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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (817)

Liebes Brautpaar! Liebe Trauzeugen, werte Hochzeitsgäste! Ich freue mich, dass ich heute zur standesamtlichen Eheschließung Frau ………. und Herrn ………. sehr herzlich willkommen heißen. Als Trauzeugen begrüße ich Frau und Herrn……. Sie sind zum Standesamt gekommen, um der Absicht, den Lebensweg gemeinsam zu gehen, eine gesetzliche Grundlage zu geben. Es ist Ihnen sicher bewusst, dass dieser Schritt auch gewisse Verpflichtungen mit sich bringt. In diesem Zusammenhang könnte man ein Zitat vom Dichter Theodor Fontane als Grundlage für eine Eheschließung nehmen: „Zuneigung allein ist nicht genug zum Heiraten, heiraten ist eine Sache für vernünftige Menschen.“ Sie sind nun nach reiflicher Überlegung fest entschlossen, Ihr Leben auf die Gemeinschaft auszurichten: gemeinsam wollen Sie das Leben meistern. In Ihrem Eheleben wird es nicht nur Sonnentage geben. Das Schicksal kann oft hart zuschlagen, und in diesen Tagen wird sich beweisen, ob das Jawort seine volle Berechtigung hat. Die Gründung einer Existenz, die Sorge um die Zukunft, die Arbeit, die Familie und die Kinder stellen eine Ehe oft auf die Probe. Die erste Probe haben sie schon vor der Eheschließung bestehen müssen, als der Bräutigam sich verletzt hat. Manchmal möchte einer der Ehepartner vor den Pflichten und der Verantwortung flüchten. Aber mit gegenseitiger Unterstützung, Verständnis, Vertrauen in sich, in den Partner und in die Zukunft wird es wirklich ein gemeinsamer Weg ins Glück. Wobei das Wort \"gemeinsam\" natürlich sehr große Bedeutung hat. Besonders in einer guten, erfüllten Ehe ist die Gemeinsamkeit sehr wichtig. Man trifft sämtliche Entscheidungen in der Familie gemeinsam. Die Haushaltsführung und die Erziehung der Kinder werden gemeinsam durchgeführt. Auch in der Freizeit nimmt man oft gemeinsame Interessen wahr. Zu einer glücklichen Ehe gehören natürlich auch Kinder. Sie machen eine Familie erst vollkommen. Der Anfang ist mit …….und… schon gut gelungen. Seien Sie Ihren Kindern immer gute Vorbilder, so werden auch sie zu glücklichen Menschen heranwachsen. Aber vor lauter Gemeinsamkeit sollen Sie nicht vergessen, dass auch nach der Eheschließung jeder einen gewissen Freiraum für sich selbst braucht. Sie dürfen sich gegenseitig nicht einengen, denn das würde jeden von Ihnen verändern. Sie lieben sich aber so wie sie jetzt sind. Jeder ist eine eigene Persönlichkeit und soll es auch bleiben. Verlieren Sie nie die Achtung vor dem anderen und seien Sie immer füreinander da. Nehmen Sie sich Zeit für Gespräche miteinander. Ein Gespräch zur richtigen Zeit löst oft viele Probleme von selbst. Eine gute Hilfe in allen Lebenslagen ist auch der Humor. Auf eine Missstimmung mit einem Lächeln zu antworten, ist die beste Möglichkeit aufgebrachte Wogen zu glätten. Auch in der besten Ehe kann es Unstimmigkeiten geben. Aber dennoch ist gerade sie in unserer hektischen Zeit eine moderne Form der Beziehung mit den besten Zukunftsaussichten. Bewahren Sie in ihren Herzen ihre große Liebe zueinander, pflegen Sie sie gut und sie wird von Jahr zu Jahr wachsen. Ebenso wichtig ist natürlich, dass sie auf die Treue nicht vergessen und für die Fehler und Schwächen des anderen Ehepartners Verständnis aufbringen. Ich bin sicher, sie beide sind sich der Verantwortung, die das Ehegelöbnis mit sich bringt bewusst und in diesem Sinne können wir ohne Angst und Vorbehalt den Ehevertrag für sie abschließen. Vorher darf ich noch feststellen, dass sie alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt haben. Ich bin daher in der Lage, Ihre Erklärungen entgegenzunehmen. Ich darf nun das Brautpaar und die Trauzeugen bitten, sich von den Plätzen zu erheben. Ich frage sie, Herr ……….., sind sie mit freiem und festem Willen bereit, ihre Braut Frau …………… zur Ehefrau zu nehmen, dann antworten sie bitte mit \"Ja\"...... Frau ………… ich frage auch sie, ist es auch ihr freier Wille und fester Entschluss, mit Herrn …………… die Ehe einzugehen, so antworten sie bitte mit \"Ja\". .... Nachdem sie nun vor Ihren Zeugen und ohne Vorbehalt erklärt haben, dass sie die Ehe miteinander eingehen wollen, ist Ihr Ehebund geschlossen. Mir, als Ihrer Standesbeamtin, obliegt es nun, auszusprechen, dass Sie rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Zum äußeren Zeichen Ihrer Verbundenheit bitte ich Sie nun, die Ringe zu wechseln. Der Bräutigam darf natürlich jetzt die Braut küssen. Die Fotografen warten schon darauf. Anlässlich ihrer Hochzeit wurde im Ehebuch unseres Standesamtes ein neuer Eintrag angelegt. Ich werde Ihnen diesen nun auszugsweise vorlesen und sie anschließend bitten, diesen Eintrag mit Ihren Unterschriften zu ergänzen. Verlesen Ehebuch Unterschrift Ehepaar neuer Name Zeugen und Standesbeamter Liebes Ehepaar …………………….! Nachdem sie nun ihr \"Ja Wort\" abgegeben haben, beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. Ich darf Ihnen dazu herzlich gratulieren und hoffe, dass all ihre Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Ich wünsche Ihnen viel Glück auf dem gemeinsamen Lebensweg nach dem Motto Albert Schweitzers: Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt! Ich bin sicher, dass sich die Hochzeitsgäste diesen Wünschen anschließen und ebenfalls gratulieren wollen.

 
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