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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (883)

Liebes Brautpaar! Werte Trauzeugen! Zu dem besonderen Anlass, der uns heute hier zusammenführt, darf ich Euch recht herzliche begrüßen. Besonders freut es mich, dass Ihr Euch doch entschieden habt, die standesamtliche Trauung in eurer Heimatgemeinde durchzuführen. Obwohl die standesamtliche Trauung nur ein kleiner Akt ist und nicht so feierlich wie die kirchliche Trauung, ist es doch der wichtigere Teil, denn erst nachdem Ihr Euch vor mir das „Ja-Wort“ gegeben habt, seid Ihr auch vor dem Staat als Ehepaar anzusehen. Dieses „Ja-Wort“ drückt jedoch mehr aus, als nur den Wunsch, ein Dokument zu erhalten, das eine neue Rechtsstellung in der Gesellschaft gibt. Mit der heutigen Hochzeit bringt Ihr Eurem Partner bzw. Eurer Partnerin zum Ausdruck, dass Ihr Euch eurer Sache sicher seid und die Gefühle füreinander ehrlich sind und vom Herzen kommen. Für zwei Menschen die sich lieben, ist die Trauung das gegenseitige Versprechen, auch in Zukunft füreinander da zu sein, zusammen zu halten, sich zu achten und zu schätzen. Und dieses Versprechen gilt in Eurem Fall nicht nur für Euch als Ehepaar, sondern auch für Euch als ganze Familie. Indem Ihr heute heiratet, zeigt Ihr, dass Ihr und Eurer Kind als Familie aneinander festhalten wollt. Liebes Brautpaar! Ihr lebt ja schon seit einiger Zeit mit Eurer kleinen Magdalena in Eurem neu gebauten Haus zusammen. Ihr seid heute wahrscheinlich mit dem Gefühl und der Überzeugung hier her gekommen, füreinander bestimmt zu sein und glücklich zu werden. Das Glück ist jedoch nicht automatisch mit dem Beginn der Ehe gegeben, es kann auch niemals erzwungen werden, sondern es ist abhängig von der eigenen Anstrengung und dem freien Willen, das WIR dem ICH voranzustellen. Die Fähigkeit glücklich zu sein, hat jeder Mensch in sich. Dies zeigt sich besonders deutlich, wenn man sich verliebt. Denn Glück ist ein Gemeinschaftserlebnis und erfährt eine Steigerung, wenn wir den anderen daran teilhaben lassen oder wenn wir es gemeinsam empfinden. Glück bedeutet weiters gesund zu sein, eine gesicherte Existenz, Freude, Vergnügen zu haben, es bedeutet aber auch, in einer verlässlichen und funktionierenden Partnerschaft zu leben. Eine verlässliche Partnerschaft ist wohl das Wichtigstes, was einem Menschen widerfahren kann. Denn geteilte Freude und geteiltes Glück verdoppelt sich mit dem Menschen, dem man vom Herzen verbunden ist. Leid hingegen wird geteilt, und lässt sich so leichter ertragen. Ein weiteres Geheimnis einer guten Ehe liegt in der Kraft, sich immer wieder aufs Neue und in allen Lebenslagen zu vertrauen. Vertrauen ist wohl die allerwichtigste Voraussetzung für ein dauerhaftes Ehe- und Familienglück. Zu vertrauen heißt, das Gefühl zu haben, in der Gegenwart des anderen sicher zu sein, dass er oder sie uns in Momenten der Verletzlichkeit, der Schwäche oder des Triumphs nicht enttäuschen wird. Achtung und Vertrauen machen den Kern der Liebe aus. Sie machen aus der Liebe etwas Dauerhaftes, etwas, das über einen ersten Eindruck und eine rasche Verliebtheit weit hinausreicht. Liebes Sabine, lieber Martin: Ich wünsche Euch, dass Ihr Eurer Vertrauen zueinander und die Achtung voreinander bewahrt und dass Eurer gegenseitiges Vertrauen die Nüchternheit des Alltags und die Wechselspiele des Lebens überwinden hilft. Mit diesen kurzen persönlichen Worten an Euch, komme ich nunmehr zum gesetzlichen Teil der Trauung. Ich werde Euch jetzt in Anwesenheit Eurer Trauzeugen einzeln und nacheinander fragen, ob es Euer freie Wille ist die Ehe zu schließen. Diese Frage solltet Ihr mit „JA“ beantworten. Aus diesem Anlass ersuche ich Euch und Eure Trauzeugen Euch von den Plätzen zu erheben. - Ich frage Dich ......, ist es dein freier Wille mit der hier anwesenden .......... die Ehe zu schließen, dann antworte bitte mit „JA“ - Ich frage auch Dich , ist es Dein freier Wille mit dem hier anwesenden die Ehe zu schließen, dann antworte ebenfalls mit „JA“ Nachdem Ihr vor mir erklärt habt, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, seid Ihr nunmehr rechtmäßig getraute Eheleute. Ringwechsel: Ihr habt heute zwei Eheringe mitgebracht. Der Ring ist ein uraltes Symbol für Liebe, Partnerschaft, Ewigkeit und Vollkommenheit. Ich darf Euch nun bitten, zum äußeren Zeichen Eurer Verbundenheit, die Ringe zu tauschen. Und jetzt ist es endlich soweit, dass ihr euch auch küssen könnt. Bitte nehmt nochmals Platz! Anlässlich Eurer Hochzeit wurde im Ehebuch unseres Standesamtes ein neuer Eintrag angelegt. Ich werde Euch kurz einen Auszug davon zur Kenntnis bringen: Die Eheschließung wurde im Ehebuch des Standesamtes der ..........., unter der Nr. /2012 eingetragen. .............................. .................................. Ich bitte nun das Brautpaar und danach die Treuzeugen Eure Unterschrift unter die Eintragung im Ehebuch zu setzen. Liebes Ehepaar: Abschließend möchte ich Euch noch kurz für Euer zukünftiges Eheleben mitgeben, dass zu den wichtigsten Dingen, die man sich in der Ehe schenken kann, die Zeit zählt. Ich wünsche Euch in Eurer Ehe, dass Ihr beide Zeit füreinander habt, dass ihr Euch weiterhin als Paar und nicht nur als Eltern betrachtet, dass Ihr euch neben Euren Kindern die Zeit nehmt, in der ihr gemeinsam etwas unternehmt, Pläne schmiedet und Eure Liebe einfach genießen könnt. Zeit, in der nur ihr beide wichtig seid. In diesem Sinne schließe ich nun die standesamtliche Trauung und nehme mir das Recht heraus als Eure Standesbeamtin Euch als erstes zu gratulieren und darf Euch von Herzen alles Gute und viel Glück für Euer gemeinsames Ehe- und Familienleben wünschen.

 
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