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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (840)

Liebes Brautpaar, es ist für mich eine besondere Freude, bei Euerer heutigen Eheschließung mitwirken zu dürfen. Ein herzlicher Willkommensgruß gilt Euch liebe .... und lieber ....... Begrüßen darf ich auch Euere Gäste. Ihr habt den geliebten Menschen gefunden, mit dem ihr Euer Leben teilen möchtet. Angefangen hat alles, in dem ihr Euch kennen gelernt habt und die Knospe des Zutrauens bei Euch zur Blüte der Liebe geworden ist. Lasst diese Blüte nicht unter der Gleichgültigkeit des Alltags verdorren. Pflegt und hegt diese Blüte, denn sie ist sehr kostbar und dabei doch sehr zerbrechlich. Eine alte Lebensweisheit sagt, dass die Liebe durch den Zweifel verwundet, durch die Untreue getötet und durch das Vergessen begraben wird. Dies dürft ihr NIEMALS zulassen. Es wir Zeiten geben, in denen ihr Euch ansehen werdet und der eine wissen wird, dass der andere jetzt gerne ein Lächeln sehen oder Zärtlichkeit spüren will, damit er sich dem anderen öffnen, ja anvertrauen kann. Zögert dann nicht und lasst solche Gelegenheiten nicht ungenutzt, denn das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen, wenn wir aus ihm vertrieben sind. Im Endeffekt gewinnt doch immer derjenige, der lieben, dulden und verzeihen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich in der Partnerschaft unterordnen und völlig selbst aufgeben soll. Zeigt dem Partner Euere Gefühle und Stimmungen. Seid ruhig mal der Sand im Getriebe Euerer zukünftigen Ehe. Dies wird Euere Liebe immer wieder von neuem anfachen und dem Partner zeigen, dass man eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten ist, dass man manchmal seinen Freiraum braucht. Liebe fordert das Loslassen, nicht das Besitzen wollen. Es ist Hingabe gefordert, nicht die völlige Selbstaufgabe. Es ist nun mal nicht die Aufgabe der Liebe, einander näher zu kommen, so wenig wie Sonne und Mond zueinander kommen oder Meer und Land. Das Ziel der Liebe und Ehe ist es, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen, was er ist: nämlich des anderen Gegenstück und Ergänzung. Und sollten manchmal Zweifel und Bedenken aufkommen, dann denkt an die schönen und glücklichen Augenblicke Eurer Liebe, denn das Wesentliche sieht man nur mit dem Herzen. Ich möchte nun meine Rede mit Heinrich Heine beenden, der sagt: Die Engel, die nennen es Himmelsfreud; Die Teufel, die nennen es Höllenleid; Die Menschen, die nennen es – Liebe!!!

 
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