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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (841)

Liebes Brautpaar, liebe Trauzeugen, liebe Gäste, ich begrüße Sie recht herzlich zu Ihrer Eheschließung, heute am . Heute ist für alle Anwesenden ein besonderer Tag, denn eine Eheschließung ist nichts Alltägliches, sondern etwas zum Feiern und ich als Ihre Standesbeamtin werde heute öffentlich feststellen und beurkunden, daß Sie mit dem „Ja-Wort“ rechtlich verbundene Ehegatten sind. Das kleine unscheinbare Wörtchen „JA“ – heute ist es von großer Bedeutung. Mit diesem „JA“ läßt sich gerade heute viel ausdrücken. Ich erlebe immer wieder, dass dieses Wörtchen für Zuneigung und Liebe steht, ich als Standesbeamtin und natürlich –genau wie Sie- als Privatperson. Bei der Eheschließung selbst gibt es wenig Formvorschriften. Eine Vorschrift, die aber unbedingt eingehalten werden muß, ist, daß der Heiratseintrag vorgelesen wird. Mit dem ich nun beginnen möchte:: Waren alle Angaben richtig? Nun geht es noch einmal um ihren Namen. Bei der Anmeldung zur Eheschließung wurden mit Ihnen schon die vielen Möglichkeiten der Namensführung besprochen. Da es so viele Möglichkeiten gibt, hat man dafür noch ein eigenes Formblatt entwickelt, auf dem Sie ihren Namenswunsch mit ihren Unterschriften bestätigen. Bevor ich nun zum wichtigsten Teil dieser Amtshandlung, nämlich der Frage nach dem „Ja-Wort“ komme, möchte ich noch ein paar persönliche Worte an Sie richten: Mit der heutigen Eheschließung beginnen Sie ein gemeinsames Buch zu schreiben. Es ist ihr ureigenes Buch. Noch sind die Seiten des Buches leer und unbeschrieben, sie füllen sich Tag für Tag; Es soll eine unendliche Geschichte werden. Der Titel des Buches wird von Ihnen gewählt; zur Auswahl stehen verschiedene Überschriften: „ Unsere tagtägliche Liebe“, „Unser gemeinsames Leben“, „Unsere tagtägliche Zuwendung“ oder „Unser täglich wachsendes Vertrauen“. Ganz gleich, welchen Titel sie auch wählen, das Buch handelt von Ihnen, von Ihrem ehelichen Zusammenleben. Dieses Buch, das sie heute beginnen zu schreiben wird interessant und spannend; es wird sie verbinden durch das gemeinsame Tun und Erleben; sie finden sich und ihren Partner in dem Buch wieder und erkennen sich gegenseitig. Das gemeinsame Buch Ihrer Ehe beschreibt in den verschiedenen Kapiteln Ihre Liebe zueinander Ihre Liebe im Alltag und die Entwicklung im Verlaufe ihres Ehelebens. Liebe öffnet die Augen füreinander, und sie besteht nicht darin, daß sie einander anschauen, sondern darin, daß sie beide in die selbe Richtung schauen. Schon Albert Camus sagte: „Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit Ihm alt zu werden. Keine leichte Aufgabe, eher eine große Herausforderung. Ich darf Sie nun bitten, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Nun frage ich Sie, Herr , wollen Sie mit der hier anwesenden , die Ehe schließen, dann antworten Sie mit „Ja“. Ich richte meine Frage nun an Sie, Frau . Ist es auch Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Herrn , die Ehe einzugehen, dann antworten Sie mit „Ja“. Da Sie beide meine Frage übereinstimmend mit „Ja“ beantwortet haben, stelle ich fest, daß Sie nunmehr kraft Gesetzes rechtlich verbundene Ehegatten sind. I(Sie könne sich nun Ihre Ringe anstecken, die auch heute immer noch ein Symbol dafür sind, daß sie nunmehr fest verbundene Ehegatten sind.) Ich wünsche Ihnen beiden ein langes, glückliches Eheleben. Sie dürfen nun wieder Platz nehmen. Sie sagten bewußt „Ja“ zum Partner, d. H. Sie erklären sich bereit, ihn bez. Sie so anzunehmen, wie er bzw. sie ist, mit allen seinen Fehlern und Schwächen, aber auch seinen Talenten und Stärken. Sie werden Die Höhen und Tiefen im Leben gemeinsam erleben und durchstehen und auch den ganz normalen Alltag zusammen verbringen. Ziel wird es sein, sich gegenseitig zu unterstützen, zusammen die Gegenwart zu gestalten und die Zukunft zu planen. Schon heute, nach ihrer Kennenlernphase können sie von sich sagen, daß sie Weggefährten wurden, Partner, ein Team und nun ab heute ein Ehepaar. Wer den anderen liebt, läßt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird. Wie Ihre Liebe zueinander ist, so ist auch Ihr gemeinsames Buch einmalig. Ich wünsche Ihnen viele freudige und erlebnisreiche Seiten, erfüllende Kapitel, zufriedenstellende Abschnitte, so daß sie schließlich den Titel ändern in: „Unser glückliches Eheleben als unendliche Geschichte unserer gegenseitigen Liebe“. Bevor Sie nun den Heiratseintrag unterschreiben, werde ich ihnen daraus noch den zweiten Teil des Heiratseintrages vorlesen.

 
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