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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (926)

Liebes Brautpaar! Werte Trauzeugen und Gäste! Ich begrüße Sie sehr herzlich zur standesamtlichen Trauung von Frau …………… und Herrn …………... ! Sie sind heute so zahlreich erschienen, um bei diesem wichtigen Ereignis, der Hochzeit von ….und ….. mit dabei zu sein. Solch ein Anlass soll auch standesamtlich einen festlichen Rahmen haben, darum möchte ich vor der eigentlichen Trauung ein paar persönliche Worte an Sie richten. In dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse kommt der Satz vor: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ! Dieser Satz hat viel Wahres. Wenn eine große Hochzeitsgesellschaft, so wie heute, hier im herrlichen Ambiente der Burg …… erscheint, alle festlich gekleidet sind, schöne Blumen mitgebracht werden und nicht zuletzt du, liebe ….., mit einem so wunderschönen Brautkleid, anwesend bist, habe ich den Eindruck, es liegt ein gewisser Zauber, ein besonderes Flair in der Luft und auch ein bisschen Aufregung. Und so soll es auch sein! Schon als Kind hat man oft Träume von einer wundervollen Hochzeit. Und heute ist es schließlich so weit: Der bzw. die Richtige ist ins eigene Leben getreten, den bzw. die man liebt, sodass Sie sich heute vor versammelter Hochzeitsgesellschaft das „JA-Wort“ geben. Dabei war es gar nicht so einfach, dass ihr zwei euch fandet, da eure Heimatorte ja viele Kilometer voneinander entfernt sind. Beim Schiurlaub vor mehr als 6 Jahren habt ihr euch zum ersten Mal gesehen, so richtig gefunkt hat es aber erst vor 2 Jahren und nach einiger Zeit hatte …….. dann den Mut, am Berg Valluga den Heiratsantrag zu stellen. Somit wurde einmal mehr bewiesen, dass es nicht nur gerade Wege gibt, um an ein Ziel zu gelangen - es gibt auch Kurven und Höhen und Tiefen. Es ist nicht alles „schwarz auf weiss“. Ganz nach dem bekannten Musikduo „Bluatschink“ auf lechtalerisch gesagt: „Dia Walt isch bunt“. Aber was nützt schon die schönste Blumenwiese, wenn man die Farben nicht sieht. In dieser Zeit, in der ich euch jetzt kennen gelernt habe, habe ich den Eindruck bekommen, dass ihr genau mit dieser Gabe, die Welt in allen Farben zu sehen, perfekt umzugehen wisst. Ihr seid ein perfektes Team ! Auch wenn ihr vom Wesen her zwei unterschiedliche Typen seid – genau diese Gegensätzlichkeit, diese Verschiedenheit führt zu einer Einheit – einer Einheit, die euch letztendlich so stark macht. In eurer Einladung zur heutigen Trauung habt ihr ganz treffend einen Satz eingefügt: Liebe heißt, sich im Anderen wieder finden, um dann gemeinsam zu wachsen. Ich bin mir ganz sicher, dass ihr zwei alle Probleme, alle Höhen und Tiefen, überwindet und eine glückliche und harmonische Ehe führen werdet. Eine Ehe, die heute seinen Anfang findet. Für euch ist es keine Angelegenheit, die ihr im Stillen feiern wollt, sondern es sollen alle an eurem Glück teilhaben. Alle tragen dazu bei, dass heute so eine festliche Stimmung herrscht. Viele Vorbereitungen waren für dieses Fest zu treffen, um es zu einem herausragenden Tag in eurem Leben zu machen. Ihr habt viel Zeit und Mühe investiert, um dieses Fest heute wirklich „perfekt“ zu gestalten. Besonders ….. ist es ja, bei der alles perfekt sein muss und nichts dem Zufall überlassen wird. Die größte Sorge von …… war es, dass es wohl schönes Wetter bei der Hochzeit geben wird. Wie man sehen kann, haben wir heute „zauberhaftes“ Wetter. Wie ich sehe, sind die Aufgaben schon verteilt, die Fotografen stehen schon bereit, alle wichtigen Details fürs Fotoalbum festzuhalten, um sich immer wieder an diesen Tag zurückzuerinnern, um den Zauber dieser Hochzeit noch Jahre später nachempfinden zu können. Aus meiner Erfahrung ist es auch immer ein besonderes Fest für die Eltern des Brautpaares. Sie freuen sich besonders mit, dass die Tochter oder der Sohn den bzw. die Richtige gefunden hat. Ich hoffe, sie fassen die Hochzeit nicht als Verlust der Tochter oder des Sohnes auf, sondern als Erweiterung der Familie. Sie gewinnen eine Schwiegertochter bzw. einen Schwiegersohn dazu. Aber nun noch einmal zurück zum Zauber, der heute in der Luft liegt. Dieser Zauber sollte nicht gleich verpuffen. Die Ehe hat für die meisten Menschen heute immer noch so eine große Bedeutung, dass sie hoffen und sich wünschen, aber auch danach streben, diesen Zauber, der heute herrscht, für ein ganzes Leben zu bewahren. Was einmal als „Zauber eines Urlaubes“ begann, hat sich nun zu einer starken Partnerschaft entwickelt. Ich wünsche euch daher, dass ihr auch den Zauber der heutigen Trauung als Anlass nehmt, diesen zu stärken und immer bei euch zu tragen. Manchmal ist das keine leichte Sache. Darum möchte ich noch einmal Hermann Hesse zitieren. In dem Gedicht heißt es weiter: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Zum Abschluss meiner kleinen Ansprache, wünsche ich euch, dass dieser Satz für euer Eheleben wahr wird. Dass dieser Zauber, der heute zu spüren ist, und das Gefühl, dass ihr füreinander habt, bewahrt bleibt und euch hilft, das Leben gemeinsam zu meistern. Ich komme jetzt meiner gesetzlichen Aufgabe nach und stelle fest, dass alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt sind und ersuche euch zur Abgabe der Erklärungen von den Plätzen zu erheben. Ich frage dich, Herr ………., willst du aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Frau …………. eingehen, dann antworte bitte mit „Ja“. PAUSE Ich frage auch dich, Frau ……………., willst du aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Herrn ……………. eingehen, dann antworte bitte mit „Ja“. PAUSE Nachdem Ihr nun vor euren Zeugen erklärt habt, die Ehe miteinander einzugehen, spreche ich aus, dass ihr von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Ich bitte euch nun, den Ringwechsel als äußeres Zeichen eurer Verbundenheit vorzunehmen. Ich darf euch jetzt die Eintragung im Ehebuch vorlesen und ersuche euch, diese im Anschluss zu unterfertigen. Liebes Ehepaar! Ihr habt nun die Ehe geschlossen. Ich persönlich finde den Begriff schließen im Zusammenhang mit der Ehe gar nicht so passend. Das klingt nach abgeschlossen, fertig, da braucht man nichts mehr dazu beitragen! Ihr beide wisst es sicher besser, und vor allem jene, die heute mitgekommen sind und selbst verheiratet sind, werden das bestätigen können: Nämlich es ist genau umgekehrt! Man muss ständig an der Partnerschaft arbeiten und immer etwas dazu beitragen! Deshalb meine ich, dass ihr heute eure Ehe eröffnet habt! Ich wünsche euch daher abschließend, dass ihr auch in späteren Jahren eure Ehe täglich von neuem so wie heute mit Liebe eröffnet.
 
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