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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (70)
Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Brautpaar,

bevor wir beginnen möchte ich mich kurz vorstellen:
Mein Name ist ... und ich bin einer der zuständigen Standesbeamten für den Bezirk der Stadt ... .


Auch im Namen der Stadt ... darf ich Sie alle herzlich im Standesamt willkommen heißen.


Meine Aufgabe besteht heute darin, von Ihnen beiden, Frau und Herr , eine Erklärung entgegenzunehmen, die ich in Form einer Urkunde zu bestätigen habe.

Nämlich, dass Sie mir auf die Frage, ob Sie miteinander die Ehe eingehen wollen, einzeln und nacheinander in freier Willensäußerung mit einem uneingeschränkten "Ja" antworten.

Anschließend werde ich Sie kraft Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute erklären.

Diese an sich kurze und einfache Erklärung wird weit reichende Folgen haben.
Schließlich hat der Staat im Grundgesetz die Ehe unter besonderen Schutz gestellt und für beide Ehepartner bestehen viele Rechte und Pflichten, die Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch nachlesen können.
So sind Ehegatten unter anderem einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet, sie tragen füreinander Verantwortung und sind sich gegenseitig zu Unterhalt verpflichtet.
Ich hoffe jedoch, dass Sie nicht allein aus rechtlichen Gründen heute vor mir erschienen sind.

Für Ihre Familie, Ihre Freunde und Mitmenschen ergeben sich durch Ihre heutige Eheschließung bestimmt auch einige größere und kleinere Veränderungen.
So werden sie sich zum Beispiel bald an Ihrer Haustür an ein neues Namensschild gewöhnen müssen, denn Sie haben sich dafür entschieden den Namen " " zum Ehenamen zu bestimmen.

Bei der Anmeldung der Eheschließung und auch noch mal vor ein paar Minuten haben Sie viele rechtliche Dinge über Möglichkeiten zur Namensführung und Voraussetzungen zur Eheschließung gehört.
Im Gesetz finden Sie allerdings keine Anleitung, wie Sie eine lange und glückliche Ehe führen können.

Weder der Staat noch sonst wer hat das Recht sich anzumaßen Ihnen vorzuschreiben, wie Sie miteinander zu leben haben, um dieses gewiss erstrebenswerte Ziel zu erreichen.

Aber wie bei einer gemeinsamen Radtour oder einem Spaziergang ist doch der Weg das eigentliche Ziel und ähnlich wie im Berufsleben so gilt es auch in der Ehe sich gegenseitig zu ergänzen, also die individuellen Stärken auch zum Wohle des anderen zu nutzen, auf seine Schwächen Rücksicht zu nehmen und stets an sich zu arbeiten.
Wichtiger als den richtigen Ehepartner zu finden ist es, der richtige Ehepartner zu sein.

Lassen Sie sich beide vielleicht gleichermaßen von Ihrem Herzen und Ihrem gesunden Menschenverstand leiten.

Und betrachten Sie doch die Heiratsurkunde, die Sie gleich erhalten, als Gesellenbrief (Diplomurkunde) Ihrer Partnerschaft.
Den Meisterbrief (Doktortitel der Ehe)werden Sie dann in Form der Glückwunschkarte zu Ihrer Silbernen Hochzeit verliehen bekommen.


(evtl. hier zur Eheschließung passende Kurzgeschichte/Gedicht o.ä. vorlesen oder auf das Brautpaar individuell \"zugeschnittene\" Worte)


Ich darf nun das Brautpaar (und die Trauzeugen) bitten sich zu erheben.


Ich frage zunächst Sie, Herr :
Ist es Ihr ernster und freier Wille mit der hier anwesenden die Ehe einzugehen ?
(Antwort Ja)



Frau :
Ist es Ihr ernster und freier Wille mit dem hier anwesenden die Ehe einzugehen ?
(Antwort Ja)


Nachdem Sie nun (ggfs.: in Gegenwart der Zeugen) Ihren Willen bekundet haben, erkläre ich Sie kraft Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute.
 
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