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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (922)

Sehr geehrtes Brautpaar, Trauzeugen, Familienangehörige und Freunde! „Einen Menschen zu lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden“ Mit diesem Zitat möchte ich Euch alle hier am Standesamt ……., zur Trauung von ………. und Hr. ………., begrüßen. Es freut mich, dass Ihr hier in ……, Euer Eheversprechen abgeben möchtet. Ich habe daher die ehrenvolle Aufgabe, Euch in den Hafen der Ehe begleiten zu dürfen. Liebe ……, lieber ……., das Leben bekommt erst dann Sinn und Inhalt, wenn der Mensch eine Aufgabe hat, für die er lebt. Es gibt keine, die für ihn so schön und so beglückend ist, wie für einen lieben Menschen zu leben, für ihn zu arbeiten und für ihn zu sorgen. Eure Zuneigung füreinander hat schon vor mehreren Jahren begonnen. Aus dieser Zuneigung ist Liebe geworden. Bei den Vorbereitungen für Eure Trauung habe ich in Euren Dokumenten gesehen, Ihr habt das gleiche Geburtsdatum. Am gleichen Tag, im gleichen Monat und im gleichen Jahr haben Eure Herzen auf dieser Welt zu schlagen begonnen. So eine Gemeinsamkeit kommt sehr selten vor, möge dies ein besonderes Zeichen Eurer Verbundenheit sein. Außerdem darf ich nebenbei bemerken, keiner wird das Geburtsdatum des anderen vergessen. Nach einiger Zeit der gegenseitigen Prüfung, habt Ihr Euch entschlossen, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, den Lebensabschnitt der Ehe. Ab nun möchtet Ihr gemeinsam durchs Leben „wandern“. Ja, die Ehe ist vergleichbar mit einer Wanderung. Für eine Wanderung muss man sich gut vorbereiten, man kauft eine Wanderkarte, legt ein Ziel fest, sorgt für gutes Schuhwerk, vergisst nicht auf den Regenschutz und auch Proviant im Rucksack ist wichtig. Am Berg muss sich Jeder auf den Anderen verlassen können. Ihr habt Euch für Eure gemeinsame Wanderung durchs Leben gut vorbereitet, habt Euch als Ziel gesetzt, gemeinsam alt zu werden. Das Schuhwerk symbolisiert das Fundament und das soll Vertrauen und Verlässlichkeit sein. Der Rucksack ist voll bepackt mit Liebe, Treue, Respekt, Achtung und Verständnis für einander. Auch Verbandzeug gehört dazu, denn genauso wie auf einer Wanderung, sollen auch in der Ehe kleine Wunden sofort versorgt werden können. Ein Mantel voll Zuversicht und Hoffnung soll vor Regen, Kälte und Sturm schützen. Stürme und Gewitter, die auch in Eurer Ehe nicht ausbleiben werden. Auf jeder Wanderung gibt es viel Neues zu entdecken, man weiß nicht, welche Überraschung hinter einer Abzweigung oder einer Kurve steckt: Vielleicht ein unglaublich schöner, freier und weiter Blick, vielleicht die Begegnung mit einem anderer Wander, vielleicht ein Zusammentreffen mit Wildtieren, vielleicht führt der weitere Weg steil bergauf oder bergab. Auch Eure Ehe kann zu einer wunderschönen und interessanten Entdeckungsreise werden. Lasst Euch ein auf diese Abenteuerreise eines gemeinsamen Lebens. Seid offen für einander und lasst Euch fallen im Vertrauen darauf, dass der Eine den Anderen auffängt. Ihr habt alle diese Werte auch in Euren Familien kennengelernt. Nehmt Eure Eltern als Beispiel, die durch ein liebevolles u. respektvolles miteinander, schon viele Jahre gemeinsam durchs Leben gehen bzw. wandern! Pflegt diese Werte weiter und gebt sie in einer durch Liebe, Vertrauen und Verständnis gestärkten Ehe an eure Kinder – an Eure zwei kleinen Töchter …..und …… – weiter. Lasst sie in dieser schnelllebigen und hektischen Zeit in Liebe und Geborgenheit, aufwachsen. Die Liebe ist etwas Besonderes – durch sie sind wir alle die geboren und sie umgibt unser ganzes Leben. Ihr wollt nun heute die Ehe eingehen, mit der besten Absicht ein guter Ehemann und eine gute Ehefrau zu werden, mit dem besten Vorsatz, füreinander immer liebevoll zu sorgen, was immer euch auch bevorstehen mag und mit dem guten Willen, einander glücklich zu machen. Auch in späteren Tagen, in denen das Leben oft schwer sein kann, sollt ihr dieses Ja-Wort, das ihr heute aus freudigem Herzen sprechen wollt, nicht vergessen und bedenken, dass ihr Mann und Frau seid und alles Glück und Unglück gemeinsam zu tragen habt. Wenn ihr nun gewillt seid, dieses Versprechen vor mir abzugeben, dann bitte ich euch und eure Trauzeugen, sich von den Stühlen zu erheben und meine Frage, die ich an euch richten werde, zu beantworten. Ich frage nun dich Hr. ……., ist es dein freier und eigener Wille mit deiner hier anwesenden Verlobten Frau …….. die Ehe einzugehen, dann antworte bitte mit „Ja“! Nun frage ich dich Frau ……, ist es auch dein freier und eigener Wille mit deinem hier anwesenden Verlobten Hr. …….. die Ehe einzugehen, dann antworte auch du bitte mit „Ja“! Ihr habt nun nach den Vorschriften des Gesetzes die Ehe geschlossen und seid rechtmäßig verbundene Eheleute. Der Ring ist das schönste äußere Zeichen, ist Sinnbild des in sich geschlossenen, das Zeichen der Zusammengehörigkeit, der Einheit und der Treue. Ich bitte euch nun die Eheringe gegenseitig anzustecken! Natürlich dürft ihr euer Eheversprechen mit einem Kuss besiegeln! Euer Versprechen in einer Lebensgemeinschaft leben zu wollen, wurde im Ehebuch eingetragen. Die Urkunde, die darüber errichtet wurde, darf ich nun verlesen und bitte anschließend das neuvermählte Paar und die Trauzeugen ihre Unterschrift unter diesem Eintrag zu setzen. Ehebuch……… Liebes Ehepaar ………., als neuvermähltes, frischgebackenes Ehepaar geht Ihr nun aus diesem Raum. Vor Euch liegt ein gemeinsames Leben, liegt eine ungewisse, aber sicher schöne Zukunft. Steht in Freud und Leid, in allem was auch kommen mag und was das Leben von euch fordert, treu und fest zusammen. Baut eure Ehe auf, auf wahre Liebe, niemals wankendem Vertrauen und Achtung vor einander und bewahrt den guten Willen dieser Stunde. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, recht viel Freude, Gesundheit und viele, viele schöne gemeinsame Augenblicke auf Eurer gemeinsamen Wanderung durchs Leben, sowie einen wunderschönen und unvergesslichen Hochzeitstag!
 
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