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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (864)

Hier im Trauungssaal der ………………………. freue ich mich heute besonders, Sie das künftige Ehepaar ……….. und ………… auf das herzlichste hier begrüßen zu dürfen. Ihre Trauzeugen, die Eltern der Braut und des Bräutigams, ihre Hochzeitsgäste, ihnen liebe Menschen, die gekommen sind um mit Ihnen diesen Tag zu feiern, auch ein herzliches Willkommen in ……….. In unserem historischen Hause wurde schon vor Jahrhunderten, so wie heute das Schicksal von Menschen gelenkt und bestimmt. Die schönste Art der Lenkung und Bestimmung ist die Verbindung von zwei Menschen, die einander in Liebe zugetan sind und den Bund der Ehe schließen wollen. Die Lenkung übernimmt vielfach das Schicksal. Ein bedeutsamer Schritt führt Sie, liebes Brautpaar, um im kleinen festlichen Kreise den Bund der Ehe zu schließen. Dieser Stunde galten in den letzten Wochen sicherlich Ihre Gedanken, vielleicht aber auch die Frage, was Ihnen die Zukunft bringen wird. Sie haben das Gefühl füreinander bestimmt zu sein und die Überzeugung, ein ganzes Leben nicht nur gut miteinander auszukommen, sondern auch glücklich zu werden, wenn Sie als Krönung ihrer gemeinsam verbrachten … Jahre, am heutigem Tage heiraten. So hat alles im Leben seine Zeit und braucht seine Zeit. Die Kinder und Jugendjahre, Schule, der Beruf und das Erwachsenwerden, mit all seinen Freuden und auch Härten, die Suche nach dem Menschen fürs Leben und heiraten. Die Eltern der Braut und des Bräutigams sind heute glücklich. Sie begleiten mit Zuversicht, Stolz und Freude ihre Kinder auf den Weg in die weitere Zukunft. Dieser heutige Tag ist somit auch Rückschau auf Geschehenes, Abschluss des Vergangenen, ein Hoffen und Sehnen, ein Glücksgefühl, sich Neues erschließen zu können. Denn heiraten, eine Familie gründen, den Sohn ……. hinein nehmen in die neue Familie und gar noch ein wenig führen, ist meiner Meinung nach das Äußerste, dass einem Menschen überhaupt gelingen kann, sagte schon der große Schriftsteller Franz Kafka. So sollte ein jeder sein Schärflein beitragen, sich gegenseitig mit Respekt begegnen und Rücksicht aufeinander nehmen, damit die neue Familie zusammenwächst, recht bald eine Einheit bildet und für alle ein daheim wird. Denn am Anfang einer Beziehung, ist der Mittelpunkt der Partner. Wir sehen die angenehmen Seiten des anderen und bemühen uns, auch ihm nur unsere besten Seiten zu zeigen. Wir hören aufmerksam zu, wenn er erzählt, interessieren uns für seine Hobbys, Ansichten und Meinungen und lieben ihn so, wie er ist. Wir nehmen Rücksicht auf ihn und seine Gefühle und versuchen, bei Meinungsverschiedenheiten – wenn solche überhaupt einmal auftreten sollten – stets freundlich zu bleiben. Wir wollen den Partner weder mit Worten noch mit Taten verletzen. Diese Liebe gibt uns aber auch in den anderen Bereichen des Lebens Kraft. Stress, Ärger und schlechte Laune werden viel leichter weggesteckt, wenn wir an den Partner denken. Die Liebe füreinander wächst und das Gefühl der Zusammengehörigkeit wird immer stärker. Die neue Liebe und der Alltag sollen unter einen Hut gebracht werden. Dass ist manchmal sehr anstrengend. Wenn wir versuchen, uns in den Partner hineinzuversetzen, sein Handeln, Denken und Fühlen verstehen, dann wird uns dies auch gelingen. Damit aus der anfänglichen Verliebtheit sich eine tiefe Zuneigung entwickelt, die es erlaubt, die gemeinsamen Stunden zu genießen und die Situationen zu meistern, die auf einen zukommen werden. Verehrtes Brautpaar, so liegt es nun nur an Ihnen, dieses Glück weiter zu erhalten und daraus den Bund fürs Leben zu gestalten. Es wird Arbeit, vor allem an sich selbst kosten, doch dem Menschen, dem Sie heute die Hand reichen, sollte Ihnen jede Mühe wert sein um das Gedeihen des Glückes zu fördern. Es ist daher ein sinnvolles und hohes Ziel, wenn Sie versuchen