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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (955)

Sehr geehrte Hochzeitsgäste! Ich begrüße Sie recht herzlich im Trauungssaal der Gemeinde St. Anton. Mein besonderer Gruß gilt natürlich dem Brautpaar: Daher heiße ich Sie Frau ……….und Sie Herr ………………sowie Ihre Trauzeugen herzlich willkommen. Sir Harold Nicolson, ein englischer Diplomat aus dem 18. Jahrhundert hat einmal gesagt: „Das Geheimnis einer glücklichen Ehe besteht darin, alle Katastrophen als Zwischenfällle und keinen Zwischenfall als Katastrophe zu behandeln.“ Ich denke, dass diese Aussage auch heute noch aktuell ist. Nun stellt sich mir die Frage, was für diese Lebensweisheit wohl notwendig ist, damit sie funktionieren kann! Ein Punkt ist sicherlich die Harmonie in Ihrer Partnerschaft! Was aber bedeutet Harmonie für uns? Sie beide, Frau ……..und Herr …… (und selbstveständlich auch die Gäste) werden mir beipflichten, dass damit das schöne Gefühl der Ausgeglichenheit, der Zufriedenheit und vor allem der inneren Ruhe gemeint ist. Dieses Gefühl auf Dauer in Ihrer Partnerschaft zu erhalten ist bestimmt ein wichtiges Ziel. Was können Sie dafür tun? Eigentlich das, was Sie sicherlich bisher getan haben ; nämlich miteinander zu reden! Nun bedeutet jedoch Harmonie im Gespräch nicht, dass einer „Ja“ sagt und der andere „Amen“! Sondern: Harmonie in der Partnerschaft kann nur dann bestehen bleiben, wenn ehrliches Interesse an den Problemen wie auch natürlich an den Freuden des anderen Partners durch das intime, Partner orientierte Gespräch gezeigt wird. Was könnte noch wichtig sein, damit das vorhin genannte Zitat sich bewahrheitet? Sicher bildet eine wesentliche Grundlage für eine glückliche und damit funktionierende Ehe die Gesprächsbereitschaft. Gesprächsbereitschaft bedeutet aber in meinen Augen nicht nur, dass Sie miteinander sprechen. Vielmehr ist es ungemein wichtig, dem anderen Gesprächspartner auch zuzuhören. Mit Zuhören wird jedoch allgemein nicht verstanden, dass der eine Partner die Aussagen des anderen teilmahnslos über sich ergehen läßt. Bereitschaft zuzuhören spiegelt sich in dem Bemühen wider, den anderen auch tätsächlich verstehen zu wollen. Wirklich im Gespräch zu ergründen, wo den anderen der Schuh drückt! Sich in die Gefühlswelt des anderen zu versetzen! Und selbstverständlich die Liebe. Liebes Brautpaar, feut euch auf die Zeit, die jetzt kommt, die Zeit als verheiratetes Paar. Vertraut euch eurer Liebe an und versucht, eure Entscheidungen mit dem Herzen zu treffen. Akzeptiert den Alltag, den Zahn der Zeit und respektiert euch gegenseitig als Menschen, die sich entwickeln und verändern. Das ist Liebe -- Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft. Die Liebe in der Ehe wird in einem wunderschönen Gedicht beschrieben, das treffender nicht sein könnte: Liebe ist Licht – ohne einander zu blenden Liebe ist einander nahe zu sein – ohne einander zu besitzen Liebe ist Feuer sein – ohne einander zu verbrennen Liebe ist viel voneinander halten – ohne einander festzuhalten. Der ureigenste menschliche Wunsch ist doch, geliebt zu werden, so wie wir sind, mit unseren guten Seiten, aber auch mit unseren Eigenheiten. Genießt Eure Liebe in allen Facetten, jeden Tag. Ich habe nun 3 Voraussetzungen für eine glückliche Ehe näher erläutert. Bevor ich nun zum rechtlichen Teil der Eheschließung kommen wünsche ich Ihnen zum Schluß meiner Ansprache viel Glück! Damit meine ich, die Liebe, die Harmonie in Verbindung mit der Bereitschaft zuzuhören in ihrer Partschaft zu bewahren. Oder wie Sir Harold Nicolson es formuliert hat: „Das große Geheimnis einer glücklichen Ehe besteht darin, alle Katastrophen als Zwischenfälle und keinen Zwischenfall als Katastrophe zu behandeln“ Ich ersuche nun das Brautpaar und die Trauzeugen aufzustehen, denn ich werde jetzt an Sie eine kleine aber doch große Frage stellen, eine Frage, die Ihr ganzes zukünftiges Leben einschließt, eine Frage, die Ihr mit den Lippen beantwortet, aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahr macht. Nun frage ich Sie……., wollen Sie mit der hier anwesenden ……….. die Ehe eingehen, dann antworten Sie bitte mit JA! Nun frage ich Sie …………., wollen Sie mit ………… den Bund der Ehe eingehen, dann antworten Sie mit JA! Nachdem Sie beide meine Frage mit JA beantwortet habt, freue ich mich aussprechen zu können, dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Der Ring ist Sinnbild der Einheit und der Treue. Nehmt diesen kleinen goldenen Reifen zum äußeren Zeichen Euer Verbundenheit, Euer Liebe, Eurer immerwährenden Bereitschaft, für einander und miteinander. Ich darf den Bräutigam bitten der Braut den Ring anzustecken nun die Braut. Wenn Sie wollen, können Sich sich nun den ersten Ehelichen Kuss geben. Bitte Platz nehmen: Ihre Ehe wird durch den Eintrag in das Ehebuch beim Standesamt St. Anton beurkundet, den ich nun auszugsweise vorlese. EHEBUCH: Standesamt ………….. die Zahl …….. Zur Trauung am ………. erschienen Herr ………… und Frau ……….., Trauzeugen: ……………………………. ……………………………. Nun bitte ich Sie, sowie die Trauzeugen, diesen Eintrag mit ihrer Unterschrift zu bestätigen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen das Beste auf ihren gemeinsamen Lebensweg, erinnern Sie sich wieder gerne an ihren Hochzeitstag, nehmt die frohe Stimmung und die gute Laune mit auf ihren gemeinsamen Lebensweg und beginnt mit dieser Stunde eine gute, glückliche und harmonische Ehegemeinschaft.

 
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