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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (860)
Liebes Brautpaar, werte Trauzeugen und Hochzeitsgäste! Ich darf Sie heute rechtherzlich hier im Standesamt der ………………. begrüßen. Liebes Brautpaar! Sie haben heute die Absicht die Ehe miteinander einzugehen, und ich habe die Aufgabe öffentlich festzustellen und zu beurkunden, dass Sie mit Ihrem JA-Wort heute rechtlich verbundene Eheleute sind. Liebe Frau …, Lieber Herr…! Bevor ich mit der eigentlichen Trauung beginne, erlauben Sie mir bitte ein paar persönliche Worte an Sie. Ganz einfach ist es ja nicht, die passenden Worte für ein solch großes Ereignis im Leben zweier Menschen zu finden, aber ich habe mich natürlich auch auf die Trauung vorbereitet und möchte Ihren gemeinsamen Weg mit einer Reise vergleichen. Rudolf Weiss schrieb Wir haben keine Hochzeitsreise gemacht – Wir sind noch unterwegs auf unserer Reise durch die Hoch´s und Tief´s unserer Zeit Liebes Brautpaar! Für jede Reise packen wir unsere Koffer. Diese, Ihre Reise, ist keine in ein 4-Sterne-Hotel mit Animationsprogramm. Nein, es ist eine Entdeckungsreise, auf der jeder für sich selbst gefordert wird. Das Gepäck für diese Reise muss gut überlegt werden, denn es soll nicht als Ballast erscheinen. Dennoch gehören viele notwendige Dinge in den Koffer gepackt. Auch die Reisebegleiter dürfen nicht fehlen, die Sie auf Ihrer Lebensreise begleiten werden und die ich Ihnen nun vorstellen darf. Ein wichtiger Reisebegleiter – der Wichtigste, meiner Meinung nach – ist natürlich die LIEBE. Heute geht es um Ihre Liebe. Es ist ein kurzes Wort und es sagt doch so viel. Wir haben heute eine bequeme Wohnung oder ein schönes Haus, eine gute Gesundheit, vielleicht auch genügend Geld – doch das sagt alles nichts, wenn die Liebe fehlt. Heute geht es um Ihre Liebe die durchhält und treu bleibt, auch wenn unerwartete Stürme durchs Leben wehen. Was Sie zusammengeführt hat, ist die Liebe. Sie empfinden dies als Glück und Glück ist es, was Sie nicht nur augenblicksweise anstreben, sondern für Ihr ganzes zukünftiges Leben. Das Glück in einer Beziehung wird uns aber nicht geschenkt. Wir müssen es uns etwas kosten lassen – nicht Geld, sondern Zeit und viel Aufmerksamkeit. Zeit ist etwas Kostbares und gleichzeitig Notwendiges. Der Alltag bringt Hektik und Stress mit sich, so viele Dinge sind zu erledigen, müssen Platz finden in unserem Tagesablauf. Sich dann für den Partner bewusst Zeit zu nehmen, ist daher ohne Zweifel ein Geschenk und Ausdruck der besonderen Wertschätzung. Nehmen Sie sich Zeit zum Träumen, zum Genießen, zum Entspannen. Zeit haben zum Zufriedensein, zum Hoffen und zum Lieben – Zeit haben zum Leben. Schenken Sie Ihrem Partner aber auch Aufmerksamkeit, nehmen sie Teil an allem was den anderen ausmacht, was ihn beschäftigt und berührt. Es sind nämlich nicht die großen Taten, die ein Paar fürs Leben zusammenschweißt, sondern vielmehr die unscheinbaren Gesten und die kleinen Aufmerksamkeiten, die zu einem erfüllten Leben gehören. Dies waren jetzt die Wegbegleiter Glück, Zeit und Aufmerksamkeit. Ein weiterer wichtiger Begleiter Ihrer Reise soll das Vertrauen und die Geborgenheit sein. Man vertraut einander, weil man sich zueinander hingezogen fühlt. Weil man weiß, das man einander so akzeptiert, wie man ist, dass man offen füreinander ist und sich gegenseitig unterstützt. Man vertraut der Stärke der Bindung, weil man schon die Erfahrung gemacht hat, gut miteinander auszukommen und in schwierigen Situationen füreinander dazu sein. Und weil man einander vertraut, wird man auch eventuell auftauchende Probleme bewältigen. Geborgenheit bedeutet zu wissen, dass jemand da ist, auf den man sich verlassen kann, nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten. Wenn man nach Hause kommt und mit dem Partner über die Erlebnisse des Tages sprechen kann. Wenn man in den Arm genommen wird und sich geliebt und angenommen fühlt. Die Gesprächsbereitschaft soll aber auch ein wichtiger Wegbegleiter auf Ihrer Reise zu zweit durchs Leben sein. Bemühen Sie sich immer, auch wenn Sie sich über den anderen geärgert haben, miteinander zu reden. Lassen Sie nichts Unausgesprochenes zwischen Ihnen stehen. Bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten in der Ehe, wird es notwendig sein, das eigene Verhalten zu überprüfen und auch eine, von der eigenen Überzeugung abweichende Meinung, zu dulden. Begegnen Sie Ihrem Partner hier mit Freundlichkeit und Gelassenheit. Haben Sie Mut und Überwindungskraft – Kompromisse zu schließen, und vor allem haben Sie Toleranz dem Partner gegenüber. Toleranz, so sagt man, heißt nicht alles zu begreifen, aber vieles zu verstehen. Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt: Im Ehestand muss man sich manchmal streiten; denn dadurch erfährt man etwas voneinander – und wie recht er damit hat. Viele Konflikte und Ehekrisen könnten vermieden werden, wenn der Streitpunkt direkt angesprochen wird, und nicht wie so oft der eine Birnen meint und der andere Äpfel. Also bleiben Sie im Gespräch, scherzen Sie miteinander, seien Sie aber auch immer wieder bereit, dem anderen zu verzeihen. Liebe Frau…, lieber Herr…! Sie werden auf Ihrer Lebensreise – durch Wüsten wie durch Oasen ziehen, sie werden Stürme, Regen und auch den Sonnenschein erleben. In Ihrer Ehe wird es mal langweilige Momente und mal abenteuerliche, spannende Begebenheiten geben. Mal wird in Ihrer Ehe alles viel zu schnell vorübergehen und ein andermal werden Sie auf der Stelle treten und nicht vorwärts kommen. In diesen Momenten werden Sie umdenken und neue Wege einschlagen müssen, die Selbstvertrauen erfordern und Sie aus dem Stillstand befreien und neues Glück versprechen – und dann wird Ihre Lebensreise auch weiter gehen. Alles in allem steht Ihnen beiden eine aufregende Reise bevor – und auf diese – eben Ihre Lebensreise – würde ich Sie jetzt gerne schicken. Eine Reise in die Zukunft als Eheleute. Zum Zeichen der Besonderheit dieses Augenblickes, möchte ich Sie und die Trauzeugen bitten, sich von den Plätzen zu erheben. Herr…., ich frage Sie im Beisein Ihres Zeugen, ist es Ihr freier Wille und fester Entschluss mit Frau…., den Bund der Ehe einzugehen, dann antworten Sie mit Ja. Frau…, ich frage nun Sie im Beisein Ihres Zeugen, ist es Ihr freier Wille und fester Entschluss mit Herrn…., den Bund der Ehe einzugehen, dann antworten auch Sie mit Ja. Nachdem Sie beide meine Frage mit Ja beantwortet haben, spreche ich aus, dass Herr…. und Frau… nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Die Ringe die Sie mitgebracht haben und nun tauschen werden, sind Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue sie haben keinen Anfang und auch kein Ende und können ohne Gewalt nicht getrennt werden. So, liebes Ehepaar, so soll es auch in Ihrer Ehe sein. Zum Zeichen Ihrer Verbundenheit darf ich Sie bitten, die Ringe anzustecken. KUSS Platz nehmen Als dauerhaftes Zeugnis Ihrer Eheschließung, wurde Ihre Ehe ins Ehebuch des Standesamtes der ………………… eingetragen. Diesen Eintrag werde ich nun auszugsweise vorlesen. Die Ehe wurde vor dem Standesamt der ………. mit der Nummer ../.. geschlossen. Herr…, wohnhaft in ……………. und Frau…, Familienname vor der Eheschließung…, ebenfalls wohnhaft in ……….., sind zur Eheschließung vor der unterzeichnenden Standesbeamtin erschienen. Die Standesbeamtin hat die Verlobten einzeln und nacheinander befragt, ob sie die Ehe miteinander eingehen wollen und nach Bejahung der Frage ausgesprochen, dass sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Tag der heutigen Eheschließung ist der …../……. Die Eheschließenden haben den Familiennamen des Mannes als gemeinsamen Familiennamen bestimmt. Als Trauzeugen sind anwesend, Herr…..,wohnhaft in ………. und Herr…, wohnhaft in ……….. Nun darf ich die Ehegatten und die Trauzeugen bitten, das Ehebuch zu unterschreiben. Ehebuch Liebes EHEPAAR! Ihre Entscheidung, die Reise durch Ihr Leben in Zukunft gemeinsam zu gehen, brachten Sie beide nun mit Ihrem Ja-Wort zum Ausdruck. Sie haben nun vor dem Gesetz die Ehe geschlossen, indem Sie beide öffentlich und vor Zeugen erklärt haben, einander als Ehemann und Ehefrau angehören zu wollen. Ich möchte Ihnen liebes Ehepaar, für Ihre gemeinsame Reise alles Gute und viel Glück wünschen, mögen aber besonders Ihre eigenen und gegenseitigen Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen und der heutige Tag immer in schöner Erinnerung bleiben. Auch im Namen unseres Bürgermeister……….., darf ich die allerbesten Wünsche aussprechen und Ihnen – in Ihrem Namen die Heiratsbeihilfe der ………., sowie die Familienurkundensammlung überreichen. Familienurkundensammlung und Gratulation Liebes Ehepaar, werte Trauzeugen und Hochzeitsgäste! Der offizielle, rechtliche Teil der Eheschließung ist beendet, ich darf mich nun bei Ihnen allen verabschieden und alle Anwesenden einladen nach vorne zu kommen um dem glücklichen Ehepaar zu gratulieren. Auf Wiedersehen!

 
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