dem Partner oder der Partnerin mindestens genau so viel Zeit, Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und Gewissenhaftigkeit zu schenken, wie der beruflichen Karriere, der Familie, den Freizeitaktivitäten oder anderen Interessen. Die Herausforderung, liebes Brautpaar besteht zweifellos darin, Ihre Beziehung auch in späteren Jahren nicht zu vernachlässigen und Ihrer Partnerschaft stets jene Zeit zuzuwenden, die dem hohen Stellenwert entspricht und für die Weiterentwicklung Ihrer Lebensgemeinschaft erforderlich ist. So kommen wir nun zum Ehegelöbnis, in dem Sie, …….. und ……… einander versprechen: Liebe zu geben, Treue zu halten, Achtung zu wahren, Verständnis zu zeigen und füreinander zu sorgen, damit die kommenden Jahre für Sie glückliche und zufriedene Zeiten bringen mögen. Vor Ihren beiden Trauzeugen: ……….. u. ………… frage ich nun Sie Herr ………………., ist es Ihr freier, ernster Wille und wohlüberlegter fester Entschluss, die hier anwesende Braut Frau ………., zu heiraten, sie zu lieben und zu achten, ihr die Treue zu halten, in guten wie in schlechten Tagen, bis der Tod Sie scheidet, dann antworten Sie bitte mit „JA“, ich will“ Ich frage nun auch Sie, Frau ……………….., ist es auch Ihr freier, ernster Wille und wohlüberlegter fester Entschluss, den hier anwesenden Bräutigam Herrn ………………………., zu heiraten, ihn zu lieben und zu achten, ihm die Treue zu halten, in guten wie in schlechten Tagen, bis der Tod Sie scheidet , dann antworten Sie bitte mit „JA“, ich will“ Einem schönem alther überlieferten Brauch folgend, darf ich Sie nun bitten, dass Sie einander die Ringe reichen. Der Ring als Symbol und Sinnbild, des in sich geschlossenen, der Einheit und der Treue! Tragen Sie diese Ringe als äußerliches Zeichen Ihrer Liebe und Bereitschaft, miteinander und füreinander leben zu wollen. Als Zeremoniesymbol Ihrer eben geschlossenen Verbindung Nehmen und reichen Sie einander beide Hände als Zeichen der Gemeinsamkeit, dass Sie nunmehr „Hand in Hand“ durchs Leben gehen wollen. Kraft meines Amtes freue ich mich verkünden zu können, dass Sie nach Aussprache des gegenseitigen Ja-Wortes die Ehe nach den Vorschriften des Gesetzes geschlossen haben und erkläre Sie zu Mann und Frau. Zu rechtmäßigen verbundenen Eheleuten. Jede Gemeinschaft, ganz besonders die Ehe braucht, dass jeder nach Möglichkeit seinen Beitrag leistet, damit es ein lebendiges Miteinander ist und bleibt. Schauen Sie deshalb aufeinander, vor allem darauf, dass es dem Partner gut geht. Erwarten Sie nicht, dass der Andere Gedanken lesen kann, sagen und sprechen Sie Ihre Sorgen und Nöte aus, damit sie gelöst werden können oder leichter zu tragen sind. So auch die Wünsche, Hoffnungen und Gefühle, damit sie in Erfüllung gehen können. Als Standesbeamtin freue ich mich heute ganz besonders, haben Sie doch …….. zum Ort Ihres Glückes ausgewählt. Unsere schöne Gemeinde, soll Ihnen in Erinnerung bleiben, als der Ort, der der Beginn Ihrer gemeinsamen Ehezeit ist. Dieses freudige Ereignis soll sich Ihnen unauslöschlich einprägen, hier wurde Ihre Liebe zueinander besiegelt. Begehen Sie Ihren Hochzeitstag daher jedes Jahr als einen besonderen Festtag im Kreise Ihrer Lieben und denken Sie recht oft zurück, damit das Erinnern die Gedanken und Gefühle die Sie heute bewegen, auch im Alltag immer wieder neu erwachen und sich erneuern können. Vor dem Abschluss der Trauung ist noch das Ehebuch zu verlesen, dass nach den Schlussworten von dem neu vermählten Paar und den Zeugen zu unterschreiben ist. Mit den Worten von Oskar Stock „Zu den wertvollsten aller Gaben zählt, sich Zeit zu nehmen und zu haben und zum Kostbarsten seit Menschengedenken, jemand diese Zeit zu schenken“ schließe ich die Trauung und beglückwünsche das Ehepaar ……… auf das Herzlichste. Die guten Wünsche aller Anwesenden sollen Sie auf dem gemeinsamen Lebensweg begleiten!!!

 
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