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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (875)

Es freut mich, liebes Brautpaar, geschätzte Trauzeugen, werte Hochzeitsgäste, Sie hier im Standesamt der ………………………….. recht herzlich begrüßen zu dürfen. Liebe Maria, lieber Bernd! Ihr seid heute zum Standesamt gekommen, um die ernsten Worte zu sprechen, ich will mit dir gehen, ich will mit dir mein Leben teilen. Welch großer Entschluss, welch glückliches Bewußtsein liegt in diesen Worten, auch wenn sie nicht ausgesprochen werden. Vertrauen heißt das Wort, auf dem ihr eure Gemeinschaft baut und Liebe ist das Kleid, mit dem ihr sie umgeben wollt. Wir brauchen einander so wenig zu schenken, um glücklich zu sein, ein zärtlicher Blick, ein liebevolles Wort, eine verzeihende Geste. Ein Wort ist oft nicht viel im Leben eines Menschen; ein Wort das aber so viel bedeutet, wollt ihr heute sprechen. Aber nicht nur sprechen, denn das allein wäre zu wenig. Geloben wollt ihr, geloben, dass ihr treue Weggefährten sein wollt, dass ihr bereit seid, alles im Leben miteinander zu teilen, dass ihr als Mann und Frau in einer Gemeinschaft leben wollt - in der Gemeinschaft der Ehe. Mit eurem Ja-Wort vereinigt ihr eure Lebenswege, verbindet ihr eure Schicksale und verpflichtet euch, Freud und Leid ehrlich zu teilen, füreinander liebevoll zu sorgen und einander stets ein guter Kamerad, ein treuer, ein angenehmer Weggefährte zu sein. Ob ihr glücklich werdet, hängt nicht so sehr von Geld und Gut, von Zeit- und Lebensverhältnissen oder gar von den Mitmenschen ab, sondern vor allem davon, wie ihr euch mit dem Menschen versteht, in dessen Hände ihr nun voll Liebe und Vertrauen eure Zukunft legt und wie ihr zueinander seid, wenn eure Meinungen und Wünsche auseinander gehen oder Ärger und Verdruss die Stimmung trüben. Wie schön könnte das Leben sein, wenn wir immer Verständnis für den anderen hätten, wenn uns klar werden würde, dass sein Leben auch unser Leben ist, dass sein Gedeihen auch uns froh macht. Denkt daran, euer gemeinsames Leben nicht mit Kleinigkeiten zu verbringen, welche zum Streit führen – das Leben ist viel zu kurz dafür. In der Zeit eures Kennenlernens, in der Zeit, in der eure Gefühle – eure Sympathie für den anderen immer stärker wurde, habt ihr ein zartes Pflänzchen gepflanzt. Dieses Pflänzchen wuchs nun zu einem kleinen, feinen Bäumchen heran und ihr habt euch nun entschlossen, ab dem heutigen Tag dieses kleine Bäumchen zu euren gemeinsamen starken Lebensbaum zu machen. Er wird jeden Tag wachsen. Seine Nahrung findet er in eurer Liebe, in eurem gegenseitigen Vertrauen und in eurem Verständnis. Unter seiner Baumkrone werdet ihr den Platz finden, um von der Hektik des Alltages auszuspannen und neue Kräfte, für die immerwiederkehrenden Aufgaben des täglichen Lebens, zu sammeln. Vom Wind, von der Sonne, von Hagel, Sturm und Schnee des Alltags wird er geprägt sein und wird auch so manche Narbe davontragen. Kleine Narben, abgebrochene Ästchen werden den Baum nichts anhaben können, sie dienen aber dazu, euch zu mahnen, euch zu sagen, seht her, diese Wunde hat geschmerzt, macht es diesmal besser – macht es diesmal so, dass keine Wunde entsteht – keine Narbe bleibt. Euer Baum wird Spiegel eurer Ehe, eures Zusammenslebens sein. Er wird die Sonnentage, wie auch die Schattenstunden eures gemeinsamen Lebens widergeben. Stärkt und nährt ihn durch eure Liebe und euer Verständnis. Gegenseitiges Vertrauen, Rücksichtnahme, liebervoller Umgang miteinander, wird ihn zu einem schöngeformten, starken Baum gedeihen lassen, dem kein Sturm was anhaben wird können. Und so wünsche ich euch von ganzem Herzen, ein gutes Gedeihen eures, ab dem heutigen Tag gemeinsamen Baumes des Lebens. Ich wünsche euch nicht, dass er mangels Verständnis und Vertrauens eines Tages als dürrer Baum hervorragt, sondern dass er in voller Pracht, wohlgenährt durch eure Liebe, euer ganzes Leben lang euch Halt und Stütze sein wird. Und so will ich an euch eine kleine, und dennoch so große Frage stellen. Eine Frage die euer ganzes zukünftige Leben einschließt. Eine Frage die ihr mit den Lippen beantwortet, aber mit dem Herzen und dem Wollen zum gemeinsamen Leben wahrmachen müsst. Und so frage ich dich, lieber Bräutigam, Bernd ………., bist du gewillt, mit deiner Braut Maria ……….. die Ehe einzugehen, dann antworte mir mit einem deutlichen Ja. Und so frage ich dich, liebe Braut Maria ………….bist auch du gewillt, mit deinem Bräutigam Bernd ………….. die Ehe einzugehen, dann antworte auch du mir mit einem deutlichen Ja. Es freut mich aussprechen zu können, dass ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Der Ring ist Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue. Trägt diese kleinen goldenen Reifen zum äußeren Zeichen eurer Verbundenheit, eurer endlosen Treue, eurer immerwährenden Bereitschaft miteinander und füreinander leben wollt. Nicht Anfang hat noch Ende der Ring er ist wie Ewigkeit und trägt in seinem goldnen Kleid, den Anfang und das Ende. Eure Eheschließung wurde im Ehebuch der ………………. eingetragen, welches ich nun auszugsweise vorlesen werden. Wenn ich geendet habe, bitte ich eure Unterschriften darunter zu setzen – auch die Trauzeugen bitte ich dann zu unterschreiben.

 
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