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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (948)

Das Brautpaar war sehr gut mit mir befreundet und die Hochzeitskerze war selbst gebastelt und ein Geschenk an das Brautpaar. Liebes Brautpaar, liebe Angehörigen, Freunde und Gäste. Ich möchte euch alle ganz recht herzlich zur standesamtlichen Trauung in***begrüßen und willkommen heißen. Für mich ist es die schönste Aufgabe meiner Tätigkeit ein Paar, dass ich so lange kenne wie Euch und mit dem ich so gut befreundet bin, als Standesbeamter zu begleiten. Ich möchte euch heute keine Ratschläge für euern gemeinsamen Weg geben, sondern versuche meine Aufgabe darin, einen nach Möglichkeit netten Rahmen zu schaffen, an den Ihr euch beide hoffentlich lange und auch gerne zurück erinnert. Ihr habt euch vielleicht schon gewundert, dass heute neben mir eine Kerze steht, eine Hochzeitskerze, verziert mit Euern Namen und Hochzeitsdaten. Sie soll ein Geschenk von mir sein und daher wäre es schön, wenn Ihr künftig an Euerm Hochzeitstag diese Kerze brennen lassen würdet. Sie soll ein leuchtendes Symbol für Euch, für Eure Ehe und für Eure Liebe sein. Es wäre auch schön, wenn Ihr die Kerze gemeinsam anzünden würdet. Diese Kerze, liebe..... und lieber....., sie soll Euch auch noch in vielen Jahren an den heutigen Tag erinnern. Dieses kleine Licht soll ein Zeichen für Eure Liebe sein, denn Liebe ist ein Wort des Lichtes, geschrieben von einer Hand des Lichtes, auf einer Seite des Lichtes. Die Hochzeitskerze flüstert euch aber auch etwas ins Ohr nämlich Ich habe es gesehen meine kleine Flamme war dabei als ihr die Hände ineinander gelegt als ihr euch das Ja-Wort gegeben habt, als Ihr beide Euer Herz an Euch verschenkt habt. Es ist mehr als nur eine Kerze. Es ist ein stummer Zeuge in Eurerm Haus, im Haus Eurer Liebe. An Tagen an denen die Sonne scheint, braucht Ihr mich nicht anzuzünden. Aber wenn Ihr vor Freude außer euch seid oder ein anderen schöner Stern am Horizont Eures Lebens erschenint, dann zündet mich an. Zündet mich an, wenn es dunkel wird, wenn in Euer Leben einmal Sturm einbricht, wenn der erste Streit da ist, oder wenn Ihr lautlos unter etwas leidet, dann zündet mich an. Zündet mich an, wenn der erste Schritt getan werden muss, aber ihr nicht wisst wie, wenn eine Aussprache notwendig ist, aber Ihr keine Worte findet, wenn Ihr euch umarmen möchtet, aber wie gelähmt seid, dann zündet mich an. Mein kleines Licht, ist ein deutliches Zeichen. Es spricht und flucht nicht. Es spricht seine ganz eigene Sprache, die jeder versteht. Es sagt: Ich bin Eure Hochzeitskerze. Ich habe Euch gern. Lasst mich brennen, solange es nötig ist, bis ihr mich dann gemeinsam ausblasen könnt. Und dann sage ich dankbar: Tschü, bis zum nächsten Mal. Liebe..... Lieber.... all diese Gedanken möchte ich Euch mit auf Euern gemeinsamen Weg geben. Fangt Euern Weg an, im Vertrauen aufeinander. Ich denke, dieses Vertrauen wird es Euch auch möglich machen, Schwächen und den ein oder anderen Fehler des Anderen zu übersehen, Euern Partner so zu leiben, wie er ist - vielleicht denkt Ihr dann in vielen Jahren immer mal wieder an Eure Hochzeitskerze - denn sie war heute dabei. Die Flamme der Kerze ist hell, warm und strahlend und genau so wünsche ich Euch sol Euer Leben als Eheleute sein. Meine Worte sind nun genug, und ich denke es ist an der Zeit, Euch beide liebes Brautpaar zu Wort kommen zu lassen. Ich darf Euch nun einzeln und nacheinander fragen, ob Ihr die Ehe miteinander eingehen wollt, wenn Ihr diese Frage mit Ja beantwortet, seid Ihr rechtmäßig verbundene Eheleute. * die amtlichen Fragen an beide Brautleute Liebe..... lieber...... Ihr beide habt meine Fragen an Euch mit Ja beantwortet, so dass ich in meiner Funkton als Standesbeamter feststellen darf, dass Ihr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Als äußeres Zeichen Eurer Liebe und Eurer Verbundenheit darf ich Euch nun bitten, Euch gegenseitig Eure Trauringe anzustecken. Liebe .... Lieber.... als Standesbeamter darf ich euch die besten Wünsche von mir aber auch von der Gemeinde........ für Euren gemeinsamen Weg übermitteln. Als guter Freund möchte ich Euch etwas wünschen, nämlich Glück, genau das Glück, das neben dem eigenen Dazutun natürlich in einer Partnerschaft auch nicht fehlen darf. Glück, Ihr Beiden, ist etwas, was man nicht sehen kann. Man kann es zwar an Gesichtern ablesen, so wie heute bei Euch beiden, das Glück selbst ist aber unsichtbar. Das Glück ist ein Gefühl, kann aber auch eine Stimmung oder eine Befindlichkeit sein und daher kann man es zum Glück nicht kaufen. Materielle Besitze können Euch vielleicht stolz und manchmal fröhlich machen, glücklich zu sein aber ist etwas ganz anderes. Das Glück ist ein Geschenk und auch für Euch beide liegt im Zusammensein mit Euerm Partner die größte Chance glücklich zu sein. Dieses Glück soll natürlich damit verbunden sein, dass auch all Eure Wünsche und Erwartungen, die Ihr an diesen gemeinsamen Weg gestellt haben in Erfüllung gehen und dass sich Eure Ehe so entwickelt, wir Ihr beide euch das selbst auch vorstellt.
 
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