logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (959)

Liebe Frau …, lieber Herr …, Sie beide möchte ich an diesem Tag ganz herzlich willkommen heißen. Ebenfalls begrüßen möchte ich aber auch die Trauzeugen, Freunde und Familienangehörigen des Braupaares. Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist … und ich bin seit vier Jahren Standesbeamtin der Stadt … Liebes Brautpaar, mit dem heutigen Tag beginnt für Sie bei-de ein neuer Lebensabschnitt. Sie haben sich kennen, lieben und schätzen gelernt. Mit dem heutigen Tag bekräftigen Sie noch einmal, dass Sie den bisherigen Lebensweg auch wei-terhin gemeinsam gehen wollen. Mit dem Ja-Wort erklären Sie, dass Sie Ihr Leben mitei-nander teilen wollen. Das heißt, alle schönen und manchmal leider auch nicht so schönen Situationen gemeinsam zu meis-tern, sich gegenseitig zu stärken und zu helfen. Sie sind heute hierher gekommen, um vor dem Gesetz den Ehebund zu schließen. Damit vollendet sich nach außen hin, was Sie sich beide im Herzen gelobt haben. Doch so bedeu-tungsvoll diese Stunde für Ihr Leben auch ist, so regelt sie nur die rechtliche Seite, nicht Ihr gemeinsames Leben, denn ein Patentrezept für eine glückli-che und harmonische Ehe gibt es nicht. Die Ehe zu gestalten und zu führen liegt ganz allein in Ihren Händen. Es bleibt jedem Paar überlassen, seinen eigenen Weg zum Glück zu finden. Und worauf es dabei ankommt, das ist etwas ganz anderes, als sich Eherezepten entnehmen lässt. Das, worauf es ankommt, das ist die Grundstimmung der Ehe, das ist die gegenseitige Liebe. Diese Liebe schafft die Verbindung zum anderen und prägt die Beziehung. Dabei geht es um das Gefühl, zusammenzugehören und beim anderen gut aufgehoben zu sein; dabei geht es um die Ge-wissheit, miteinander durch dick und dünn zu gehen. Ist das vorhanden, dann werden zwei Menschen zusammenhalten, egal was kommt, dann kann ihnen nichts und niemand etwas anhaben. Dann sind zwei Menschen bereit, schöne wie traurige Mo-mente zu teilen und in guten wie in schlechten Zeiten zu-sammenzubleiben. Und indem sie das tun, entwickeln sie eine stabile, eine gut funktionierende Ehe. Es wird manche Veränderungen geben im Laufe einer langen Partnerschaft durch neue Verpflichtungen oder neue Inte-ressen. Doch wenn beiden der jeweils andere und ihre Be-ziehung wichtig sind, dann werden es immer die Gefühle für-einander bleiben, die sie miteinander verbinden. Wer sich liebt, ist bereit, in allen Phasen des Lebens zuei-nander zu halten sowie Freude und Leid miteinander zu teilen. In schönen Zeiten spürt man die Liebe ohnehin, in traurigen Zeiten hingegen fühlt man sich leicht missverstanden oder gar verloren. Doch dann reicht oftmals schon eine kleine Geste, ein liebe-voller Blick, eine Umarmung, um dem Partner oder der Part-nerin zu zeigen: Ich halte zu dir, du kannst dich auf mich verlassen. Lieben heißt auch, Fehler zu verzeihen, den anderen mit allen seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren sowie die Wünsche und Bedürfnisse des anderen zu erkennen und ihnen entgegenzukommen. Liebe heißt, an sich und an der Partnerschaft zu arbeiten und immer wieder einen neuen Anfang zu wagen. So wie Sie es heute tun. Denn aus Liebe haben Sie sich entschieden, einen neuen Weg in Ihrem Leben einzuschlagen, einen Weg, den Sie gemeinsam beschreiten wollen. Was das Leben auch bringen mag, Sie werden es zusammen erleben und gemeinsam versuchen, aus allem das Beste zu machen. Und dieses Miteinander ist wohl das beste Rezept für eine Ehe. An dieser Stelle möchte ich Ihnen persönlich alles Gute für Ihre gemeinsame Zukunft wünschen, bevor ich Sie nun bitte, mit mir aufzustehen. Ich frage nun Sie, …, ist es Ihr freier Entschluss mit der hier anwesenden … die Ehe zu schließen, dann antworten Sie bitte mit JA! Wollen auch Sie, …, aus eigenem Willen die Ehe schließen mit dem hier anwesenden …, dann antworten auch Sie mit JA! Da Sie nun beide meine Frage mit Ja beantwortet haben, erkläre ich Sie nunmehr kraft Gesetzes zu rechtmäßig ver-bundenen Eheleuten. Ringe: Ein Ehering ist das äußere Zeichen der inneren Verbunden-heit für eine Liebe ohne Anfang und ohne Ende. Sie dürfen sich diese nun gegenseitig anstecken.
 
zurück zur Übersicht