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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (935)

Sehr geehrtes Brautpaar, ich heiße Sie beide, Herr G.S. und Frau D.W. herzlich willkommen, heute hier im Trauzimmer unserer Gemeinde zu Ihrer standesamtlichen Trauung. Ein ebenso herzliches Willkommen gilt auch Ihren beiden Trauzeugen Frau M. P. und Herrn D.L., wie auch Ihren Familienangehörigen und Freunden, die hierher ins Standesamt mitgekommen sind, um Sie beide bei diesem wichtigen Schritt in Ihrem Leben zu unterstützen. Es ist schön und gleichzeitig auch ein Zeichen der Wertschätzung Ihnen beiden gegenüber, wenn Sie von Ihren Angehörigen so zahlreich ins Standesamt begleitet werden. Auch ich als ihr Standesbeamter freue mich deshalb, Sie beide nun im Kreise Ihrer Familienangehörigen und Freunde, in den standesamtlichen Hafen der Ehe begleiten zu dürfen. Welche Bedeutung steckt eigentlich hinter dem Wort Ehe ? Das Wort selbst hatte in früherer Zeit noch die sehr umfassende Bedeutung von Recht, Gesetz und Verbindlichkeit. Erst sehr viel später wurde dieses Wort dann für den Lebensbund von Mann und Frau verwendet. Heute kennt man diese alte Bedeutung nicht mehr. Sie geriet irgendwann in Vergessenheit. Der Begriff als solcher deutet auch nicht darauf hin, dass eine Ehe aus heutiger Sicht mit Liebe, gegenseitiger Zuneigung und Gefühlen zu tun hat. Heute kann man sich glücklich schätzen, wenn man, wie Sie beide, den richtigen Partner, die richtige Partnerin gefunden hat. Im Vordergrund steht die gegenseitige Zuneigung füreinander, verbunden mit dem Wunsch nach einer harmonischen, glücklichen und liebevollen Partnerschaft. Nun, Sie hätten natürlich auch sagen können, warum eigentlich heiraten. Wir könnten auch ohne Trauschein – so wie bisher - gut zusammen leben, wir haben unseren gemeinsamen Lebensmittelpunkt in R. im Alpenblick 4, wir kennen unsere privaten und beruflichen Ziele, Es ist doch klar, dass wir auch in Zukunft zusammen bleiben wollen. Ob mit oder ohne Trauschein, an der Situation für uns ändert sich durch eine Eheschließung nichts. Aber, damit sich eben nichts ändert, braucht eine Beziehung einen Rahmen der sie schützt. Und diesen Rahmen kann Ihnen die Ehe bieten. Die Eheschließung ist also die Basis für Ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg, nun auch nach außen, für alle sichtbar. Und einmal abgesehen von der rechtlichen Seite, erhält Ihre Beziehung nun durch die Eheschließung einen anderen Stellenwert. In einer Ausgabe des Ulmer Magazins „Spazz“ wurde kürzlich die Frage gestellt: „Gibt es eine Renaissance der Werte in unserer Gesellschaft?“ Dort lautet die Antwort: „Dem gesellschaftlichen Trend folgend, haben die Menschen die Familie wieder als Lebensziel entdeckt. Sie haben erlebt, wie zerbrechlich Beziehungen sind und wissen deshalb intakte Familien zu schätzen. Sie beide folgen mit Ihrer Eheschließung also diesem Trend und geben ein gutes Beispiel für andere Paare, die vielleicht schon in den Startlöchern stehen. Gerne würde man natürlich in Standesämtern zusammen mit der Heiratsurkunde auch ein Patentrezept überreichen, mit dem Inhalt „Wie führt man eigentlich eine glückliche Ehe“. Doch leider haben auch wir nichts dergleichen anzubieten. Ein Hamburger Psychologe hat diesbezüglich jedoch einmal die Feststellung getroffen, in der Ehe sei es wie beim Bruchrechnen: Er sagt, es kommt vor allem auf den gemeinsamen Nenner an! Was nicht heißen solle, aus Liebe Zugeständnisse zu machen, die einem widerstreben, sondern es gelte, das gemeinsam Gewünschte herauszufinden. Dabei realistisch zu bleiben und keine hundertprozentigen Gemeinsamkeiten zu erwarten. Besser zu genießen was übereinstimmt und die Unterschiede mit Freude zu akzeptieren. Also auch Schwächen zu akzeptieren, oder mit Talenten und Stärken des anderen richtig umzugehen. Dabei aber nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner anzustreben, sondern den allergrößten zu entdecken. Sehr geehrtes Brautpaar, es ist schön, dass Sie sich entschlossen haben, Ihren gemeinsamen Weg durch die Eheschließung zu besiegeln. Heute ist der Tag an dem Sie sich das JA-WORT geben. Ein sehr glücklicher Tag in Ihrem Leben und natürlich auch der richtige Anlass, dieses besondere Ereignis mit Angehörigen und Freunden gebührend zu feiern. Zur Eheschließung möchte ich Sie beide nun bitten, sich von den Plätzen zu erheben: G.S. ich frage Sie, möchten Sie mit D.W. den Bund der Ehe schließen, so antworten Sie bitte mit JA D.W. ich frage auch Sie, möchten Sie mit G. S. den Bund der Ehe schließen, so antworten Sie bitte mit JA Sie beide haben durch Ihr JA-WORT erklärt, dass Sie die Ehe miteinander eingehen wollen. Damit sind Sie vor dem Gesetz rechtmäßig verbundene Ehegatten. Als äußeres Zeichen der Treue und Verbundenheit bitte ich Sie nun, sich gegenseitig die Ringe anzustecken. Allgemeines Schlusswort: Ich darf Ihnen zu Ihrem Hochzeitstag herzlich gratulieren und wünsche Ihnen für Ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg - nun im Stand der Ehe - alles Gute. Lassen Sie sich heute von Ihren Angehörigen und Freunden verwöhnen und genießen Sie diesen Tag. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Hochzeitstag!

 
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