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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (903)

„Ich liebe Dich“ Dieser Satz am Morgen ausgesprochen Gibt dem Tag Profil Meist ist es ein langer Tag Ein Tag voller Pflichten Voll Überraschungen Aber er lässt sich fröhlich leben denn am Abend führt der Weg wieder zueinander. Liebe ..., lieber..., liebe Hochzeitsgäste! Es freut mich sehr dass ich Sie heute hier bei mir am Standesamt begrüßen darf und ganz besonders freut es mich, dass ich bei eurer Hochzeit mitwirken darf. Familie, Verwandte und Freunde sind heute zahlreich erschienen um bei diesem wichtigen Ereignis, der Hochzeit von Elisabeth und Andreas mit dabei zu sein. Solch ein Anlaß soll auch im Standesamt einen festlichen Rahmen haben, darum möchte ich vor der eigentlichen Tauung ein paar persönliche Worte an euch richten. In dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse kommt der Satz vor: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Dieser Satz hat viel Wahres. Wenn eine große Hochzeits-gesellschaft, so wie heute, hier hereinkommt, alle festlich gekleidet sind, schöne Blumen mitgebracht werden und nicht zuletzt du, ... mit einem so wunderschönen Brautkleid anwesend sind, habe ich immer den Eindruck, es liegt ein gewisser Zauber, ein besonderes Flair in der Luft und ein bisschen Aufregung. Und so soll es auch sein! Für euch ist es keine Angelegenheit, die ihr im Stillen feiern wollt, sondern es sollen alle an eurem Glück teilhaben. Alle tragen dazu bei, daß heute so eine festliche Stimmung herrscht. Viele Vorbereitungen waren für dieses Fest zu treffen, um es zu einem herausragenden Tag in eurem Leben zu machen. Wie ich sehe sind die Aufgaben verteilt auch der Fotograf steht bereit, um alle wichtigen Details für das Fotoalbum festzuhalten damit ihr den Zauber auch noch Jahre später nachempfinden könnt. Es ist auch ein ganz besonderes Fest für eure Kinder. Liebe ..., lieber ... denn auch ihr heiratet heute mit, denn ihr werdet durch das JA eurer Eltern zueinander in die Ehe aufgenommen und führt auch euren gemeinsamen Familiennamen .... Aber nun noch einmal zurück zum Zauber, der heute in der Luft liegt. Dieser Zauber sollte nicht gleich verpuffen. Aus meiner Erfahrung hat die Ehe für die meisten Menschen heute immer noch eine so große Bedeutung, daß sie hoffen und sich wünschen, aber auch danach streben, diesen Zauber, der heute herrscht, für ein ganzes Leben zu bewahren. Manchmal ist das keine leichte Sache. Darum möchte ich noch einmal Herman Hesse zitieren. In dem Gedicht Stufen heißt es weiter: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Ich wünsche euch, daß dieser Satz für euer Eheleben wahr wird. Daß dieser Zauber, der heute zu spüren ist, und das Gefühl, das ihr füreinander habt, bewahrt bleibt und euch hilft, das Leben gemeinsam zu meistern. Nun möchte ich aber zum eigentlichen Höhepunkt dieser Feier kommen: Ich darf euch nun bitten zur Abgabe des Ja-Wortes aufzustehen und die Fragen, die ich nach dem Gesetz an euch zu richten habe, mir frei und ungezwungen zu beantworten. Ich frage Dich ... als Bräutigam, ist es dein fester Wille und freier Entschluß mit deiner neben dir stehenden Braut, ... die Ehe zu schließen, so spreche ein deutliches JA. Und ich frage auch dich, ... als Braut, ist es auch dein fester Wille und freier Entschluß, den neben dir stehenden Bräutigam ... zu heiraten, so spreche auch du ein deutliches JA. Euer gegenseitiges Ja als Ausdruck eures Willens, ein Ehepaar zu werden habe ich vernommen. Damit habt ihr vor euren Trauzeugen und Verwandten ein schönes aber auch verantwortungsvolles Gelöbnis über euer zukünftiges Leben abgelegt. Durch eure freie Willenserklärung seid ihr zu einer Gemeinschaft vereinigt, seid in einen neuen Lebenskreis getreten. Ich freue mich daher feststellen zu dürfen, dass ihr nun kraft Gesetzes rechtlich verbundene Ehegatten seid. Zum sichtbaren Zeichen dieser dauernden Verbindung überreiche ich euch nun die Ringe und bitte euch, sich diese gegenseitig anzustecken. ...du darfst deine Braut jetzt küssen! Zum jederzeitigen Beweis, dieses Beginnes eines neuen Lebensabschnittes wurde euer Eheversprechen in das Ehebuch eingetragen. Diesen Eintrag werde ich nun verlesen. Liebe ..., lieber ... ! Durch eure Worte und eure Unterschrift habt ihr den Willen zu dieser Ehe kundgemacht. Doch nicht die äußere Form bildet die Ehe sondern es sind die Menschen, die in ihr leben. Ich möchte euch nun noch aus dem ABC der Ehe das W mitgeben. Es steht für Wunder: Im Leben gibt es immer wieder kleine und manchmal auch große Wunder. Wir müssen sie nur entdecken. Manchmal sind Wunder in einer unscheinbaren Hülle versteckt und manchmal können wir Sie in den Händen halten. Wunder sind oft Sache des Standpunktes: was der eine als selbstverständlich abtut, kann für einen anderen bereits ein kleines Wunder sein. Seit selbst offen für die Wunder in eurem Leben und lasst andere an euren entdeckten kleinen Wundern teilhaben. Die Liebe selbst ist schon ein kleines Wunder! Diese Liebe soll auch in eurer Ehe einen Grundpfeiler eurer Partnerschaft darstellen. Mit der Liebe wird es euch gelingen, immer von neuen aufeinander zuzugehen. Denkt auf eurem gemeinsamen Weg daran, daß ihr einen Rückhalt in eurer Ehe habt, dass der Rückhalt für euren Beruf und eure Ehe in der Liebe und der gegenseitigen Zuneigung besteht. In diesem Sinne wünsche ich euch nochmals alles Gute und – Es ist was es ist – das sage nicht nur ich – das sagt die Liebe.

 
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