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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (953)

Liebes Brautpaar, Frau …… und Herr ….., geschätzte Eltern der Brautleute, ……………….. sowie ………… begrüße auch die Großeltern …………… und …………, sehr geehrte Hochzeitsgäste ! Ich möchte Euch alle hier im Trauungsraum der Marktgemeinde ………… zur standesamtlichen Trauung von ………. und ……….. ganz herzlich willkommen heißen. Für das Brautpaar ist heute ein besonderer Festtag. Ich freue mich, und das mache ich gerne, dass ich eueren Entschluss, euch heute offiziell das Ja-Wort zu geben, amtlich besiegeln darf. Zur Einleitung ein kurzes Gedicht Und so lernen sie die Kunst zu lieben und doch nicht zu besitzen, zu führen und doch nicht zu herrschen, sich hinzugeben, ohne zu gehorchen, zu bergen und doch nicht zu verschlingen, nahe zu sein – und doch nicht festzuhalten, sich zu binden, ohne die Freiheit zu nehmen Liebes Brautpaar, euere gemeinsamen Interessen, insbesonders die Freude am Bergwandern, Schwimmen, Radfahren, ihr macht gerne Urlaub in Österreich, beide habt ihr Spass am Schifahren, Schlittenfahren, auch das Bummeln durch die Geschäfte ist eine Leidenschaft von euch beiden, die Sehnsucht nach Familie und Geborgenheit – und natürlich die Liebe – haben Euch zusammengeführt. Vor etwas mehr als 3 Jahre, genau am 17. 2. 2007, habt Ihr euch beim ………. der ………… näher kennengelernt, die Sympathie zueinander entdeckt, und lebt seit damals – in einer Partnerschaft. Gleich für den nächsten Tag wurde ein Spaziergang zur …….. vereinbart und .ihr habt dabei die euphorischen Stunden der vergangenen Nacht Revue passieren lassen. ....... Der zündende Funke beim …………. hat sich zur Flamme eurer Liebe entwickelt. Flüchtig gekannt habt ihr euch schon vorher, ist doch der Onkel von ……, ………., ein guter Freund von ……….. Robert.hat somit auch eine bestimmte Verantwortung zu eurer Partnerschaft. ......................... Wie so vieles im Leben, der richtige Zeitpunkt und auch der Zufall, geben oft die Richtung für das künftige Leben vor. Ihr kennt Euch bereits seit 3,5 Jahre, wohnt nun seit November 2008 zusammen, seid bereits 1 Jahr verlobt und habt mit euerem lieben …….. bewiesen, dass ihr zueinander steht. Aus Liebe habt Ihr die Entscheidung getroffen, das Leben miteinander zu gestalten. Viel wird über die Liebe gesprochen, von der Liebe auf den ersten Blick oder von der großen Liebe. Liebe bedeutet vor allem, auch den Partner in seiner Einzigartigkeit anzunehmen, ohne aber die Augen vor seinen Fehlern zu verschließen. Wie im Berufsleben ist es auch in der Ehe wichtig, die Fehler des anderen zu verdrängen, indem man seine positiven Stärken fördert, sie besonders hervorhebt und auch einsetzt. Wir alle sind uns sicher darüber einig, dass in einer Ehe die Liebe die große Rolle spielen soll. . Mein Wunsch an Euch, liebes Brautpaar, bewahrt die Liebe, die Euch heute zum Standesamt geführt hat, möglichst für immer in Eueren Herzen. Die Ehe ist mehr als eine Liebesbeziehung, mit heutigem Gelöbnis setzt ihr einen ganz bewussten und entscheidenden Schritt. Ihr bekennt Euch auch rechtlich zur Verantwortung gegenüber dem Partner. Ihr habt noch viel vor, der Umbau des Wohnhauses …………., der Ausbau eurer Wohnung, wird einiges abverlangen, besonders Zusammenarbeit und Verständnis zueinander. Wohnungsbauten u. Haussanierungen fordern viele gemeinsame Entscheidungen, viel Arbeit und der Verzicht auf Freizeit, hier wird die Partnerschaft besonders auf die Probe gestellt. Lieber …………, liebe ……….. Euer gemeinsames Glück wird nicht dadurch erhalten, indem der Einzelne seine Eigenständigkeit aufgibt. Dauerhaftes Glück kann nicht erzwungen werden, es ist vielmehr abhängig von der eigenen Anstrengung und dem ständigen Willen, ab und zu das Du dem Ich voranzustellen. Die Freundschaft dem Partner gegenüber bleibt in der Ehe immer gefordert, denn mangelnde Freundschaft führt zu Unstimmigkeiten und sogar zu Streit. In einer Partnerschaft sind Loialität, Toleranz und Achtung des Anderen gefragt. Ihr wohnt schon seit 1 1/2 Jahren zusammen, habt euch eingewöhnt und eingelebt, dabei bereits viele Erfahrungen gemacht und bewiesen, dass man Miteinander – ich denke hier besonders an die Planung für den Wohnungsausbau bzw. Sanierung des Hauses ………, vieles schaffen kann. Ihr „TRAUT“ Euch, um die Zukunft gemeinsam anzugehen. Vertrauen ist das Klima, in der Euere Liebe immer weiter gedeihen kann. Zu Vertrauen heißt, das Gefühl zu haben, dass mein Partner/die Partnerin zu mir hält, in der Gegenwart des anderen sicher zu sein, dass er/sie im Moment der Angst, der Verletzlichkeit, der Schwäche oder aber auch der Freude und des Triumphes zur Seite steht. Vertrauen ist eine Reaktion auf Taten, Worte und Verhaltensweisen, und Vertrauen ruft Vertrauen hervor. Gegenseitiges Vertrauen ist eines der Grundelemente einer guten Gemeinschaft, ja ich behaupte, eines der wichtigsten. Gerade die Eheleute sollen uneingeschränktes Vertrauen zueinander haben, ist das Vertrauen auch nur leicht in Frage gestellt, wird die Beziehung schwierig und in Folge kann es sogar zur Trennung führen. Wie ein Kunstwerk wird die Schönheit einer Beziehung mit der Zeit und durch das volle Vertrauen geschaffen. Ich wünsche Euch gegenseitiges Verständnis, um nicht nur in den großen Dingen, sondern vor allem bei den tausend kleinen Dingen des täglichen Lebens immer den Weg zum Anderen zu finden. Markus und Renate - denkt regelmäßig daran, Euch neben Eueren Verpflichtungen, bewusst Zeit füreinander zu schenken. Denn das ständige „in Kontakt“ bleiben gibt Euch die Möglichkeit, beiderseitig und regelmäßig Euere Zuneigung zu zeigen, den Mut zum Ausdruck von Gefühlen - und die Zeit, sie auch zu formulieren. Den Partner/die Partnerin als etwas Besonderes zu behandeln, sich daran zu erinnern, dass Euere Zuneigung etwas ganz Wertvolles und die Liebe etwas Lebendiges ist. Zeit für Nähe - schafft immer wieder Gelegenheiten für liebevolle Gesten, schöne Momente und romantische Stunden. Dem Partner bzw. der Partnerin einen gewissen Freiraum zu lassen, kann ein Geschenk bedeuten. Durch die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, seine Hobbys auszuüben, seine Freunde zu treffen, gewinnt ihr ständig neue Erfahrungen. Ich denke ……… wird sich auch weiterhin gerne mit seinen Freunden beim Stammtisch treffen. Vielleicht ist es auch eine Abwechslung, wenn sich Renate mit ihren Freundinnen auf einen Kaffee trifft. Auch ab und zu alleine einen Film anzusehen oder ein Buch zu lesen, schafft Freiraum. Es gibt –zig gute Ratschläge und Themen, wie es gelingt, Euere Ehe glücklich und erfüllt miteinander zu gestalten, wie ich aber meine, sind gerade das Bemühen uneingeschränktes Vertrauen zu pflegen die positiven Stärken des Partners/der Partnerin zu fördern und Zeit füreinander zu nehmen, gute Grundsteine für ein harmonisches Eheleben. Nun kommen wir zum offiziellen Teil der Trauung und möchte als Überleitung zwei gesetzliche Bestimmungen verlesen. Das ABGB enthält Bestimmung zur