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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (826)

Redeübersicht Stimmung: heiter , romantisch Adressaten:Brautpaare jüngeren und mittleren Alters, die Kinder aus einer Vorehe mitbringen, die bei der Eheschließung anwesend sind (ab 12 Jahre) Redezeit: ca. 8 Minuten (Musik) Liebes Brautpaar, liebe(r) (Name Kind 1), liebe(r) (Name Kind 2), liebe Gäste, liebe Eltern des Brautpaares und liebe Trauzeugen, Der schönste Tag im Leben! Der schönste Tag im Leben, kann die Geburt eines Kindes sein! Der schönste Tag im Leben, kann der Tag des Einzugs ins eigene Haus sein! Der schönste Tag im Leben kann ein Urlaubstag sein! Der schönste Tag im Leben, kann aber auch der Tag der Eheschließung sein! _______________________________________________ Sicher hatten auch Sie für den heutigen Tag allerhand vorzubereiten und zu planen. Jedes Brautpaar hat verschiedene Wünsche und möchte durch Besonderheiten einen unvergessliches Erlebnis aus der Trauung machen. Ich freue mich natürlich, wenn ich dazu beitragen kann, dass Sie das treffende Ambiente für Ihre Trauungszeremonie finden. Dabei verging die Zeit seit Ihrer Anmeldung wie im Fluge und ich heiße sie nun willkommen im Trauzimmer des ……………… . Die einzureichenden Unterlagen für Ihre Eheschließung konnten schnell überprüft werden. Sie bilden die Grundlage, ein Familienbuch ihrer Ehe anzulegen, das fortan immer an ihrem Wohnsitz geführt wird. Sicherlich ist eine Eheschließung ein formeller Akt, eine Amtshandlung. Aber sie soll auch hier in unserem Trauzimmer mit Festlichkeit umrahmt sein. Wenn nämlich eine große Hochzeitsgesellschaft, wie heute, hier erscheint, Alle festlich gekleidet und freudig aufgeregt sind, schöne Blumen mitgebracht werden und nicht zu letzt, Sie Frau (Name der Braut) in einem so wunderschönen Kleid mit ihrem Bräutigam Herrn (Name des Bräutigams) hereinkommen, liegt immer ein besonderes Flair in der Luft, welches wir nun auch gemeinsam genießen möchten! Bevor ich zum wichtigsten Teil der Trauungszeremonie, nämlich der Frage nach dem Jawort komme, möchte ich noch ein paar persönliche Worte an sie richten. Liebes Brautpaar, liebe (Namen der Kinder), sehr geehrte Trauzeugen und Gäste, Auf den heutigen Tag haben Sie sich sicher sehr gefreut. Das gilt auch für mich als Standesbeamtin. Auch für mich ist jede Eheschließung aufregend. Viele Dinge gehen mir am Vorabend durch den Kopf. Wird das Brautpaar pünktlich sein? Hoffentlich ist nicht so schlechtes Wetter! Habe ich an Alles gedacht, damit es eine schöne Trauung wird? Nun freue ich mich, wieder einmal das Glück zweier Menschen miterleben zu dürfen und sie bei dem ersten Schritt in ihr Eheleben zu begleiten. Immer wieder mache ich mir gern Gedanken zu einer kleinen Ansprache. Dies funktioniert natürlich nur, wenn mir die Brautleute in den Vorbereitungsgesprächen ein paar persönliche Dinge von sich \"preis geben\". An dieser Stelle muss ich Ihnen noch die Frage stellen, ob sich seit der Anmeldung Änderungen bezüglich der Eheschließung ergeben haben? So verrieten sie mir ein paar Ihrer Gründe für Ihren Entschluss, die Ehe als ihren zukünftigen Weg anzusehen. _______________________________________________ „Liebe….“ „Geborgenheit und Halt finden….“ „Jede Umarmung des Anderen ist ein Ankommen….“ „Sich zu hause fühlen….“ „Tiefe Zufriedenheit empfinden, wenn der Partner/die Partnerin anwesend ist….“ „Eine Familie sein….“ „Gemeinsam fröhlich sein und von Herzen lachen…“ „ Sich in anstrengenden Zeiten gegenseitig unterstützen…“ Sie erzählten mir, dass sie in all diesen Punkten gleich empfinden und Sie sind überzeugt, dass dies ausreichende und gute Gründe sind, diese Verbundenheit durch eine Eheschließung zu besiegeln. Ich stimme Ihnen an dieser Stelle auch vollkommen zu. Gelingt es den Partnern, über Jahre diese Gefühle zu erhalten, oder sie immer wieder, wie die Glut eines Feuers, am glühen zu halten, steht dem langjährigen Ehe- und Familienglück nichts im Wege. Bevor sie Frau….., und sie, Herr……. , den Entschluss gefasst haben, Ihre Beziehung auf eine neue Stufe zu stellen, eine Ehe, miteinander einzugehen, lernten sie sich kennen. Sie entwickelten Gefühle füreinander, stellten Gemeinsamkeiten fest oder waren von Gegensätzen magisch angezogen. Vielleicht waren es Ihre Augen, die Ihren Bräutigam faszinierten oder vielleicht war es Ihre Stimme, die Ihrer Braut von Anfang an so vertraut war. Doch nicht nur sie beide waren wichtig in diesem Kennenlernen, sondern auch (Namen der Kinder) gehörten dazu. Auch für sie entstand ein neues Familiengefüge. Bestimmt war es auch nicht immer ganz einfach bis Jeder seinen Platz in der neuen Familienstruktur gefunden hat. Aber gemeinsam haben sie es geschafft, als Familie zusammenzuwachsen, und können heute voller Zuversicht in die Zukunft blicken. Vielleicht haben (Namen der