und Lassen aller Triebe, sind eng verbunden mit der Allmacht Liebe. Ihr seid noch Jung, habt vor Euch das Leben, und es wird schön sein wenn man sich versteht. Das Band der Liebe soll stets neu man weben, damit es fest bleibt und recht lange hält. .. 4 -4- Vergesst die Liebe nicht in trüben Tagen, denn all zu oft fällt auch ein böses Wort. Man sollte alles sich im Guten sagen, eh es zu spät und dann ist einer fort. Was nützt dann Reue und ein lautes Klagen, wenn es zerrissen dieses zarte Band. Man hat sich plötzlich doch nicht mehr zu sagen, und schwor sich Liebe als man sich einst fand. Vergesst die Liebe nicht wenn auch ergraut die Haare, denkt stets daran trotz aller Arbeit aller Pflicht. Denn all zu schnell vergehn die Lebensjahre, vergesst jedoch dabei die Kraft der Liebe nicht. Ein paar kleine Worte möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben, und ich denke diese Worte könnten auch Ihre eigenen sein: Unser „Ja“ ist ein „Ja“! Unser „Ja“ ist kein „möglicherweise“, kein „unter Umständen“, kein „probeweise“! Unser „Ja“ ist ein „Ja“ – zu uns, wie wir sind und wie wir werden wollen. Darum möchte ich Sie, liebes Brautpaar und Ihre Gäste bitten, sich zu Ihrem „Ja-Wort“ von Ihren Plätzen zu erheben.

 
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