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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (828)

Sehr geehrte Frau ...., sehr geehrter Herr ..., sehr geehrte Trauzeugen und Gäste – herzlich willkommen im Trauungsraum ........ Sie liebes Brautpaar möchten heute offiziell JA zueinander sagen. Sie haben gemeinsam diesen wichtigen Festtag vorbereitet, damit es ein schöner und unvergesslicher Tag für Sie wird. Die gemeinsame Vorbereitung wird jetzt mit der heutigen Eheschließung gekrönt und ist der Beginn eines neuen Lebensabschnittes, dessen Gestaltung ganz bei Ihnen liegt. Gestatten Sie mir bitte, dass ich vor der Trauung ein paar persönliche Worte an Sie richte. Als ich mich auf Ihre Trauung vorbereitet habe, bin ich auf eine nette Anekdote gestoßen. In einem Wohnzimmer standen ein bequemer Polstersessel und ein Holzsessel. Die ganze Familie benützte ausschließlich den Polstersessel. Der Holzsessel der unmittelbar daneben stand, ging immer leer aus. Eines Tages fragte der Holzsessel den Polstersessel: „Warum setzen sich immer alle nur bei dir nieder? Bei mir sitzt nie jemand!“ Daraufhin antwortete der Polstersessel: „ Ich gebe nach!“ und lächelte. Mit dieser Geschichte will ich keineswegs zum Ausdruck bringen, dass Sie in Ihrer Ehe immer nachgeben sollen. Diese Anekdote bringt zum Ausdruck, dass Sie sich in Ihrer Ehe wohlfühlen und ein bequemer Partner sein sollen – und nicht unbequem und hart. Sie liebe Frau ..... und Sie lieber Herr ..... sagen heute JA zueinander. Das bedeutet, dass Sie mit dieser Trauung nicht nur einen rechtlichen Vertrag miteinander schließen. Vielmehr sagen Sie JA zueinander und bringen damit klar zum Ausdruck: Ich stehe zu dir, ich mag dich so wie du bist, mit dir möchte ich mein Leben teilen, für unsere Partnerschaft lohnt es sich Zeit zu investieren. Es ist wichtig, ein „WIR-Gefühl“ zu entwickeln. Gemeinsam ist es für Sie beide leichter – schöne, aber auch schwere Stunden miteinander zu teilen. Sie haben nun den richtigen Partner bzw. die richtige Partnerin an Ihrer Seite und Sie können sich glücklich schätzen. Dieses Glück hängt aber nicht von materiellen Dingen ab – Glück das sind oft Kleinigkeiten – wenn Sie zum Beispiel nach Hause kommen und feststellen, da ist jemand, der sich auf mich freut. Auch wenn Sie jetzt mit der Heiratsurkunde fest miteinander verbunden sind und ein starkes „WIR-Gefühl“ entwickelt haben heißt das nicht, dass Sie sich künftig anpassen oder sich sogar unterordnen sollen. Das würde nämlich auf Dauer nicht gut gehen. Bisher haben Sie aufeinander Rücksicht genommen und Verständnis für den anderen aufgebracht – das soll auch so bleiben. Das heißt, jeder von Ihnen soll trotzdem seine eigene Persönlichkeit behalten. Ich bin davon überzeugt, das ist die beste Voraussetzung, dass Ihre Liebe erhalten und Ihre Partnerschaft spannend bleibt, denn völliger Gleichklang und Anpassung ruft rasch Langeweile hervor. Ich habe nun einige Voraussetzungen für eine glückliche Ehe erläutert. Abschließend wünsche ich Ihnen, dass sich alle Erwartungen und Wünsche, die Sie mit dem heutigen Tag verbinden, in Erfüllung gehen. Somit wende ich mich den gesetzlichen Bestimmungen zu. Bei der Ermittlung der Ehefähigkeit wurde festgestellt, dass alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt werden – alles was jetzt noch fehlt ist Ihr JA-Wort. Aus einem - ICH - und aus einem - DU - soll nun ein WIR werden und ich bitte das Brautpaar und die Trauzeugen dazu nun aufzustehen. KONSESGESPRÄCH + Ehebuch Ich möchte Ihnen gerne zum Abschluss der Trauungszeremonie noch ein Gedicht auf Ihren gemeinsamen Lebensweg mitgeben: Das Gedicht heißt: Von ganzem Herzen Es geht um die Kunst zu lieben. Einander nahe zu sein, ohne sich zu nahe zu treten. Sich täglich sehen, ohne alltäglich zu werden. Eins sein und doch zwei bleiben. Sich auseinandersetzen. Und sich wieder zusammensetzen. Hand in Hand. Seite an Seite. Herz an Herz. In guten wie in schlechten Zeiten. Weil dieses Gedicht so aussagekräftig ist, möchte ich es Ihnen gerne zur Erinnerung an den heutigen Tag schenken.

 
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