Kinder) sogar kräftig bei Ihrem Entschluss zur Heirat mitgewirkt? Wie auch immer, Sie alle sitzen heute, fröhlich gestimmt, hier in diesem Raum. Also gehe ich davon aus, dass der „Familienrat“ beschlossen hat, dass sie alle so gut miteinander auskommen, dass heute geheiratet wird. Die Kinder (Namen der Kinder) sind in ein paar Jahren schon Erwachsen. Doch sicher hat man als Jugendlicher auch Vorstellungen vom neuen Elternteil. Vielleicht wünschen sie sich eher einen weiteren guten Freund/Freundin in Ihnen, zu dem sie mit allerlei Fragen gehen können. Nicht wahr? Die Jugendlichen müssen heutzutage recht früh ihren eigenen Weg finden. Viele Hürden des Erwachsenwerdens sind noch zu nehmen, doch liebevoll begleitet, auch vom neuen Elternteil, wird es leichter zu schaffen sein. Ich gehe davon aus, das Sie sich Herr(Frau) neben ihrer Beziehung und dem Berufsleben, oft die Zeit nehmen, für ehrliche, offene Gespräche mit (Name Kinder), um ihnen dieser Freund/Freundin zu sein. Sie haben gemeinsam als Familie Lebenspläne geschmiedet und wollen die Zukunft Seite an Seite mit den Kindern meistern. _______________________________________________ Der Start ins Eheleben ist in erster Linie ein freudiges Ereignis, ein Fest für alle Beteiligten. Ich bin überzeugt, dass Sie trotzdem realistisch genug sind, um zu wissen, dass es auch Zeiten geben wird, in denen es auf den starken Zusammenhalt, die Liebe und das Vertrauen ankommen wird. Alle Paare haben solche Zeiten zu bewältigen und alle tun dies auf Ihre Art und Weise. Letztendlich zählt doch das Ergebnis. Ein Gedicht von Jörg Zink, das ich Ihnen noch zum Abschluss vortragen möchte, spricht diese Seite an. Mancher sagt: Glück kommt allein durch die Liebe. Glücklich ist nur, wer geliebt ist. Das ist nicht falsch. Aber es ist nur ein Teil der Wahrheit. Der Geliebte muss Liebender sein, und er muss wissen, wie sich überall im Leben das Gesetz der Spiegelungen wiederholt: Man kann nicht das Glück suchen Und dabei das Glück anderer verletzen. Man kann nicht die Quelle des Glücks irgendwo draußen suchen Und sich, wo man selbst eine Quelle sein soll, den anderen geizig zeigen. Die Liebe wird uns so viel geben An Leben und Glück, wie wir lieben. _______________________________________________ Vielleicht kann dieses Gedicht Ihnen eine Art Leitmotiv für ihren gemeinsamen Weg sein. Damit ich, als Standesbeamtin, Ihren Entschluss zur Eheschließung öffentlich zur Kenntnis nehmen und beurkunden kann, kommen wir nun zur Fragestellung und deshalb bitte ich Sie, sich nun mit mir gemeinsam von Ihren Plätzen zu erheben. (Musik) Die Trauzeugen möchte ich ebenfalls mit nach vorn bitten. _______________________________________________ Ich richte zunächst an Sie Herr …………………….die Frage: ist es ihr fester und eigener Wille mit Frau …………………………………die Ehe einzugehen, und den gemeinsamen Ehenamen ……………………….zu führen, so antworten Sie mit „JA“. Und Sie Frau ………………………………. ist es auch Ihr fester und eigener Wille die Ehe mit Herrn ……………………………………………einzugehen, und den gemeinsamen Ehenamen …………………………………. zu führen, so antworten Sie mit „JA“. Nach dem Sie nun beide meine Frage mit „JA“ beantwortet haben, spreche ich aus, dass Sie damit kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Sie dürfen, wenn sie möchten, das Jawort mit einem Kuss besiegeln. Versprechen Sie sich beide, dass Sie fest und treu zusammen stehen werden, in Freude aber auch in Leid. Die Ringe sind schon seit alten Zeiten das Symbol für die Ehe, weil ein Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so wie Ihre gegenseitige Zuneigung und Liebe kein Ende haben soll. Als äußeres Zeichen Ihrer Liebe und Treue möchte ich Sie Herr ……………….. bitten, Ihrer Ehefrau den Ring anzustecken. Auch Sie Frau …………………………bitte ich, Ihrem Ehemann den Ring als äußeres Zeichen Ihrer Liebe und Treue anzustecken. Ich bitte Sie nun wieder Platz zu nehmen! Aus Anlass Ihrer Eheschließung ist im Heiratsbuch folgende Niederschrift aufgenommen, die ich Ihnen nun vorlesen werde. Achten Sie bitte darauf, dass alle Angaben richtig und vollständig sind. Ich bitte Sie und Ihre Trauzeugen nun die Richtigkeit des Heiratseintrages mit Ihrer Unterschrift zu bestätigen. (Musik) Schlusswort: Liebe Frau ….Ehename …, lieber Herr…Ehename....., Ganz bestimmt konnte ich in meiner kleinen Ansprache nicht alle Dinge und Aufgaben ansprechen, die in Ihrer Ehe auf Sie zukommen werden. In die Zukunft können wir alle nicht schauen. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass es ein wunderbares Abenteuer werden wird, in dem Alle jeden Tag neuen Herausforderungen gegenüberstehen werden. Von mir erhalten Sie die besten Wünsche für Ihr gemeinsames Glück und ich darf Ihnen nun als Erste zu Ihrer Eheschließung gratulieren und Ihnen Ihr Stammbuch der Familie überreichen. Gratulation!

 
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