Ehe, den Begriff der Ehe und die persönlichen Rechtswirkungen der Ehe Die Familienverhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrag erklären zwei Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beistand zu leisten. Die Ehegatten sind einander zur umfassenden ehelichen Lebensgemeinschaft, besonders zum gemeinsamen Wohnen, sowie zur Treue, zur anständigen Begegnung und zum Beistand verpflichtet. Die Ehegatten sollen ihre eheliche Lebensgemeinschaft, besonders die Haushaltsführung, die Erwerbstätigkeit, die Leistung des Beistandes und die Obsorge, unter Rücksichtnahme aufeinander und auf das Wohl der Kinder mit dem Ziel voller Ausgewogenheit ihrer Beiträge einvernehmlich gestalten. Zur Form der Eheschließung steht im Ehegesetz: Die Ehe wird dadurch geschlossen, dass die Verlobten vor dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Die Erklärungen können nicht unter einer Bedingung oder einer Zeitbestimmung abgegeben werden. Also sind keine Sonderregelungen möglich, auch ist euer Versprechen nicht zeitlich begrenzt. Liebes Brautpaaar, Sie beide haben alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt, es liegen keine Eheverbote vor. Eine Ehe ist jedoch nur durch Euere Zustimmungserklärung rechtsgültig. In diesem Sinne bin ich gerne bereit, Euer Ja-Wort entgegen zu nehmen. Liebe …….., lieber ……….. ich bitte Euch, zur Abgabe dieses Versprechens aufzustehen. Somit frage ich Sie, Herr …………….., sind Sie bereit, mit Frau ……………… die Ehe zu schließen, dann Antworten Sie mit Ja Ich frage auch Sie Frau ……………….., wollen Sie mit Herrn ………………… die Ehe eingehen, dann Antworten Sie mit Ja Durch Euer gegenseitiges Versprechen habt Ihr nun rechtsgültig die Ehe geschlossen. Als Standesbeamter darf ich feststellen, dass Ihr ab jetzt rechtmäßig verbundene Eheleute seid. Beide führt ihr ab heute den Familiennamen ………. Den Familiennamen ………. wird auch euer lieber …….. erhalten. Der Ring ist ein Symbol der Treue und Verbundenheit. Zum äußeren Zeichen Euerer Verbundenheit nehmt nun bitte den Ringwechsel vor. ………., der Bruder von ……., wird euch jetzt die Ringe übergeben. Danach habt ihr Gelegenheit für einen Hochzeitskuss. Jetzt soll Euer heutiger Entschluss im Ehebuch beurkundet werden, dazu möchte ich die Eintragungen im Ehebuch verlesen, anschließend werden die Eintragungen vom Ehepaar und den Vätern …… und ……. als Trauzeugen, unterschrieben. Zum Abschluss der Trauung noch ein Gedanke des Dichters Ernst Ferstl, er formulierte für seine Frau: Die Zeit, die wir einander schenken und geschenkt haben die wir uns füreinander nehmen und genommen haben die wir miteinander verbringen und verbracht haben, sie verbindet uns untrennbar und verdichtet sich, langsam und sicher zu einer wunderbaren, wertvollen Perlenkette unvergesslicher Augenblicke! Daher sei unser Ja ein Ja – und kein Vielleicht, unser Nein ein Nein – und kein Eventuell, unser Amen ein Amen – und kein Möglicherweise, und unser Wort sei ein Wort, auf das wir bauen können. Liebe ………, lieber ……… Ich möchte Euch jetzt zur Ehe herzlich gratulieren und meine allerbesten Wünsche mitgeben. Wünsche Euch viel Glück, Gesundheit und viel Freude und Harmonie in Euerer Partnerschaft. Mit einer Fanfare der TMK ……. habe ich euch heute begrüßt, mit einem Marsch darf ich mich verabschieden, möchte die Trauung nun schließen, alles Gute für die anschließende Taufe von ……… und euch allen noch einen schönen und unterhaltsamen Hochzeitstag wünschen.

 
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