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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (858)

Liebes Brautpaar, sehr geehrte Gäste, ich begrüße Sie im Namen der Gemeinde ***** recht herzlich hier bei uns in den Räumlichkeiten des Rathauses. Eine Ehe zu schließen gehört für mich zu den freudigen Momenten meiner Tätigkeit. Frau *****, Herr *****, Sie beide sind heute hierher gekommen um zu heiraten und um einen wichtigen, zumindest formalen Schritt, in die Zukunft zu tun. Bevor Sie diesen Schritt tun, lassen Sie mich ein paar Worte auf Ihren zukünftigen Lebensweg mitgeben. Nach wie vor ist das Heiraten in unserer Gesellschaft „in“. Obwohl es in unserer Gesellschaft auch andere Formen des Zusammenlebens gibt, hat die Ehe ihre herausragende Stellung nicht verloren. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Ehe die einzige vom Gesetzgeber rechtlich geschützte Lebensgemeinschaft ist. Ehe und Familie bietet soziale Sicherheit für alle Beteiligten und ist eine gute Investition in die Zukunft. Meine Aufgabe ist es, die Ehe für Sie aus rechtlicher Sicht zu betrachten und vor allem, Ihrer Ehe die rechtliche Geltung zu geben. Nach dem neuen Personenstandsrecht muss ich Ihnen nochmals die Frage stellen, ob sich zu Ihren Angaben bei der Anmeldung der Eheschließung irgendwelche Änderungen ergeben haben? Die Regelungen und gesetzlichen Vorschriften zur Ehe, sind im Familienrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches verankert. Sie enthalten unter anderem, gesetzliche Vorschriften zum Güterrecht, zum Sorgerecht und zum Namensrecht. Bereits bei der Anmeldung zur Eheschließung wurden Sie über die Möglichkeiten der Namensführung unterrichtet. Gemeinsam haben Sie sich dafür entschieden, den Familiennamen ***** zu führen. Somit hätten wir den wichtigen Punkt der Namensführung schon geklärt. Ebenso ist die Beistandspflicht in § 1618a BGB geregelt. Diese besagt, dass Ehepartner „in guten und in schlechten Zeiten“ füreinander da sein sollen. Sie müssen auch füreinander Sorgen, wenn ein Ehepartner mal krank oder gebrechlich sein sollte. Dies wäre also die rechtliche Seite! Jeder Mensch ist auf der Suche nach dem passenden Gegenstück, einen Partner, der einen unterstützt und der Ihm Zuneigung, Vertrauen, aber auch Achtung entgegenbringt. Heute sind Sie glücklich am Ende Ihrer Suche angelangt, stehen aber am Anfang einer neuen, großen Herausforderung. Das Leben ist wie eine große Reise und - mit dem heutigen Tag Ihrer Eheschließung - schlagen Sie damit einen gemeinsamen Weg ein. Dieser Weg wird nicht immer nur gerade verlaufen, sicherlich werden Sie auf Ihrem gemeinsamen Weg auf manche Weggabelung stoßen, an der Sie vor der Frage stehen, welche Richtung Ihr Leben nun nehmen soll. Damit auch Sie auf Ihrem weiteren Lebensweg stets eine gemeinsame Entscheidung treffen können, möchte ich Ihnen einen kleinen Spruch auf Ihren weiteren, hoffentlich, langen Lebensweg mitgeben. „Liebe besteht nicht darin, dass man sich anschaut, sondern dass man in dieselbe Richtung blickt.“ (Antoine de Saint-Exupery, französischer Schriftsteller, 1900-1944) Um Ihre Ehe nun zu schließen, bitte ich Sie (und Ihre Trauzeugen), sich von den Plätzen zu erheben. Ich frage Sie (in Gegenwart Ihrer Trauzeugen) Herr ***** ist es Ihr freier und eigener Wille mit Frau ***** die Ehe einzugehen, so antworten sie bitte mit „JA“! Nun frage ich Sie (in Gegenwart Ihrer Trauzeugen) Frau ***** ist es auch Ihr eigener Entschluss, mit dem hier anwesenden Herrn ***** die Ehe zu schließen, dann antworten Sie bitte mit „JA“! Nachdem Sie beide die Fragen mit „JA“ beantwortet haben, erkläre ich Sie nun kraft Gesetzes und kraft meines Amtes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten. Sie dürfen sich jetzt gerne küssen. (Als Zeichen Ihrer symbolischen Verbundenheit, bitte ich Sie nun, sich Ihre Eheringe anzustecken.) Ich bitte Sie nochmals Platz zu nehmen, da ich nun die (Erklärung zur Namensführung und die) Niederschrift über die Eheschließung vorlese. Ich wünsche Ihnen für Ihren gemeinsamen Lebensweg, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Das Glück, die Freude und die Zufriedenheit, die Sie von Ihrer Ehe erwarten.

 
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