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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (810)

Begrüßung Liebes Brautpaar, werte Trauzeugen, sehr geehrte Hochzeitsgäste. Ich möchte Sie im Namen der Gemeinde … nochmals recht herzlich begrüßen. Als Standesbeamter hat man die sowohl schöne aber auch schwierige Aufgabe den richtigen Inhalt für eine Trauungsrede zu finden. Ich habe mich letztendlich dazu entschlossen, Euch einen Text aus Phil Bosmans Buch „Zum Glück zu zweit“ vorzutragen. Einander gefunden Wie kommen die zwei zusammen, wie finden sie so eng zueinander, dass sie eines Tages, in stiller Zuneigung oder leidenschaftlicher Begeisterung, einander durchs Leben tragen möchten? Das ist Geheimnis Wenn man jemanden gerne sieht, wird man früher oder später ihm oder ihr begegnen, und sei es im Traum. Liebe kann man nicht beweisen. Liebe kennt keine Logik. Du kannst nicht genau sagen, was dich am anderen so bezauberte, aber bei jeder Berührung klopfte dein Herz schneller. Man träumte voneinander. Man fand beieinander ein Zuhause, lange bevor man miteinander wohnte. Man wuchs in das Leben des Partners hinein. Man fühlte sich wohl beieinander. Man fühlte sich wohl in dem großen Geheimnis, das Liebe heißt Liebes Brautpaar! ...Hier kommt der persönliche Teil, abgestimmt auf das Brautpaar..... Liebe ……. ! Lieber …….! Nachdem ihr nun nach langer Prüfung wisst, dass ihr füreinander immer da sein wollt, egal was das Leben bringen wird, habt ihr euch dafür entschieden, heute mit eurem JA-Wort zum einen ganz offiziell eure Liebe und Zuneigung füreinander zum Ausdruck zu bringen und zum anderen eurer Partnerschaft einen gesetzlichen Rahmen zu verleihen. Eure Gefühle füreinander, eure Liebe zueinander hat euch letztendlich dazu bewogen, heute vor mir als Standesbeamten zu erscheinen, um die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Wenn man heiratet, will man ein Leben lang den selben Weg gehen, durch gute und durch schlechte Tage. Ich möchte die Gelegenheit nützen um Euch zwei Wegweiser mit auf euren Eheweg zu geben. Ganz wichtig wird in eurer Ehe sein, sich Vertrauen zu schenken. Nicht blindes Vertrauen, sondern Vertrauen mit hellwachen Augen. Von Adolf von Harnack stammen die Worte Nichts kann den Menschen mehr stärken, als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt. Liebes Brautpaar, die so gewonnene Stärke wird Euch sicherlich helfen auch mit jenen Aufgaben des Lebens fertig zu werden, die nicht so einfach zu bewältigen sind. Zudem wird das gegenseitige Vertrauen ein Klima von Geborgenheit und Wärme erzeugen, indem ihr euch sicher wohlfühlen werdet. Eine große Rolle wird in eurer Partnerschaft auch der Vorsatz spielen, die persönliche Freiheit des Partners nicht einschränken zu wollen. Manche Menschen versuchen nämlich nach der Eheschließung, den anderen zu verändern und zu vereinnahmen. Der Partner darf jedoch nicht als Besitz betrachtet werden und es darf keinesfalls sein, dass dem Partner durch die Umklammerung des anderen die Luft zum Atmen genommen wird. Sich gegenseitigen Freiraum lassen heißt, die Persönlichkeit des anderen wachsen zu lassen, dem Partner die Möglichkeit zur eigenen Entfaltung geben. Ich bin der Meinung, dass nur ein Mensch der sich auch entfalten kann, auf Dauer glücklich sein wird. Und jeder von uns hat lieber einen glücklichen als ein unglücklichen Partner. Ich habe nun einige Voraussetzungen näher erläutert, die ich jedoch nicht als Belehrung verstanden wissen will, sondern einfach als gutgemeinte Ratschläge für ein glückliches Miteinander. Sie sollen das Fundament und die Basis bilden, heute vor allen Anwesenden einander „Ja“ zu sagen und in Zukunft ein gemeinsames Leben zu führen. Ehekonsens Wir kommen nun zum gesetzlichen Teil der Eheschließung: Ich stelle fest, dass alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt sind. Liebe …! Lieber …! Ich will nun an euch beide eine kleine, aber doch so große Frage stellen, die ihr mir mit den Lippen beantworten werdet, aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahr machen müsst. Dazu bitte ich das Brautpaar sich von den Plätzen zu erheben. So frage ich dich ….., bist du gewillt mit deiner Braut‚ Frau …. die Ehe zu schließen, dann antworte mir einem deutlichen JA. Und nun frage ich auch dich …., bist auch du gewillt mit deinem Bräutigam ….. die Ehe zu schließen, dann antworte auch du mit einem deutlichen JA. Nachdem ihr nun beide meine Fragen mit JA beantwortet habt, stelle ich fest, dass ihr hiermit rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Mit eurem JA habt ihr eure Verbindung besiegelt. Mit eurem JA habt ihr euch für ein gemeinsames Leben entschieden. Dass ihr auch in Zukunft immer wieder aufs Neue gerne JA zueinander sagt, das wünsche ich euch von Herzen. Zum äußeren Zeichen eurer Verbundenheit, nehmt nun bitte den Ringwechsel vor. Ich bitte das Brautpaar sich wieder zu setzen. Ehebuch Das verantwortungsvolle Gelöbnis, dass ihr vor mir abgelegt habt, ist im Ehebuch der Gemeinde … festgehalten. Die Urkunde, die hierüber errichtet wurde, werde ich nun verlesen. Sollten irgendwelche Eintragungen unrichtig sein, so bitte ich euch, mich zu korrigieren. Verlesung Ehebuch Wenn alle Eintragungen richtig sind, dann darf ich das Brautpaar, sowie die beiden Zeugen zur Unterschrift bitten. Verabschiedung, Glückwünsche Sehr geehrtes Brautpaar! Am Ende der Eheschließung möchte ich euch noch ein Gedicht von Rainer Haak vortragen. Wenn ich dich brauche, bis du für mich da. Wenn ich allein nicht zurechtkomme, kann ich fest mit dir rechnen. Wenn meine Kräfte nicht ausreichen, stehst du mir bei. Das ist für dich ganz selbstverständlich. Du fragst nicht nach einer Gegenleistung, nach Lohn oder Anerkennung. Es ist ein besonderes Glück, Menschen wie dich zu kennen und zu haben. Sie werden leider immer seltener, denn selbstlose Hilfe gilt nicht als erstrebenswertes Ziel dieser Zeit. Hoffentlich sterben die Menschen wie du niemals aus! Liebes Brautpaar! Ich bin mir ganz sicher dass ihr in eurem Partner diesen einen besonderen Menschen für den gemeinsamen Weg gefunden habt und wünsche euch in diesem Sinne viel Glück, Freude, Erfolg und vor allem Gesundheit.
 
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