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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (69)
Liebes Brautpaar,
die Zeit des Kennenlernens haben Sie erfolgreich gemeistert, dieses beweisen Sie heute durch Ihre Anwesenheit.
Doch nun gilt es für Sie, nicht nur in der ehelichen Gemeinschaft zu leben, sondern diese vor allem auch zu pflegen. Nicht wie ein liebes Hobby oder eine Freundschaft, wie sie es bisher getan haben, nein denn die Ehe verlagt mehr als nur Anteilnahme oder ein zufälliges Zusammentreffen.
In einer so engen persönlichen wie rechtlichen Beziehung müssen Sie sich selbst einbringen, sich für den anderen einsetzen, ihm zur Seite stehen, auch wenn es einem manchmal schwer fällt.
Denn was gibt es besseres in einer Ehe, als den Partner glücklich zu sehen. Denn darau ergibt sich auch das eigene Glück.
So hat es auch schon Hermann Hesse gesehen, der formuliert hat: Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.
Und hier am Beginn einer für Sie hoffentlich glücklichen, erfüllten Ehe das Bedürfnis zu haben, Ihrem Lebenspartner jeden Wunsch von den Augen abzulesen, wie der Volksmund sagt.
Doch dies ist sicher leichter gesagt als getan.
Denn bei einer Ehe kommt es nicht so sehr auf die materiellen Dinge des Lebens, große Geschenke, schöne Urlaubsreisen oder einen gehobenen Lebensstandard an, sondern vielmehr darauf, dem Partner zu vertrauen, seine Wünsche zu respektieren und ihn als gleichberechtigt zu achten.
Diese Werte sind gefragt und werden zum wirklichen Gelingen Ihrer Ehe beitragen.
In den vor Ihnen liegenden Flitterwochen werden Sie wie auf Wolken schweben, eine innere Zufriedenheit verspüren, den Partner für´s Leben gefunden zu haben, auch dann, so wage ich zu behaupten, wenn jemand wie Sie beide doch schon eine geraume Zeit das Glück der Zweisamkeit genießen durfte.
Sie haben sicher auch bereits erfahren, dass es noch dem ersten Kennenlernen, nach den rosaroten Zeiten des Verliebtseins Lebenssituationen gibt, die bedrücken, die traurig sitmmen oder mutlos machen können.
Wenn Sie dann die Energie und Willensstärke aufbringen, das Heft in die Hand zu nehmen, sich nicht unterkriegen lassen, dann wird die Erfahrung Ihre Verbindung stärken.
Sie noch enger aneinander binden und Ihnen damit zeigen, welche Belastungen eine Ehe tatsächlich auszuhalten vermag.
Lassen Sie sich bei dem Gedanken an sogennate schlechte Zeiten noch irritieren, nehmen Sie die gegenseiteige Verantwortung an, unterstützen Sie sich im täglichen Umgang miteinander und treten Sie einander offen , vertrauensvoll un in ehrlicher Liebe gegenüber, dann steht Ihrem gemeinsamen Glück un damit einem erfüllten Eheleben nichts mehr im Wege.
Um diese Liebe, dieses Glück, das Sie beide in Ihrem Partner gefunden haben, zu bewahren, muss also einiges beachtet werden.
In einem Gedicht von Jörg Zink, das ich Ihnen zum Abschluss meiner kleinen Rede vortragen möchte, kommt dies, wie ich meine, besonders gut zum Ausdruck.
- Gedicht: Glück
 
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